Ausland, Ausland

Erster deutscher Corona-Patient hat sich nicht in China infiziert

28.01.2020 - 10:36:42 | ad-hoc-news.de

Beim ersten Fall des Corona-Virus in Deutschland ist eine Infektion durch einen chinesischen Geschäftskontakt wahrscheinlich.

Krankenhaus - Foto: über dts Nachrichtenagentur
Krankenhaus - Foto: über dts Nachrichtenagentur
Der Mann, der im bayrischen Landkreis Starnberg mit Symptomen des Corona-Virus ins Krankenhaus eingeliefert wurde, hielt sich selbst nicht in China auf. Daher gehen die Behörden von einer Übertragung des Virus durch einen chinesischen Geschäftspartner aus. Wie die zuständige bayrische Gesundheitsbehörde in München am Vormittag mitteilte, handelt es sich bei dem Infizierten um einen 33 Jahr alten Mann aus Starnberg. Dieser hatte an einer Weiterbildungsveranstaltung seines Unternehmens teilgenommen. Bei der Veranstaltung war auch eine Chinesin anwesend, die kurz zuvor aus Shanghai angereist war. Im unmittelbaren Vorfeld der Deutschlandreise, hatte die Frau in Shanghai Kontakt zu einem Menschen, der direkt aus der Krisenregion Wuhan stammt. Trotz erster Anzeichen einer Erkrankung, war der deutsche Arbeitnehmer am Montag an seiner Arbeitsstelle erschienen. Die bayrische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) versicherte auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz, dass alles getan werde, um eine Gefährdung durch den Virus auszuschließen. Die Situation ist als ernst zu bezeichnen, aber wir haben uns gewissenhaft auf ein mögliches Auftreten des Virus vorbereitet. Der erste Schritt sei nun die Identifizierung der Personen, die mit der Chinesin oder dem deutschen Infizierten in direktem Kontakt standen. Daran wird momentan unter Hochdruck gearbeitet, so die CSU-Ministerin. Der Präsident des zuständigen Gesundheitsamtes, Andreas Zapf, betonte, dass Bayern sehr gut auf die Infektionskrankheit vorbereitet sei. Der 33jährige Deutsche war noch am Montag in die Isolierstation eines Münchner Krankenhauses eingeliefert worden. Der Gesundheitszustand des Mannes sei den Umständen entsprechend gut und stabil. Die CSU-Ministerin verwies auf die Einrichtung einer Informationshotline für besorgte Bürger und appellierte an einen sachlichen Umgang mit der Situation. In der chinesischen Krisenregion Wuhan, von der die Viruserkrankung ausgegangen war, stiegen die Zahlen der Infizierten weiterhin an. Bis zum Montag waren von den chinesischen Behörden 4.515 Infizierte gemeldet worden. Von den Erkrankten verstarben bisher 106, zumeist ältere Patienten mit einer ernsthaften Vorerkrankung. Auch außerhalb von China gab es weiter Fälle des Corona-Virus. Erkrankungen sind derzeit aus Frankreich, den USA, Australien gemeldet. Hinzu kommen Infektionen im asiatischen Raum.

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