Tiere, Wissenschaftler

Obwohl das letzte männliche Exemplar des Nördlichen Breitmaulnashorns im Frühjahr gestorben ist, will ein Berliner Experte die Unterart retten.

03.12.2018 - 11:23:06

Wissenschaftler will Nördliches Breitmaulnashorn retten

Am 19. März war der Nashornbulle Sudan in einem Reservat in Kenia schwer krank eingeschläfert worden. "Für mich ist Sudan nicht tot", sagte Thomas Hildebrandt der Wochenzeitung "Die Zeit" (Jahresrückblicks-Ausgabe).

"Es wurden Hautproben entnommen nach seinem Tod, es gibt auch Sperma von ihm", sagte der Tierarzt und Forscher. "Und solange noch biologisches Material von Sudan da ist, ist er nach meiner Definition auch noch nicht tot." Hildebrandt, der am Leibniz-Institut die Abteilung für Reproduktionsmanagement leitet, plant Retortennashornbabys mit den Eizellen der beiden letzten lebenden Weibchen des Nördlichen Breitmaulnashorns und mit eingefrorenem Sperma zu erzeugen. Später will er dann aus Sudans Haut Stammzellen herstellen, um die genetische Vielfalt weiterer Nashornnachkommen zu vergrößern. In der Jahresrückblick-Ausgabe der "Zeit" äußert sich der Wissenschaftler zu seiner Motivation: "Ich finde es einfach nicht gerecht, dass diese Tierart von unserem Planeten verschwindet." Er verteidigte den großen Aufwand zur Rettung einer einzigen Unterart. "Das Nördliche Breitmaulnashorn hat nicht in der Evolution versagt, wir sehen hier keinen natürlichen Aussterbeprozess", sagte der Forscher. "Sein Horn ist einfach in Asien so begehrt und sein Körper nicht kugelfest."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Sie schossen mehr als 70 Mal .... Mindestens 74 Mal war auf der indonesischen Insel Sumatra mit einem Luftgewehr auf den Menschenaffen geschossen worden. Mittlerweile geht es dem «Hope» («Hoffnung») genannten Orang-Utan besser. Eine Röntgenaufnahme macht Gewehrkugeln im Körper eines weiblichen Orang-Utans sichtbar. (Media, 18.03.2019 - 17:20) weiterlesen...

Toter Wal mit 40 Kilogramm Plastik im Bauch gefunden. Der Cuvier-Schnabelwal habe unter anderem 16 Reissäcke aus Kunststoff, vier Säcke aus dem Bananenanbau und etliche Einkaufstüten verschluckt, berichteten Meeresbiologen in Davao. Der Wal ist bei weitem nicht das erste Meerestier, das an Plastikmüll verendet gefunden wurde. Ende vergangenen Jahres war an der Küste Indonesiens ein toter Pottwal mit knapp sechs Kilogramm Plastik im Magen angespült worden. Davao - Ein junger Wal mit rund 40 Kilogramm Plastikmüll im Magen ist verendet an der Küste der Philippinen entdeckt worden. (Politik, 18.03.2019 - 15:48) weiterlesen...

Universität von Sydney - Wohl weltälteste Spermien schwängern Schafe nach 50 Jahren. Das fanden Forscher in Australien heraus, die 56 Merinoschafe mit Sperma aus dem Jahr 1968 besamten. Sydney - Der eingefrorene Samen von Merinoschafböcken ist auch nach 50 Jahren noch nutzbar. (Wissenschaft, 17.03.2019 - 10:54) weiterlesen...

DLR-Studie: Windenergie für Insektensterben mitverantwortlich Windkraftanlagen könnten für einen Teil des Insektensterbens verantwortlich sein. (Wissenschaft, 17.03.2019 - 00:18) weiterlesen...

Niederländische Kommunen verbieten Luftballons. In 17 Prozent der Gemeinden gibt es ein Ballonverbot, wie aus einer Untersuchung der Umweltorganisation De Noordzee hervorgeht. Ein Jahr zuvor waren es noch 5 Prozent. 20 Prozent der niederländischen Kommunen rieten zudem dringend davon ab, Luftballons bei Feiern steigen zu lassen. Mehrere Parteien im niederländischen Parlament wollen sich für weitere Verbote einsetzen und äußerten sich besorgt über mögliche Schäden durch Ballonreste und Plastikmüll in der Nordsee. Den Haag - Immer mehr niederländische Kommunen verbieten es, Luftballons aufsteigen zu lassen. (Politik, 13.03.2019 - 16:00) weiterlesen...

Gefahr für Vögel und Fische - Niederländische Kommunen verbieten Luftballons. In 17 Prozent der Gemeinden gibt es ein Ballonverbot, wie aus einer Untersuchung der Umweltorganisation De Noordzee hervorgeht. Den Haag - Immer mehr niederländische Kommunen verbieten es, Luftballons aufsteigen zu lassen. (Wissenschaft, 13.03.2019 - 14:36) weiterlesen...