NFC-Angriffe: Kaspersky meldet 188-Prozent-Anstieg in vier Monaten
02.06.2026 - 05:30:14 | boerse-global.deApple veröffentlichte Anfang Juni die Updates iOS 26.5.1 und macOS Tahoe 26.5.1. Die Patches kommen kurz vor der für den 8. Juni geplanten Entwicklerkonferenz WWDC.
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Das iPhone-Update behebt ein Problem beim kabelgebundenen Laden mit fast leerem Akku. Betroffen sind neuere Modelle wie das iPhone Air und die iPhone-17-Serie.
Parallel dazu adressiert das macOS-Update einen Fehler bei Rechnern mit M5-Chips. Im Unternehmenseinsatz kam es bei Netzwerk-Erweiterungen zur Inhaltsfilterung zu Abstürzen beim Herunterfahren.
Google entdeckt Exploit-Kit für Krypto-Diebstahl
Die Google Threat Intelligence Group (GTIG) hat ein Exploit-Kit namens Coruna identifiziert. Es zielt gezielt auf iOS-Geräte ab. Die Kampagne läuft seit Dezember 2025 und verbreitet sich über gefälschte Finanzwebseiten.
Angreifer wollen Wiederherstellungsphrasen (Recovery Phrases) aus digitalen Geldbörsen wie Uniswap oder MetaMask stehlen. Das Kit nutzt 23 Schwachstellen in verschiedenen Angriffsketten. Betroffen sind ältere iOS-Versionen zwischen 13.0 und 17.2.1.
Google rät betroffenen Nutzern dringend zur Installation aktueller Sicherheits-Patches.
NFC-Angriffe explodieren um 188 Prozent
Kaspersky meldet einen drastischen Anstieg bei Angriffen über die NFC-Schnittstelle. Von Januar bis April 2026 stiegen die Attacken um 188 Prozent. Auch KI-gestützter Betrug nimmt zu.
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Einem Bericht des US-Kongresses zufolge belaufen sich die Schäden durch KI-gestützten Krypto-Betrug auf über 893 Millionen Euro.
In Europa gelang ein Schlag gegen die Cyberkriminalität. Die niederländische Polizei zerschlug Anfang Juni das Botnetz Asocks. Es missbrauchte weltweit rund 17 Millionen infizierte Geräte als Proxy-Server. Die Steuerung erfolgte über 200 Server in den Niederlanden.
Google startet neuen Schutz gegen Identitätsdiebstahl
Ende Mai begann Google mit dem Rollout der Device Bound Session Credentials (DBSC) für Chrome. Das Verfahren bindet Sitzungs-Cookies kryptografisch an den Sicherheitschip des Endgeräts – TPM unter Windows oder Secure Enclave unter macOS.
Der Anteil von Schadsoftware-Infektionen, die Unternehmenszugänge betreffen, stieg Ende 2025 auf 14 Prozent. Marktforscher erwarten einen Anstieg auf 20 Prozent bis zum dritten Quartal 2026.
Die Zeitspanne zwischen Bekanntwerden einer Sicherheitslücke und deren aktiver Ausnutzung beträgt oft weniger als zehn Stunden. Unternehmen benötigen für Patches derzeit durchschnittlich 43 Tage. Ein gefährliches Missverhältnis.
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