Xi Jinping, Donald Trump

Xi Jinping in Washington: Chinas Präsident von Donald Trump empfangen

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 02:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Chinas Präsident Xi Jinping ist zu einem dreitägigen Staatsbesuch in Washington eingetroffen. Beim Treffen mit US-Präsident Donald Trump stehen Handelskonflikte, Künstliche Intelligenz und globale Krisen auf der Agenda.

  • Xi Jinping ist zu seinem Besuch in Washington eingetroffen. - Bild: Alex Brandon/AP/dpa
    Xi Jinping ist zu seinem Besuch in Washington eingetroffen. - Bild: Alex Brandon/AP/dpa
  • Trump salutiert zur Nationalhymne. - Bild: Alex Brandon/AP/dpa
    Trump salutiert zur Nationalhymne. - Bild: Alex Brandon/AP/dpa
  • Peng Liyuan und Melania Trump begleiten die Staatschefs. - Bild: Mark Schiefelbein/AP/dpa
    Peng Liyuan und Melania Trump begleiten die Staatschefs. - Bild: Mark Schiefelbein/AP/dpa
Xi Jinping ist zu seinem Besuch in Washington eingetroffen. - Bild: Alex Brandon/AP/dpa Trump salutiert zur Nationalhymne. - Bild: Alex Brandon/AP/dpa Peng Liyuan und Melania Trump begleiten die Staatschefs. - Bild: Mark Schiefelbein/AP/dpa

Chinas Präsident Xi Jinping ist zu einem dreitägigen Staatsbesuch in Washington eingetroffen und dort gemeinsam mit seiner Ehefrau Peng Liyuan von US-Präsident Donald Trump und dessen Ehefrau Melania empfangen worden.

Militärische Zeremonie am Flughafen

Xi und Peng landeten am Mittwochabend Ortszeit auf einem Militärflugplatz nahe der US-Hauptstadt. Die Präsidenten wechselten am Fuß der Flugzeugtreppe einige Worte, anschließend überreichten Kinder dem chinesischen Präsidentenpaar Blumensträuße.

Nach einem kurzen Gang über den roten Teppich spielte eine Militärkapelle die Nationalhymnen beider Länder. Während der US-Hymne überflogen B1-Bomber die Zeremonie. Der Lärm war so stark, dass Trump das Gesicht verzog und sich mit einer Bemerkung an Xi wandte.

Viele Konfliktpunkte zwischen Washington und Peking

Anschließend verließen die Staatschefs das Rollfeld in unterschiedlichen Autos. Trump trug während der Zeremonie bei rund 18 Grad Celsius einen dicken Mantel und Handschuhe, die er nur zur Begrüßung kurz auszog.

Im Mittelpunkt der Gespräche dürften der Handelsstreit und der Umgang mit Künstlicher Intelligenz stehen. Zudem könnten Trump und Xi über den Iran-Krieg sowie den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sprechen.

Staatsbesuch bis Freitag

Trump plant für Xi bis Freitag ein umfangreiches Programm mit Militärschau und Staatsbankett. Für den chinesischen Staats- und Parteichef ist es die erste USA-Reise seit 2023, als er beim Apec-Wirtschaftsgipfel in Kalifornien den damaligen US-Präsidenten Joe Biden traf.

Trump hatte Xi bei seinem Besuch in Peking Mitte Mai ins Weiße Haus eingeladen.

Zwischen Handel und strategischer Rivalität

Der Besuch fällt in eine Phase begrenzter Entspannung zwischen den beiden größten Volkswirtschaften. Hohe Zölle wurden teilweise ausgesetzt; zugleich bleiben Exportbeschränkungen für moderne Chips, der Zugang zu seltenen Erden und die industrielle Konkurrenz ungelöst.

Für Xi steht damit nicht nur die bilaterale Beziehung auf dem Spiel. China kann mit Rohstoffen, Lieferketten und seiner wachsenden Rolle in internationalen Bündnissen Einfluss ausüben, ist aber zugleich auf stabile Wirtschaftsbeziehungen angewiesen. Trump wiederum kann eine Vereinbarung bei Zöllen oder Rohstofflieferungen innenpolitisch als Erfolg darstellen, ohne die grundlegenden Konflikte zu lösen.

KI und globale Krisen als neue Gesprächsfelder

Besondere Bedeutung hat die Künstliche Intelligenz. Beide Staaten konkurrieren um technologische Führung und begrenzen zugleich den Zugang des jeweils anderen zu sensibler Technologie. Ein direkter Krisenkanal könnte helfen, Zwischenfälle zu begrenzen, würde aber kein gegenseitiges Vertrauen ersetzen.

Auch der Iran-Krieg und der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine erweitern die Agenda über Handelsfragen hinaus. Für Deutschland und Europa sind die Folgen unmittelbar: Entscheidungen über Zölle, kritische Rohstoffe und Technologie können Preise, Lieferketten und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen beeinflussen. Ein großer Durchbruch ist nicht erforderlich, damit der Gipfel wirtschaftlich und sicherheitspolitisch erhebliche Wirkung entfaltet.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

tagesschau: „Xi in den USA: Trump und Chinas Staatschef vor schwierigen Gesprächen“ (23.09.2026)

Der Bericht bestätige die Ankunft Xis und ordne den Besuch als ersten Staatsbesuch seit mehr als zehn Jahren ein. Er hebe besonders die Konflikte bei seltenen Erden, Chipbeschränkungen und Künstlicher Intelligenz hervor und berichte über die Prüfung eines KI-Gesprächskanals für Notfälle.

Euronews: „Gipfel Trump–Xi: Warum für Europa so viel auf dem Spiel steht“ (23.09.2026)

Der Artikel bestätige den dreitägigen Gipfel und setze den Schwerpunkt auf die Folgen für Europa. Er stelle mögliche Zollsenkungen, seltene Erden und eine KI-Hotline heraus und betone, dass europäische Interessen bei den Gesprächen nur indirekt vertreten seien.

Beide Berichte stellten Handel, Technologie und strategische Konkurrenz als zentrale Themen dar; unterschiedlich gewichtet würden vor allem die europäischen Folgen und die Frage, ob begrenzte Vereinbarungen eine längerfristige Stabilisierung ermöglichen könnten.

Disclaimer...

de | ausland | 70171469 |