Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Gesundheit, Krankheiten

Schon einmal waren Experten der WHO vor Ort in Wuhan, um dem Ursprung des Coronavirus nachzuspüren.

25.08.2021 - 17:38:07

Corona-Pandemie - Experten: Weitere Studien zum Corona-Ursprung nötig. Doch es gibt keine abschließenden Ergebnisse. Nun fordern Fachleute eine Fortsetzung der Untersuchung.

Genf - Bei der Suche nach dem Ursprung des Coronavirus muss dringend gehandelt werden. Darauf verweisen unabhängige Experten, die an einer ersten internationalen Untersuchung in China Anfang des Jahres beteiligt waren.

Die damalige Untersuchung im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sei als erster Schritt eines Prozesses gedacht gewesen, der aber zum Stillstand gekommen sei, kritisieren die elf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Zeitschrift Nature. Sie fordern erneut eine Fortsetzung der Untersuchung (Phase-2). Darunter ist Fabian Leendertz vom Robert-Koch-Institut in Berlin.

Das Fenster, in dem es noch möglich sei, frühe Spuren des Virus in Menschen und Tieren in China und anderswo zu finden, schließe sich rapide. Antikörper, die Hinweise geben könnten, schwinden bei Infizierten mit der Zeit , schreiben die Autoren. Sie halten eine Übertragung vom Tier auf den Menschen, vermutlich über einen Zwischenwirt, am wahrscheinlichsten. Experten glauben, dass das Virus auf Wildtier-Farmen auf den Menschen übergegangen sein könnte. Viele davon seien mittlerweile geschlossen und die Tiere getötet worden, heißt es in dem Nature-Beitrag. Auf diesen Farmen hätten chinesischen Angaben zufolge 2016 vermutlich 14 Millionen Menschen gearbeitet.

Um die Untersuchung zum Ursprung des Virus gibt es seit Monaten Streit. China hat die Reise des internationalen Expertenteams, das seine Untersuchung zusammen mit chinesischen Wissenschaftlern durchführte, monatelang hinausgezögert. China verweigert ausländischen Experten zudem bislang Originaldaten über 174 frühe Patienten, die mit dem damals neuartigen Virus infiziert waren. Die ausländischen Experten haben weitere Studien in China empfohlen, was Peking bislang zurückweist.

Die USA und andere Länder kritisierten, dass die These eines Laborunfalls, bei dem das Virus in der chinesischen Stadt Wuhan entwichen sein könnte, auf Druck Chinas vernachlässigt worden sei. Die Wissenschaftler betonen in ihrem Beitrag in der Zeitschrift Nature erneut, dass sie die These nicht für ausgeschlossen halten. «Wir haben öffentlich darum gebeten, Informationen, die die Hypothese eines Laborlecks untermauern, zu veröffentlichen und der WHO zur Verfügung zu stellen. Das ist bislang nicht geschehen», schreiben sie. Die US-Regierung will in Kürze eigene Erkenntnisse dazu vorlegen.

China wirft den USA vor, die Ursprungssuche zu politisieren. «Wir rufen die einschlägigen Stellen dazu auf, aufzuhören, die Sache der Ursprungssuche zu politisieren, die Angelegenheit zu nutzen, um andere zu Sündenböcken zu machen und sich eigener Verantwortung zu entziehen», sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums in Peking Mitte Juli. Das behindere die internationale Kooperation. Fast 50 Länder sähen das genauso, wie sie in Briefen an die WHO geschrieben hätten.

«Die Gemüter haben sich in den vergangenen Woche eindeutig erhitzt», sagte der WHO-Nothilfe-Koordinator Mike Ryan vergangene Woche. «Wir müssen die Politik hier raushalten.» Die WHO will einen Ausschuss einsetzen, der künftig routinemäßig Virusursprünge untersuchen soll. Das sei zu begrüßen, schrieben die Autoren in Nature, würde aber im Fall von Sars-CoV-2 viel zu lange dauern.

© dpa-infocom, dpa:210825-99-960574/2

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Pandemiebekämpfung - OECD: Anziehende Weltwirtschaft vom Impffortschritt abhängig. Parallel erholt sich die Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahr. Internationale Zusammenarbeit beim Impfen sei für die Pandemiebekämpfung unerlässlich, so die OECD. (Wirtschaft, 21.09.2021 - 13:52) weiterlesen...

Arbeitsmarkt - Studie: Corona hat Solo-Selbstständige hart getroffen. Zudem sei auch die soziale Absicherung, insbesondere der Solo-Selbstständigen, nicht gewährleistet, so eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung. Wer selbstständig ist, hat infolge der Pandemie oft besonders wenig Einkommen erzielt. (Wirtschaft, 21.09.2021 - 12:05) weiterlesen...

Kriminalität - Tankstellen-Kassierer wegen Corona-Maske erschossen. Motiv: Streit um das Tragen einer Corona-Maske. Der Mann sitzt in U-Haft. Ein 49-Jähriger soll einen 20-jährigen Tankstellen-Kassierer erschossen haben. (Politik, 20.09.2021 - 18:52) weiterlesen...

Pandemie-Politik - USA heben Corona-Reisestopp für Geimpfte auf. Sie plagte auch die Geschäftswelt und den Tourismus. Bald sollen zumindest Geimpfte wieder einreisen können. Die Einreisesperre in die USA trennte bislang nicht nur Familien und Freunde. (Politik, 20.09.2021 - 17:24) weiterlesen...

Pandemie - USA heben Corona-Reisestopp für Geimpfte auf. EU-Bürger können seitdem weitestgehend nicht mehr in die USA reisen. Nun soll damit Schluss sein. Anfang 2020 verhängte Ex-Präsident Donald Trump einen Einreisestopp. (Politik, 20.09.2021 - 17:08) weiterlesen...

USA heben Corona-Reisestopp für Geimpfte auf. Das gab die US-Regierung am Montag bekannt. Der weitgehende Einreisestopp war Anfang 2020 zu Beginn der Pandemie vom damaligen US-Präsidenten Donald Trump verhängt worden. Washington - Die USA werden die Einreisebeschränkungen für Menschen aufheben, die gegen das Coronavirus geimpft sind. (Politik, 20.09.2021 - 16:58) weiterlesen...