Bryan Adams rät Friedrich Merz zum Rückzug
Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 00:01 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSAdams verbindet Merz-Kritik mit Kanada-Themen
- Bryan Adams empfiehlt Friedrich Merz im Gespräch mit dem Stern den Rückzug aus dem Amt.
- Der Sänger begründet seine Einschätzung mit einer aus seiner Sicht fehlenden Beliebtheit des Bundeskanzlers.
- Auf seinem neuen Album kritisiert Adams in „51st State“ Donald Trumps Annexionspläne.
- Adams begrüßt eine politische Annäherung Kanadas an die Europäische Union.
Bryan Adams rät Friedrich Merz zum Rückzug
Der kanadische Rocksänger Bryan Adams empfiehlt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) den Rückzug. In einem Gespräch mit dem „Stern“ sagte Adams, Merz sei kein besonders beliebter Bundeskanzler und die Menschen in Deutschland seien von ihm nicht sonderlich beeindruckt.
Adams stellt Merz’ politische Akzeptanz infrage
„Wenn offensichtlich wird, dass man nicht mehr gewollt ist, sollte man auch wissen, wann es Zeit ist, zu gehen“, sagte Adams dem „Stern“. Man verbeuge sich, sage vielen Dank und überlasse dem Nächsten das Feld, fügte der Sänger hinzu.
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Protestsong gegen Trumps Annexionspläne
Über Donald Trumps wiederholte Forderung, Kanada zum 51. Bundesstaat der USA zu machen, sagte Adams, der US-Präsident äußere absurde Dinge. Zugleich warnte er davor, Trumps Aussagen mehr Aufmerksamkeit als nötig zu schenken.
Auf seinem neuen Album widmet Adams Trump den Protestsong „51st State“. Darin erteilt er den Annexionsplänen eine deutliche Absage und erklärt, die überwältigende Mehrheit der Kanadier habe kein Interesse daran, US-Bürger zu werden.
Adams wirbt für engere EU-Beziehungen
Kanada sei ein anderes Land als die Vereinigten Staaten, sagte Adams. Zugleich begrüßte er die politische Annäherung seiner Heimat an die Europäische Union und erklärte, beide Seiten könnten voneinander profitieren und viel voneinander lernen.
Eine besondere Form der EU-Mitgliedschaft Kanadas bezeichnete Adams als mögliche Grundlage für diesen Austausch. Zudem beobachte er besonders in Frankreich, aber auch in Großbritannien und Deutschland eine wachsende Entfremdung zwischen Politik und Bevölkerung.
Die Äußerungen von Bryan Adams verbinden persönliche politische Kritik mit zwei internationalen Themen: der öffentlichen Wahrnehmung des deutschen Bundeskanzlers und dem Verhältnis Kanadas zu den Vereinigten Staaten. Als Musiker spricht Adams nicht aus einem politischen Amt heraus, seine Aussagen sind daher vor allem als prominente öffentliche Einordnung zu verstehen.
Politische Distanz als internationales Thema
Adams beschreibt eine wachsende Entfremdung zwischen Bevölkerung und politischer Führung in mehreren europäischen Ländern. Der Vorwurf mangelnder Nähe und fehlenden Zuhörens gehört zu den wiederkehrenden Problemen demokratischer Politik. Für Regierungen erhöht eine schwache öffentliche Zustimmung den Druck, politische Entscheidungen verständlicher zu erklären und gesellschaftliche Erwartungen stärker einzubeziehen.
Seine Kritik an Friedrich Merz richtet sich dabei auf dessen Beliebtheit und politische Akzeptanz. Sie enthält jedoch keine formale politische Forderung einer Partei oder eines Verfassungsorgans und verändert weder die Stellung des Bundeskanzlers noch laufende politische Verfahren.
Kanada zwischen USA und EU
Mit seinem Protestsong gegen Donald Trumps Forderung nach einer Aufnahme Kanadas als 51. US-Bundesstaat positioniert sich Adams zugleich in einer kanadischen Souveränitätsdebatte. Die von ihm angesprochene Abgrenzung verweist auf unterschiedliche politische Identitäten, Institutionen und außenpolitische Interessen beider Länder.
Die von Adams begrüßte Annäherung Kanadas an die Europäische Union steht für den Versuch, internationale Partnerschaften jenseits der unmittelbaren Nachbarschaft zu stärken. Eine besondere Form der EU-Anbindung wäre politisch und rechtlich komplex; kurzfristig bleibt die Aussage vor allem ein Signal für engere transatlantische Beziehungen zwischen Kanada und Europa.

