Microsoft 365: Preiserhöhungen ab Juli – E3 kostet 39 Euro
02.06.2026 - 20:23:35 | boerse-global.deAb Juli 2026 werden viele Microsoft-365-Abonnements teurer. Gleichzeitig bringt der Konzern mit der „Frontier Suite“ ein neues Premium-Paket für KI-Entwickler.
Der Software-Riese justiert sein Lizenzmodell neu – und das hat für Unternehmen in Deutschland weitreichende Folgen. Ab dem 1. Juli 2026 steigen die Preise für zahlreiche Microsoft-365- und Office-365-Tarife. Betroffen sind sowohl Großkunden als auch kleine Betriebe.
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Die neuen Preise im Überblick
Die Anpassungen fallen je nach Lizenzstufe unterschiedlich aus. Microsoft 365 E3 verteuert sich um acht Prozent – von 36 auf 39 Euro pro Nutzer und Monat. Die E5-Version steigt um fünf Prozent auf 60 Euro. Noch deutlicher trifft es kleinere Unternehmen: Business Basic kostet künftig sieben Euro (plus 17 Prozent), Business Standard steigt um zwölf Prozent auf 14 Euro. Office 365 E3 wird 13 Prozent teurer und kostet dann 26 Euro.
Eine gute Nachricht gibt es für Bestandskunden: Business Premium bleibt stabil bei 22 Euro pro Nutzer und Monat. Wer bereits einen Vertrag hat, zahlt die alten Preise bis zur nächsten Verlängerung.
Die neue „Frontier Suite“ – KI zum Spitzenpreis
Parallel zu den Preiserhöhungen bringt Microsoft eine völlig neue Lizenzkategorie auf den Markt. Die Microsoft 365 E7 „Frontier Suite“ ist ab Juli für 99 Euro pro Nutzer und Monat erhältlich. Das Paket richtet sich an Unternehmen, die intensiv mit KI-Agenten arbeiten.
Im Bundle enthalten sind Microsoft 365 E5, Microsoft 365 Copilot, Microsoft Agent 365 und die Entra Suite. Wer die Komponenten einzeln kaufen würde, käme auf 117 Euro – die Suite spart also rund 15 Prozent. Branchenkenner sehen darin ein klares Signal: Microsoft will seine Großkunden gezielt in Richtung KI-gestützter Arbeitsabläufe führen.
GitHub Copilot: Abrechnung nach Verbrauch
Bereits seit dem 1. Juni 2026 gilt ein neues Abrechnungsmodell für GitHub Copilot. Statt einer Flatrate zahlen Entwickler nun nach Token-Verbrauch unter dem System „GitHub AI Credits“. Ein Credit kostet 0,01 Euro. Die monatlichen Grundpreise für Pro, Business und Enterprise bleiben zwar gleich, decken aber nur noch ein bestimmtes Kontingent ab.
Die Kosten können schnell explodieren: Während Code-Vervollständigungen weiterhin kostenlos und unbegrenzt sind, schlagen fortschrittliche KI-Modelle deutlich zu Buche. Der Multiplikator für Claude Opus 4.7 stieg von 7,5 auf 27, für GPT-5.4 von 1 auf 6. Ein Entwicklerteam berichtete, dass seine monatlichen Kosten von 500 auf über 5.290 Euro gestiegen sind.
Microsoft reagiert mit einem Übergangsguthaben: Business-Abonnenten erhalten 30 Euro pro Nutzer, Enterprise-Kunden 70 Euro – gültig bis August 2026.
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Neue Verwaltungstools für Power Platform
Administratoren bekommen mehr Kontrolle über ihre KI-Assistenten. Seit Anfang Juni bietet Microsoft eine neue Inventaransicht für die Power Platform. Sie zeigt auf einen Blick alle Agenten aus Copilot Studio und M365 Copilot Agent Builder sowie Apps und Workflows. Die Ansicht aktualisiert sich innerhalb von 15 Minuten und ist über das Power Platform Admin Center erreichbar.
Ebenfalls neu: ein Pay-as-you-go-Modell für SharePoint-Speicher. Eine weltweite öffentliche Vorschau startete Anfang Juni und läuft voraussichtlich bis zur Monatsmitte. Administratoren können Speicherspitzen künftig verbrauchsabhängig abrechnen, statt auf das bisherige Office-365-Zusatzspeicher-Abonnement angewiesen zu sein.
Wichtige Frist für Mac-Nutzer
Ein dringender Hinweis für alle, die noch mit Office 2019 für Mac arbeiten: Ab dem 13. Juli 2026 schaltet Microsoft die Software in einen abgespeckten Modus. Weil ein digitales Zertifikat abläuft, werden Word, Excel und PowerPoint zu reinen Leseanwendungen.
Dokumente lassen sich dann zwar noch öffnen, anzeigen und drucken – aber nicht mehr bearbeiten, speichern oder neu erstellen. Betroffen sind die Versionen für macOS, iPhone und iPad. Windows- und Android-Nutzer bleiben verschont. Microsoft empfiehlt betroffenen Anwendern den Umstieg auf die Web-Versionen, ein Microsoft-365-Abo oder den Kauf der Office-2024-Suite.
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