Siri-Revolution, Apple

Siri-Revolution: Apple setzt auf Googles Gemini statt eigene KI

05.06.2026 - 15:32:28 | boerse-global.de
Apple setzt bei Siri-Neuerfindung auf Google Gemini und Nvidia
Siri-Revolution - Ein stilisiertes, leuchtendes Apple-Logo verschmilzt mit abstrakten neuronalen Netzwerkmustern vor einem unscharfen Rechenzentrum. 05.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Apple integriert Googles Gemini-KI und Nvidia-Hardware in Siri. Die neue Personal Siri startet im September 2026 mit iOS 27.

Statt auf eigene Technologie setzt Apple künftig auf Googles Gemini-KI und Nvidia-Hardware – ein strategischer Kurswechsel mit Milliardenkosten.

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Partnerschaft mit Google und Nvidia

Die neue „Personal Siri" soll im September 2026 mit iOS 27 an den Start gehen. Herzstück ist ein lizenziertes Google-Gemini-Modell mit rund 1,2 Billionen Parametern. Es ermöglicht komplexe, mehrstufige Abfragen und funktioniert geräteübergreifend. Die Rechenleistung liefern Nvidia Blackwell B200 GPUs in der Google Cloud.

Einfache Anfragen bearbeitet Siri weiterhin direkt auf dem Gerät. Apple entschied sich für diese Hybrid-Cloud-Lösung, nachdem interne Tests gezeigt hatten, dass die eigenen Private-Cloud-Server mit Apple-Chips nicht schnell genug waren.

Datenschutz als Herausforderung

Um die Privatsphäre der Nutzer zu schützen, setzt das System auf Nvidias hardwarebasierte „Confidential Computing". Diese Technologie verschlüsselt Nutzerdaten während der Verarbeitung in der Cloud – ein entscheidender Punkt angesichts der Bedenken bei der Nutzung von Drittanbieter-Infrastruktur.

Die Partnerschaft mit Google kostet Apple schätzungsweise eine Milliarde Euro pro Jahr. Hinzu kommt ein Vergleich in Höhe von rund 230 Millionen Euro zur Beilegung einer US-Sammelklage wegen zuvor verzögerter Siri-Funktionen.

Neue Funktionen und Entwickler-Ökosystem

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Der überarbeitete Assistent wird als eigenständige Chatbot-App mit Sprach- und Texteingabe daherkommen. Geplant sind ein „KI-Agenten-Store" und ein System namens „Extensions", das Drittanbietern die Integration eigener KI-Werkzeuge direkt in Siri ermöglicht. Der Assistent soll künftig Bildschirminhalte verstehen und komplexe Befehle über mehrere Apps hinweg ausführen.

Langfristig ist die Integration in Apples gesamtes Hardware-Ökosystem vorgesehen – von zukünftigen Smart Glasses über HomePods bis hin zu Apple TV.

Abschied von Tim Cook auf der WWDC

Weitere Details erwartet die Branche auf der Worldwide Developers Conference (WWDC) 2026, die am 8. Juni unter dem Motto „All Systems Glow" beginnt. Dort werden auch iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 vorgestellt.

Die Konferenz markiert eine Zäsur: Tim Cook wird voraussichtlich seine letzte Keynote als CEO halten. Am 1. September 2026 wechselt er auf den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden. John Ternus übernimmt dann den Chefposten.

Trotz gestiegener Produktionskosten – die DRAM-Preise legten im zweiten Quartal um 58 Prozent zu, NAND um 70 Prozent – will Apple die Einstiegspreise für das iPhone 18 stabil halten. Marktanteile haben Priorität.

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