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Ausland, Flüchtlinge auf der Balkanroute

Flüchtlingsfrage spaltet die Deutschen

06.03.2020 - 15:48:46

Die EU-Flüchtlingspolitik und die Situation an der griechisch-türkischen Grenze trennt die Deutschen in zwei unversöhnliche Lager.

Nach den aktuellen Entwicklungen und der Öffnung der türkischen Grenze für Flüchtlinge, ist das Thema Flüchtlingspolitik weiterhin hoch emotional aufgeladen und spaltet die bundesdeutsche Bevölkerung in zwei nahezu gleichstarke Lager. In einer Meinungsumfrage des Forsa-Instituts im Auftrag von RTL/n-tv sprachen sich 48 Prozent kategorisch gegen eine weitere Aufnahme von Flüchtlingen aus. Fast ebenso viele Befragte (47 Prozent) votieren für eine Revision der EU-Politik und eine Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland. Dies auch unabhängig von einer einheitlichen europäischen Linie. Die Umfrage vom 4./5.März spiegelt die aktuellen Entwicklungen wider und wurde repräsentativ unter 1.000 Wahlberechtigten durchgeführt.
Die Einstellung der Menschen zur Flüchtlingsfrage richtet sich in einem hohen Maß nach der politischen Orientierung und dem geographischen Standort. Die höchste Zustimmung zu einer Aufnahme von Flüchtlingen ist bei den Wählern der Grünen zu finden, die sich mit 70 Prozent für eine Aufnahme aus humanitären Gründen aussprechen. Bei der Linken sind 65 Prozent dieser Ansicht. Die höchsten Werte für eine kategorische Schließung der EU-Außengrenze, finden sich bei Wählern der AfD (91 Prozent) und der FDP (70 Prozent). Die Befragten aus den neuen Bundesländern lehnen eine weiter Flüchtlingsmigration mit 63 Prozent ab, während im Westen der Bundesrepublik eine knappe Mehrheit von 50 Prozent für eine Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Krisengebiet an der türkischen Grenze votiert. 45 Prozent lehnen im Westen jedes Zugeständnis ab. Bezogen auf den Bildungsabschluss, sind die Befragten mit mittlerer Reife am stärksten gegen eine Zuwanderung eingestellt (60 Prozent). Die Ankündigung von Schleswig-Holstein unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufzunehmen, trifft bei einer Mehrheit von 70 Prozent auf Zustimmung. Gegen eine Ausnahmeregelung für Kinder und Jugendliche sprechen sich 24 Prozent aus. Die politische Einstellung spielt auch bei der Bewertung der Schleswig-Holstein-Initiative eine herausragende Rolle. 73 Prozent der AfD-Anhänger lehnen jede Sonderbehandlung von Minderjährigen ab. Unter den Wählern der Grünen stimmen 89 Prozent einer Sonderregelung zu, von den Anhängern der Linken 84 Prozent. Umgerechnet auf die alten und neuen Bundesländer ergibt sich das gewohnte Bild. Die Zustimmung im Westen beläuft sich hier auf 72 Prozent, während sie im Osten bei 59 Prozent liegt.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, NeoMatrix

@ ad-hoc-news.de