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Raumfahrt, Mars

Vier Rover hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa schon erfolgreich zum Mars gebracht, jetzt folgt der fünfte.

30.07.2020 - 14:08:10

Pünktlicher Start - Nasa-Rover «Perseverance» zum Mars gestartet. «Perserverance» hat zahlreiche wissenschaftliche Instrumente an Bord - und sogar einen kleinen Hubschrauber.

  • Start in Cape Canaveral - Foto: John Raoux/AP/dpa

    An Bord der Rakete ist der Mars Rover «Perseverance». Der 1000 Kilogramm schwere und drei Meter lange unbemannte Roboter soll im Februar 2021 auf dem Roten Planeten landen und dort geologische Untersuchungen durchführen. Foto: John Raoux/AP/dpa

  • «Atlas-V»-Rakete - Foto: John Raoux/AP/dpa

    Die «Atlas-V»-Rakete der United Launch Alliance, wird für ihren Transport zum Space Launch Complex 41 in Cape Canaveral vorbereitet. Foto: John Raoux/AP/dpa

  • «Perseverance»-Rover der Nasa - Foto: NASA/JPL-Caltech/dpa

    Grafische Darstellung des NASA-Rover «Perseverance» auf der Marsoberfläche. Foto: NASA/JPL-Caltech/dpa

Start in Cape Canaveral - Foto: John Raoux/AP/dpa«Atlas-V»-Rakete - Foto: John Raoux/AP/dpa«Perseverance»-Rover der Nasa - Foto: NASA/JPL-Caltech/dpa

Cape Canaveral - Der US-Marsrover «Perseverance» ist zu seiner Reise zum Roten Planeten gestartet. Der mehr als eine Tonne schwere und drei Meter lange Roboter hob am Donnerstag pünktlich mit einer Atlas-V-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral ab.

Im Februar soll er nach Angaben der US-Weltraumagentur Nasa in einem ausgetrockneten See, dem «Jezero Crater», auf dem Mars landen. «Perseverance» ist eine Art verbesserte Version des 2012 auf dem Mars gelandeten «Curiosity»-Rovers. An Bord hat er unter anderem 7 wissenschaftliche Instrumente, 2 Mikrofone, 23 Kameras, einen Laser und sogar einem kleinen Hubschrauber. Unter den Geräten sind auch Thermosensoren des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien in Jena. Sie können berührungslos die Oberflächentemperatur messen.

Der rund 2,5 Milliarden Dollar (2,1 Milliarden Euro) teure Rover soll auf dem Mars nach Spuren frĂĽheren mikrobiellen Lebens suchen, sowie das Klima und die Geologie des Planeten erforschen und Proben von Steinen und Staub nehmen. Wissenschaftler erhoffen sich von der Mission unter anderem neue Erkenntnisse ĂĽber die Entstehung des Universums.

«Perseverance» wäre bereits der fünfte Rover, den die Nasa zum Mars bringen würde - nach dem «Sojourner» 1997, den Zwillingsrobotern «Spirit» und «Opportunity» 2004 und dem einzigen noch aktiven Rover «Curiosity». Zudem schaffte es unter anderem 2018 der stationäre Nasa-Lander «InSight» zum Mars, außerdem kreisen mehrere Sonden um den Roten Planeten.

Derzeit stehen Erde und Mars günstig für Flüge zu unserem Nachbarplaneten. So hatten bereits am 20. Juli die Vereinigten Arabischen Emirate als erste arabische Nation eine Raumsonde in Richtung Mars geschickt. Sie soll aber nicht darauf landen. Drei Tage später startete China ein Raumschiff Richtung Mars, das unter anderem ein Gefährt von der Größe eines Golfplatzfahrzeugs enthält. Beide Raumsonden sollen wie «Perseverance» im Februar an ihrem Ziel ankommen.

Nur rund 40 Prozent aller bisher weltweit gestarteten Mars-Missionen waren erfolgreich. 2016 war etwa die Sonde «Schiaparelli» der europäischen Raumfahrtagentur Esa infolge eines Computerfehlers beim Landeanflug abgestürzt.

© dpa-infocom, dpa:200730-99-975496/4

@ dpa.de