Office 2019 Mac: Ab 13. Juli nur noch Lesemodus möglich
04.06.2026 - 03:30:00 | boerse-global.deJuli 2026 können sie keine Dokumente mehr erstellen, bearbeiten oder speichern. Grund ist ein auslaufendes digitales Zertifikat, das Microsoft für die ältere Version nicht verlängert hat.
Abgeschaltet: Word, Excel und Co. nur noch zum Lesen
Ab Mitte Juli schalten die betroffenen Anwendungen — Word, Excel, PowerPoint, Outlook und OneNote — in den sogenannten „reduzierten Funktionsmodus" um. Öffnen, Anzeigen und Drucken bestehender Dateien bleibt möglich, doch sämtliche Bearbeitungs- und Erstellungswerkzeuge werden deaktiviert. Auch eine Neuinstallation der Software hilft nicht weiter.
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Der offizielle Support für Office 2019 für Mac endete bereits am 10. Oktober 2023. Microsoft stellt daher kein Update mehr bereit, das ein neues digitales Zertifikat einspielen würde. Während der Konzern die Zertifikate für neuere Produkte erneuerte, ist der Fix ausschließlich in Version 16.83 oder höher für Mac sowie Version 2.93 für iOS verfügbar.
Alte Hardware abgehängt: iPhone 8 und Macs vor 2015 betroffen
Die Einschränkung trifft auch Nutzer von Office 2021 und Microsoft 365 — sofern sie auf älterer Apple-Hardware arbeiten. Für volle Funktionalität müssen Geräte mindestens macOS 12 Monterey oder iOS 17 unterstützen.
Das bedeutet: Macs, die vor 2015 gebaut wurden, sowie das iPhone 8 und das iPhone X können nicht auf die erforderlichen Betriebssysteme aktualisieren. Besitzer kompatibler Hardware können die Sperre durch ein Update umgehen, stehen aber vor einem zweiten Termin: Der Support für Office 2021 endet bereits am 13. Oktober 2026.
Nutzer von Office auf Windows und Android sind von diesem Zertifikatsablauf nicht betroffen.
„Geplante Obsoleszenz": Kritik an Microsofts Strategie
Verbraucherschützer reagieren verärgert und werfen Microsoft „geplante Obsoleszenz" vor. Der Funktionsverlust sei eine geschäftliche Entscheidung, kein technischer Zwang. Besonders brisant: Im Oktober 2023 hieß es in Microsoft-Dokumentationen noch, Office-2019-Apps würden auch nach Support-Ende weiter funktionieren. Im Mai 2026 entfernte der Konzern diese Passage und ersetzte sie durch den Hinweis, dass Daten nur noch über unterstützte Produkte zugänglich seien.
Kritiker sehen darin einen Bruch des Versprechens, das mit dem Kauf einer unbefristeten Lizenz — dem sogenannten „Perpetual License"-Modell — verbunden war.
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Alternativen: Was betroffene Nutzer jetzt tun können
Microsoft empfiehlt den Umstieg auf das Abo-Modell Microsoft 365 oder den Kauf der aktuellen Office-2024-Suite. Als Übergangslösung verweist der Konzern auf seine kostenlosen browserbasierten Web-Apps.
Wer Microsoft komplett meiden möchte, findet Alternativen: LibreOffice, OnlyOffice und Apples hauseigene iWork-Suite laufen auf vielen älteren Systemen und erlauben das Bearbeiten von Dateien ohne Hardware-Neukauf.
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