Tiere, Fossilien

Weimar - Mehr als 100.000 Jahre alte Fossilien von Makaken sind vom Nordseeboden geborgen worden.

11.02.2019 - 16:22:06

Über 100.000 Jahre alt - Uralte Affenknochen auf Nordseegrund gefunden. Wie die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN) mitteilte, ist das jüngste der Fossilien, ein Unterkieferfragment, zwischen 115.000 und 126.000 Jahre alt.

Zusätzlich konnte das Team, das aus dem Weimarer Forscher Ralf-Dietrich Kahlke und zwei niederländischen Kollegen bestand, mehrere Zähne untersuchen, die noch deutlich älter sind. Sie gehörten den Angaben zufolge Tieren, die den noch heute am Felsen von Gibraltar lebenden Berberaffen sehr ähnlich sind.

Der Nordseeboden gilt als eine der bedeutendsten Fundstellen für die Rekonstruktion des Lebens im eiszeitlichen Europa, wie die Gesellschaft weiter berichtete. Die Affenknochen stammten aus verschiedenen Warmzeiten innerhalb des Eiszeitalters. «Die zahlreichen Funde von Skelettresten eiszeitlicher Landsäugetiere beweisen uns, dass weite Teile der Nordsee mehrfach Bestandteil des europäischen Festlands waren», sagte Kahlke, der in Weimar die Forschungsstation für Quartärpaläontologie der Senckenberg-Gesellschaft leitet. Die Fossilien wurden nahe Rotterdam in den Niederlanden bei der Aufschüttung einer künstlich angelegten Insel geborgen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Gericht: Wolf in Niedersachsen kann getötet werden. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg wies eine Beschwerde des Freundeskreises freilebender Wölfe gegen die Tötung des Tieres zurück. Das Gericht bestätigte damit eine Entscheidung der Vorinstanz, das Urteil ist nicht mehr anfechtbar. Die Abschussgenehmigung für den Leitrüden des Rodewalder Rudels gilt zunächst bis zum kommenden Donnerstag. Der Tod des Tieres sei zur Abwendung eines erheblichen Schadens erforderlich. Lüneburg - Der als gefährlich geltende Rodewalder Wolf in Niedersachsen kann abgeschossen werden. (Politik, 22.02.2019 - 14:08) weiterlesen...

«Elfenbeinkönigin» in Tansania zu langer Haft verurteilt. Zudem muss die chinesische Staatsbürgerin eine Geldbuße von umgerechnet rund 5 Millionen Euro zahlen, wie ein Gericht in dem ostafrikanischen Staat befand. Der Richter in Daressalam erklärte, die Strafe solle Wilderern und Schmugglern als Abschreckung dienen. Die 69-jährige Chinesin führte laut Gericht eine kriminelle Vereinigung und war im Lauf der Jahre für den Schmuggel von mehr als 800 Elefantenstoßzähnen nach Asien verantwortlich. Daressalam - Eine als «Elfenbeinkönigin» bekannt gewordene Schmugglerin ist in Tansania zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. (Politik, 20.02.2019 - 01:30) weiterlesen...

Weniger Jagd und Menschen - Studie: Wölfe wählen Militärgelände gern als Lebensraum. Den Beleg dafür gibt es nun schwarz auf weiß. 2015 lebten die Räuber bereits auf 13 von 21 größeren Truppenübungsplätzen. Die Bundeswehr hat schon lange ihren Frieden mit Wölfen geschlossen. (Wissenschaft, 19.02.2019 - 18:54) weiterlesen...

Falsche Witwe - Invasive Spinne reiste in Pflanzenkübeln um die Welt. Eine Spinnenart hat sich tatsächlich über den Pflanzenhandel in vielen Ländern der Welt ausgebreitet. Grund zur Panik besteht aber nicht. Spinnenphobikern dürfte schon beim Gedanken daran das Herz rasen: Eine giftige Spinne im Blumentopf nach Hause zu tragen. (Wissenschaft, 17.02.2019 - 10:12) weiterlesen...