Raumfahrt, Tourismus

Millionen auf dem Konto und keine Idee, wohin damit? Auf Abenteuerlustige mit schwerem Geldbeutel haben es Anbieter für Ausflüge ins All abgesehen.

04.01.2022 - 06:12:09

Raumfahrt - Klimawandel, na und? Das Geschäft mit dem Weltraum-Tourismus. Raumfahrt-Nationen mischen ebenso mit wie Privatfirmen.

Von vielen Seiten kommt scharfe Kritik am Weltraum-Tourismus, etwa von Umweltschützern, Politikern und Prominenten: Es sei ein Geschäft von Reichen und für Reiche, das weitgehend ohne wissenschaftliche, dem Wohl der Menschheit dienende Forschungsinteressen und ohne Rücksicht auf das Klima vorangetrieben werde, heißt es. Bei den Raketenstarts werden Unmengen an Treibstoff benötigt, auch der Material- und Logistikbedarf ist immens, die Pro-Kopf-Klima-Bilanz für All-Touristen entsprechend verheerend.

Bei Astronauten und Kosmonauten nationaler Raumfahrtbehörden kam Kritik auf, weil sich Weltraum-Touristen gerne mal als Astronaut bezeichnen, selbst wenn sie nur einige Minuten staunend im All verbrachten. Die US-Luftfahrtbehörde FAA beendete aufgrund der Zunahme der Zahl an Weltraum-Touristen zum Jahresende ein Programm, bei dem jeder, der im All war, eine begehrte Flügel-Brosche bekam. «Das 2004 ins Leben gerufene Astronauten-Flügel-Programm hat seinen ursprünglichen Zweck erfüllt, dieser Herausforderung mehr Aufmerksamkeit zu bringen», sagt FAA-Chef Wayne Monteith. Anstelle dessen würden ins All geflogene Menschen nun nur noch im Internet aufgelistet.

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