Ausland, Ausland

Bundesforschungsministerin propagiert den Einstieg in die Wasserstofftechnologie

24.01.2020 - 12:26:34

CDU-Forschungsministerin Anja Karliczek sieht ein großes Potential beim Import von Wasserstoff aus Afrika zur Lösung der Klimakrise.

Der Wasserstoff hat das Potential das Erdöl der Zukunft zu werden. Bundesforschungsministerin Karliczek geht davon aus, in 30 Jahren bis zu 50 Prozent des bundesdeutschen Energiebedarfs durch Wasserstoff zu decken. Wenn es uns gelingt die Wasserstofftechnologie im großen Stil zu entwickeln, könnte ökologisch produzierter Wasserstoff unser Energieproblem lösen, so Karliczek. Der Energieträger der Zukunft soll dabei aus Afrika importiert werden. Bei den klimatischen Verhältnissen in Afrika ist die Produktion von Wasserstoff viel effektiver und nachhaltiger möglich als unter unseren klimatischen Bedingungen. Die Erzeugung von Wasserstoff in Afrika, würde auch vor Ort die Aussicht eröffnen, die dortigen erheblichen wirtschaftlichen und politischen Probleme effektiv und langfristig zu lösen. Karliczek kündigte für Februar eine umfassende bundesdeutsche Wasserstoffstrategie an. Als potentielle Partner und zukünftige Erzeugerländer, sieht die CDU-Ministerin vor allem die afrikanischen Staaten und Australien an. Es gäbe bereits erste Gespräche auf Regierungsebene, um die Möglichkeiten einer grünen Wasserstoffproduktion zu prüfen und in die Wege zu leiten. Der Wasserstoff der Zukunft müsse ökologisch, wirtschaftliche und sozial nachhaltig erzeugt werden. Wenn dies gelingt, würden alle Partner von der Wasserstoffwirtschaft profitieren. Die Bundesrepublik verfüge über die notwendigen Technologien zur Nutzung und Erzeugung des Wasserstoffs. Diese Technologien, wie Windräder, Meerwasserentsalzungsanlagen und Elektrolysefabriken, würden in die Partnerländer exportiert. Für den erzeugten Wasserstoff gibt es eine Abnahmegarantie zu fairen Preisen. Das Bundesforschungsministerium erarbeitet, so Karliczek zum „Spiegel“, derzeit einen Standortatlas für Afrika. Dabei spielt neben den klimatischen Verhältnissen, auch die politische Stabilität eine Rolle. Der Transport des Wasserstoffs soll dann in der Form von Ammoniak organisiert werden. Nur mit Wasserstoff sei es möglich, die Energiewende zu bewältigen. Deutschland müsse zum Innovationsträger in der Wasserstofftechnologie werden und auch die anderen europäischen Partnerländer auf diesem Weg mitnehmen. Hierzulande ist die Akzeptanz für Großerzeugungsanlagen für erneuerbare Energien und Wasserstofferzeugung nicht gegeben. Man sieht dies an den großen Schwierigkeiten, auf die der Ausbau der Windenergie in Deutschland trifft. Alle sind für die Energiewende, aber ein Windrad in unmittelbarer Umgebung, ist kaum jemand bereit zu akzeptieren, so Karliczek.
@ ad-hoc-news.de

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