Raumfahrt, Dmitri Rogosin

Moskau - Die Raumfahrer Alexej Owtschinin und Nick Hague sollen nach ihrem Fehlstart in einem zweiten Anlauf im Frühjahr 2019 zur Internationalen Raumstation ISS starten.

12.10.2018 - 10:44:06

Teil der Rakete gefunden - Raumfahrer sollen im Frühjahr erneut zur ISS fliegen

«Die Jungs werden auf alle Fälle fliegen», schrieb der Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Dmitri Rogosin, auf Twitter. Die Raumfahrer hatten sich am Donnerstag mit einer Notlandung retten müssen, weil ihre Sojus-Trägerrakete kurz nach dem Start vom Weltraumbahnhof Baikonur versagte. Sie kehrten am Freitag nach Moskau zurück.

Bemannte Starts mit den Sojus-Raketen sind aber vorerst ausgesetzt, bis die Unfallursache geklärt ist. Der Ausfall bringt das komplizierte System der Crew-Wechsel auf der ISS durcheinander, die beteiligten Raumfahrtagenturen können die Auswirkungen aber noch nicht genau abschätzen. Auch am Flugplan des deutschen Astronauten Alexander Gerst, des derzeitigen ISS-Kommandanten, könnte es Veränderungen geben.

Indessen haben Suchmannschaften ein abgestürztes Trümmerteil in der Steppe von Kasachstan gefunden. Der Absturz habe niemanden verletzt, sagte ein Vertreter des kasachischen Zivilschutzes in der Hauptstadt Astana. Der Fundort liege 40 Kilometer von der Stadt Dscheskasgan entfernt. In der Nähe der Stadt war am Donnerstag auch die bemannte Kapsel mit Owtschinin und Hague sicher notgelandet.

Ihre Rakete entwickelte kurz nach dem Start Probleme und zerlegte sich in ihre Einzelteile. Eine Roskosmos-Kommission sucht nach der Ursache des ersten derartigen Unfalls seit 1975.

@ dpa.de

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