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Office 2019 für Mac: Ab 13. Juli nur noch Leseprogramm

04.06.2026 - 12:34:44 | boerse-global.de

Microsoft beendet die Bearbeitungsfunktion von Office 2019 auf Macs. Ein ablaufendes Zertifikat macht die Software zum reinen Leseprogramm.

Office 2019 für Mac: Ab 13. Juli nur noch Leseprogramm - Bild: über boerse-global.de
Office 2019 für Mac: Ab 13. Juli nur noch Leseprogramm - Bild: über boerse-global.de

Ab dem 13. Juli 2026 werden Word, Excel und Co. auf vielen Apple-Geräten zu reinen Leseprogrammen.

Der Software-Riese zieht die Daumenschrauben an: Millionen Nutzer von Office 2019 für Mac müssen sich darauf einstellen, dass ihre Produktivitätssuite ab Mitte Juli nur noch eingeschränkt funktioniert. Statt Dokumente zu bearbeiten, können sie diese dann lediglich öffnen und ausdrucken – das Erstellen, Speichern oder Bearbeiten von Dateien wird unmöglich.

Ablaufendes Zertifikat als Auslöser

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Der Grund für den Funktionsverlust ist technischer Natur: Ein digitales Zertifikat, das für den vollen Betrieb der Software notwendig ist, läuft aus. Microsoft hat dieses Zertifikat zwar erneuert, stellt das benötigte Update für Office 2019 für Mac jedoch nicht zur Verfügung. Der Support für diese Version endete bereits am 10. Oktober 2023, und der Konzern macht klar: Es wird keine weiteren Aktualisierungen geben.

Beobachter der Branche sehen darin einen fragwürdigen Präzedenzfall. Kritiker sprechen von erzwungener Obsoleszenz – schließlich handelt es sich bei Office 2019 um ein Produkt mit dauerhafter Lizenz, das eigentlich unbegrenzt nutzbar sein sollte. Microsoft soll zudem frühere Zusicherungen aus seiner Support-Dokumentation entfernt haben, wonach die Anwendungen auf unbestimmte Zeit funktionieren würden.

Update-Pflicht für Office 2021 und Microsoft 365

Doch auch Nutzer von Office 2021 für Mac sowie Abonnenten von Microsoft 365 bleiben nicht verschont. Zwar können sie ihre Software weiterhin nutzen – aber nur, wenn sie rechtzeitig handeln. Wer nach dem 13. Juli 2026 Dokumente bearbeiten möchte, muss mindestens Build 16.83 auf macOS beziehungsweise Build 2.93 auf iOS installieren.

Die Hürde: Diese Updates setzen bestimmte Betriebssystemversionen voraus. Auf Apple-Computern ist macOS 12 Monterey Pflicht, auf iPhones und iPads iOS 17. Das bedeutet: Ältere Geräte wie das iPhone 8, das iPhone X oder Mac-Modelle aus der Zeit vor 2015 fliegen raus – sie unterstützen die erforderlichen Systeme nicht mehr.

Ein weiterer Paukenschlag: Office 2021 nähert sich ebenfalls dem Ende seiner Lebensdauer. Der offizielle Support endet bereits am 13. Oktober 2026 – nur drei Monate nach dem Stichtag für das Zertifikats-Update.

Alternativen für betroffene Nutzer

Microsoft hat eine Reihe von Auswegen parat – die jedoch meist mit zusätzlichen Kosten verbunden sind. Der Konzern verweist auf seine kostenlosen Web-Apps unter microsoft365.com als primäre Lösung. Wer lokale Bearbeitung bevorzugt, kann auf ein Microsoft-365-Abonnement umsteigen oder die Einmallizenz für Office 2024 erwerben.

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Für Sparfüchse gibt es auch Drittanbieter-Lösungen: Apples eigene iWork-Suite (Pages, Numbers, Keynote) oder das quelloffene LibreOffice bieten grundlegende Funktionen ohne Lizenzgebühren.

Parallelen zur Windows-Welt

Die Einschränkungen auf Apple-Plattformen sind nicht der einzige Lebenszyklus-Einschnitt, den Microsoft derzeit durchsetzt. Im Windows-Ökosystem läuft eine ähnliche Entwicklung: Microsoft-365-Apps auf Windows 10 erhalten zwar noch bis zum 10. Oktober 2028 Sicherheitsupdates – obwohl der allgemeine Support für Windows 10 bereits am 14. Oktober 2025 endete. Allerdings werden Funktionsupdates für Office auf Windows 10 nach Version 2608 eingestellt. Der Konzern treibt damit weiterhin die Migration zu Windows 11 voran.

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