NFC-Angriffe, Monaten

NFC-Angriffe: +188 Prozent in vier Monaten – Google reagiert mit Update

02.06.2026 - 19:50:54 | boerse-global.de

Google veröffentlicht neue Diebstahlschutz-Funktionen für Android. Parallel steigen NFC-Angriffe um 188 Prozent.

NFC-Angriffe: +188 Prozent in vier Monaten – Google reagiert mit Update - Bild: über boerse-global.de
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Parallel dazu bringt Google neue Sicherheitsfunktionen für Android.

Axt, Schreckschusswaffe, Messer: Die Serie der Gewalttaten

In Rostock-Lütten Klein versuchte eine dreiköpfige Jugendgruppe ein Handy zu rauben – mit einer Axt. Nur eine Zeugin verhinderte den Überfall. Die Täter flohen ohne Beute.

In Böblingen griff eine Bande ihr Opfer mit einer Schreckschusswaffe an. Neben Schüssen gab es auch Schläge, bevor die Täter Handtasche und Smartphone stahlen. In Amstetten nahm die Polizei einen Jugendlichen fest, der bei einem Raub ein Messer bei sich trug.

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Vor dem Landgericht Hamburg startete Anfang Juni ein Prozess gegen zwei Männer. Ihnen wird vorgeworfen, im Januar 2026 ein Paar verfolgt zu haben, um ein Smartphone zu stehlen. Ein Opfer wurde durch einen Messerangriff lebensgefährlich verletzt.

Googles Antwort: Neue Schutzfunktionen für Android

Google reagiert auf die Diebstahlswelle. Das System-Update vom Mai 2026 bringt gleich mehrere Schutzmechanismen. Eine Diebstahlerkennungssperre aktiviert sich bei ruckartigen Bewegungen. Eine Offline-Gerätesperre schützt das Gerät, wenn der Dieb das Netz trennt. Zudem können Nutzer ihr Handy über ein Webportal fern sperren.

Das Sicherheitsupdate für Juni 2026 schließt zudem 15 kritische Sicherheitslücken im Betriebssystem.

NFC-Angriffe explodieren: 188 Prozent mehr Attacken

Die physische Gewalt nimmt zu – und die digitale Bedrohung ebenfalls. Daten von Kaspersky zeigen: Angriffe über die Nahfeldkommunikation (NFC) stiegen in den ersten vier Monaten 2026 um 188 Prozent.

Im Visier der Hacker: Banking-Trojaner wie „OverlayPhantom“. Die Schadsoftware zielt auf über 180 verschiedene Finanz-Apps ab.

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Auch Messenger-Betrug bleibt ein Milliardengeschäft. Der durchschnittliche Schaden pro Fall liegt bei rund 1.180 Euro. Die Täter arbeiten schnell: In 44 Prozent der Fälle entstand der finanzielle Schaden innerhalb von nur 30 Minuten nach der ersten Kontaktaufnahme.

Handy als Beweismittel: Ermittler nutzen Smartphone-Daten

Smartphones sind nicht nur Beute – sie sind auch zentrale Beweismittel. Belgische Ermittler fanden auf den Handys festgenommener Verdächtiger Fotos aus dem Inneren des Pariser Louvre. Die Aufnahmen stehen im Zusammenhang mit dem Kunstraub vom Oktober 2025.

In Deutschland sorgt derweil eine andere Methode für Diskussionen. Das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern soll auf Standortdaten aus der Werbeindustrie zurückgegriffen haben, um Tatverdächtige zu orten. Datenschutzbeauftragte prüfen derzeit die Rechtmäßigkeit dieser Praxis.

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