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Raumfahrt, Mars

Wie baut man auf einem Planeten, der so weit entfernt liegt, dass man das Baumaterial nicht einfach hinfliegen kann? Forscher haben dafür Beton aus extraterrestrischem Staub und menschlichen Körperflüssigkeiten hergestellt.

17.09.2021 - 10:14:07

Astrocrete - Für Marsexpedition: Baustoff mit Blut und Urin entwickelt

Manchester - Blut ist dicker als Wasser. Das dürften sich auch Forscher der Universität Manchester gesagt haben, als sie nach einem möglichen Baumaterial auf der Marsoberfläche suchten.

Herausgekommen ist ein Baustoff, der aus extraterrestrischem Staub und menschlichen Körperflüssigkeiten hergestellt wird. Die als Astrocrete bezeichnete Substanz hat demnach sogar eine höhere Druckfestigkeit als herkömmlicher Beton, wie es in der im Fachblatt «Materials Today Bio» veröffentlichten Studie heißt.

Transport von Baumaterial zum Mars zu aufwendig

Auf die Idee kamen die Wissenschaftler, weil der Transport von Baumaterial bei einer künftigen bemannten Mission auf den Roten Planeten zu aufwendig werden dürfte. Sie hielten deshalb nach Rohstoffquellen vor Ort Ausschau - und wurden in den Körpern von Astronauten fündig. Benötigt wird dafür neben Marsstaub ein im Blut vorkommendes Protein (Humanalbumin) sowie Harnstoff, der im Urin, in Tränen oder im Schweiß enthalten ist.

Mit der Technik könne eine Crew von sechs Astronauten innerhalb eines rund zweijährigen Aufenthalts etwa 500 Kilogramm Astrocrete herstellen, hieß es in der Mitteilung der Uni Manchester. Werde er als eine Art Mörtel für Sandsäcke oder Ziegel aus reinem Marsstaub genutzt, reiche die von einem Astronauten ermöglichte Menge an Astrocrete aus, um die künftige Marskolonie um die Behausung für eine Person zu erweitern. Im Versuch hatte das Team zur Produktion von Astrocrete nachgebildeten Marsstaub verwendet.

Die Lösung des Problems steckt in uns

Wissenschaftler hätten zuvor bereits versucht, funktionierende Technologien zu entwickeln, um betonartige Materialien auf der Marsoberfläche zu produzieren, sagte der an der Studie beteiligte Forscher Aled Roberts. Er fügte hinzu: «Aber wir kamen nie darauf, dass die Antwort die ganze Zeit in uns steckte.»

© dpa-infocom, dpa:210917-99-252902/2

@ dpa.de

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