Microsoft-Ausfall, Teams

Microsoft-Ausfall behoben: Teams, OneDrive und Office wieder online

03.06.2026 - 16:18:41 | boerse-global.de
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Microsoft behebt globale Ausfälle bei Teams und OneDrive und kündigt strengere Authentifizierungsregeln für Passwort-Zurücksetzungen an.

Gleichzeitig kündigt der Software-Riese strengere Authentifizierungsregeln an und entschärft seinen Konflikt mit Sicherheitsforschern.

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Massive Störung bei Teams, OneDrive und Office

Am 3. Juni 2026 bestätigte Microsoft die Behebung eines globalen Ausfalls, der den Dateizugriff in Teams, OneDrive und Office fürs Web blockierte. Betroffen waren Unternehmen in Nordamerika, Europa und Asien. Die Ursache: Ein fehlerhaftes Update in Microsoft Entra ID (ehemals Azure Active Directory) zerstörte die Berechtigungsvalidierung für SharePoint und OneDrive. Die Ingenieure führten einen Rollback durch und verteilten den Fix über die globalen Rechenzentren.

Bereits am 1. Juni hatte Microsoft unter der Incident-Nummer MO1329446 Ermittlungen eingeleitet. Nutzer erhielten Fehlermeldungen, wonach Office-Online-Dienste nicht verfügbar seien – besonders betroffen: Excel und PowerPoint fürs Web. Branchenexperten vermuten Konfigurationsfehler im Office-Online-Server oder im Azure Front Door als Auslöser.

Parallel dazu kämpfte Microsoft mit einem separaten Problem bei Exchange Online. Seit dem 2. Juni (Incident EX1331830) kam es zu E-Mail-Verzögerungen und -Ausfällen in Nordamerika, Deutschland und später im asiatisch-pazifischen Raum. Nutzer berichteten von SMTP-Fehlern und Zustellverzögerungen von über einer Stunde. Microsoft machte Mail-Warteschlangen und hohe Verbindungsraten verantwortlich.

Admin-Zugriff und Abrechnungsprobleme

Aktuelle Nutzerberichte aus dem Juni 2026 zeigen anhaltende Schwierigkeiten mit der Microsoft-365-Administration – besonders bei der Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA). In einem Fall verlor ein Geschäftskunde den Administratorzugriff auf seinen Mandanten, nachdem ein Mitarbeiter das Unternehmen verlassen hatte und ein anderer ein neues Mobilgerät erhielt – ohne die Authenticator-Einstellungen zu übertragen.

Die Folge: eine doppelte Abrechnung. Der Nutzer musste einen neuen Mandanten anlegen, während das ursprüngliche Abo eine gesperrte Kreditkarte weiter belastete. Microsoft-Support-Mitarbeiter rieten betroffenen Administratoren, das Data Protection Team zu kontaktieren, um MFA-Einstellungen zurückzusetzen und Abos manuell zu kündigen. Andere Nutzer berichten von gesperrten Konten durch hartnäckige Aufforderungen zur Aktualisierung von Zahlungsinformationen – selbst nach erfolgreicher Kartenprüfung.

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Keine Klagen mehr gegen Sicherheitsforscher

Am 1. Juni 2026 erklärte Microsoft, keine rechtlichen Schritte gegen Personen zu erwägen, die Sicherheitsforschung betreiben oder veröffentlichen. Diese Klarstellung folgt auf einen öffentlichen Streit mit dem Forscher Nightmare-Eclipse, der mehrere Windows-Zero-Day-Lücken veröffentlicht hatte. Microsoft hatte zuvor vor der Veröffentlichung solcher Schwachstellen gewarnt, zeigt sich nun aber versöhnlicher.

Strengere Regeln für Passwort-Zurücksetzungen

Ab dem 7. September 2026 verlangt Microsoft Entra ID vorregistrierte Authentifizierungsmethoden für alle selbstständigen Passwort-Zurücksetzungen. Zwar nutzen bereits rund 86 Prozent der Verifikationen registrierte Methoden – doch die neue Regelung unterbindet künftig die Verwendung allgemeiner Verzeichnisattribute wie Geschäfts- oder Mobiltelefonnummern, die nicht speziell für die Authentifizierung hinterlegt wurden.

Warnung für Apple-Nutzer

Microsoft hat zudem eine Warnung für Nutzer älterer Apple-Betriebssysteme herausgegeben. Ab dem 13. Juli 2026 laufen Microsoft-365-Dienste auf macOS-Versionen älter als 12 sowie iOS- und iPadOS-Versionen älter als 17 nur noch im eingeschränkten Funktionsmodus. Nutzer können dann keine Dokumente mehr erstellen, bearbeiten oder speichern – bis sie auf ein unterstütztes Betriebssystem aktualisieren.

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