Messenger-Betrug, Euro

Messenger-Betrug: Deutsche verlieren 1.180 Euro – doppelt so viel wie weltweit

01.06.2026 - 23:30:40 | boerse-global.de

Verbraucherschützer warnen vor neuen Betrugsmaschen mit KI und gefälschten Rechnungen. Deutsche erleiden hohe Verluste bei Messenger-Angriffen.

Messenger-Betrug: Deutsche verlieren 1.180 Euro – doppelt so viel wie weltweit - Bild: über boerse-global.de
Messenger-Betrug: Deutsche verlieren 1.180 Euro – doppelt so viel wie weltweit - Bild: über boerse-global.de

Gefälschte Rundfunkgebühren, Messenger-Betrug und KI-Phishing: Zum Juni häufen sich die Betrugsversuche in Deutschland und Österreich. Die Täter werden immer professioneller.

Falsche Rechnungen für den Rundfunkbeitrag

Die Verbraucherzentrale NRW warnt vor einer neuen Betrugswelle. Betroffene erhalten Nachrichten mit einer Zahlungsaufforderung über 55,08 Euro. Die Täter verlangen eine sofortige Überweisung auf ein Konto bei einer spanischen Bank.

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„Der Zeitdruck ist ein kritisches Warnsignal“, sagt Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale NRW. Verbraucher sollten die Kontoverbindung prüfen und sich nicht zu übereilten Transaktionen drängen lassen.

Messenger-Betrug: Hohe Verluste in Rekordzeit

Eine aktuelle Studie von Kaspersky zeigt eine besorgniserregende Entwicklung. Deutsche Nutzer verlieren bei erfolgreichen Angriffen über WhatsApp & Co. im Durchschnitt 1.180 Euro. Das ist fast doppelt so viel wie der weltweite Durchschnitt.

Besonders alarmierend: 44 Prozent der erfolgreichen Angriffe führen innerhalb von weniger als 30 Minuten zu einem finanziellen Verlust. 74 Prozent der Betroffenen vermuten, dass die Täter KI einsetzen. Die häufigsten Einstiegskanäle sind neben WhatsApp auch klassische SMS und Facebook-Nachrichten.

Vorsicht vor gefälschten Fan-Trikots

Die Verbraucherzentrale Saarland warnt mit Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft vor betrügerischen Online-Shops. Sie locken mit deutlich günstigeren Preisen für Fan-Trikots – Originalware kostet rund 100 Euro.

Die Risiken: minderwertige Qualität, mögliche Schadstoffe in den Textilien und schlimmstenfalls gar keine Lieferung. Verbraucher sollten Herstellerangaben prüfen und den Fake-Shop-Finder nutzen. Im Betrugsfall hilft nur: SEPA-Lastschrift zurückbuchen und Anzeige erstatten.

Dass auch der Direktverkauf von Hardware riskant ist, zeigte ein Vorfall in Mainz am Wochenende. Eine Verkäuferin wurde beim Verkauf eines hochwertigen Smartphones mit Falschgeld – 50-Euro-Scheinen – geprellt.

KI-gestütztes Phishing: Angreifer rüsten auf

Sicherheitsforscher von Push Security warnen vor einer neuen Masche: Kriminelle manipulieren eine Teilfunktion von ChatGPT. Über Google-Anzeigen locken sie Nutzer auf eine vermeintliche Störungsmeldung. Ein dort angebotener Download-Link installiert Schadsoftware auf Windows- oder macOS-Systemen.

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Die Plattform Watchlist Internet warnt zudem vor Phishing-SMS im Namen der Pensionsversicherungsanstalt (PVA). Unter dem Vorwand einer Datenaktualisierung werden Empfänger auf Phishing-Seiten gelotst – Ziel sind die Bankdaten.

Branchenberichte von Economist Impact und Zscaler bestätigen den Trend: Angreifer nutzen zunehmend KI für personalisiertes Phishing. Die niederländische Polizei konnte zuletzt ein Botnetz mit über 17 Millionen kompromittierten Geräten in mehr als 160 Ländern zerschlagen. Auch Angriffe über NFC-Schnittstellen nehmen zu. Dennoch nutzen aktuell nur 32 Prozent der deutschen Anwender moderne Sicherheitsverfahren wie Passkeys.

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