Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Internet, Telekommunikation

Menlo Park - WhatsApp verschiebt die Einführung der neuen Datenschutzregeln nach Kritik und einer Abwanderung von Nutzern um gut drei Monate.

17.01.2021 - 23:58:14

Erst ab dem 15. Mai - WhatsApp schiebt Einführung der neuen Datenschutzregeln auf

Menlo Park - WhatsApp verschiebt die Einführung seiner neuen Datenschutzregeln nach Kritik und einer Abwanderung von Nutzern um mehr als drei Monate.

Bisher musste man bis zum 8. Februar den neuen Bedingungen zustimmen, um den zu Facebook gehörenden Chatdienst weiterhin nutzen zu können. Jetzt soll die neue Datenschutzrichtlinie erst vom 15. Mai an gelten, wie WhatsApp in einem Blogeintrag am Wochenende ankündigte. WhatsApp wolle die Zeit nutzen, um falsche Informationen und Missverständnisse rund um das Update auszuräumen.

Laut WhatsApp geht es bei den Änderungen vor allem darum, bessere Möglichkeiten für Kommunikation mit Unternehmen zu schaffen. An der sogenannten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, mit der Chat-Inhalte nur für die teilnehmenden Nutzer, aber nicht einmal für WhatsApp selbst im Klartext sichtbar sind, werde nicht gerüttelt. Es sei auch keine erweiterte Datenweiterleitung an Facebook vorgesehen. Außerhalb der EU fließen einige WhatsApp-Nutzerdaten an Facebook zu Werbezwecken oder zur Verbesserung von Produkten - allerdings bereits seit dem Jahr 2016.

Zugleich betonte WhatsApp selbst, dass der Nachrichtenaustausch mit Unternehmen anders gestaltet sei als mit Familie oder Freunden. «Wenn du mit einem Unternehmen über Telefon, E-Mail oder WhatsApp kommunizierst, kann es die Informationen aus diesen Interaktionen mit dir für eigene Marketingzwecke verwenden. Dies kann auch Werbung auf Facebook einschließen», hieß es in einer Erläuterung. Unternehmen haben auch die Möglichkeit, Hosting-Dienste von Facebook zu verwenden, um WhatsApp-Chats mit ihren Kunden zu verwalten, Fragen zu beantworten und Informationen wie Kaufbelege zu senden. Für diesen Fall werde es eine eindeutige Kennzeichnung geben.

WhatsApp ist mit mehr als zwei Milliarden Nutzern der weltweit erfolgreichste Chatdienst gefolgt vom Facebook Messenger (1,3 Milliarden). WeChat aus China kommt auf 1,2 Milliarden Nutzer - vor allem dank der starken Position im abgeschotteten Heimatmarkt.

In den vergangenen Wochen hatten WhatsApp-Rivalen wie Telegram, Signal oder Threema einen starken Zulauf gemeldet - weil Nutzer WhatsApp nach der Ankündigung der neuen Datenschutz-Richtlinie verließen.

Dass WhatsApp auch ein Kanal für die Kommunikation zwischen Unternehmen und ihren Kunden werden soll, ist schon seit einiger Zeit eine zentrale Idee dafür, wie Facebook schließlich Geld mit dem Chatdienst verdienen könnte. Das Online-Netzwerk hatte WhatsApp im Jahr 2014 für rund 22 Milliarden Dollar gekauft. Eine weitere Überlegung war Werbung im sogenannten Status-Bereich der App, in dem Nutzer für einen Tag Fotos für ihre Kontakte veröffentlichen können. Dies wurde aber auf Eis gelegt.

Die durch den Verkauf zu Milliardären gewordenen Gründer von WhatsApp, Jan Koum und Brian Acton, verließen Facebook vor einigen Jahren. Laut Medienberichten gab es Meinungsverschiedenheiten mit Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Acton ist ein zentraler Geldgeber für die Signal-App - deren Verschlüsselungstechnologie nutzt auch WhatsApp. Nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica schloss sich Acton Aufrufen an, Facebook zu verlassen.

Mark Zuckerberg stellte zugleich schon vor einiger Zeit den Plan vor, Facebook insgesamt verstärkt auf komplett verschlüsselte Kommunikation auszurichten. Auch sollen WhatsApp, der Facebook Messenger und die Chatfunktion von Instagram sich eine technische Plattform teilen. Aktuell fordern die US-Regierung und mehr als 40 Bundesstaaten eine Zerschlagung Facebooks mit einer Abspaltung von WhatsApp und Instagram. Eine gemeinsame technische Infrastruktur würde solche Vorhaben erschweren.

© dpa-infocom, dpa:210115-99-45184/5

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Ministerin will schärferes Gesetz. (nach Debatte durchgehend aktualisiert) Ministerin will schärferes Gesetz (Boerse, 26.02.2021 - 15:30) weiterlesen...

Deutsche Telekom will Tempo machen beim Glasfaserausbau. Hierbei setzt der Bonner Konzern auch auf Kooperationen - so verkündete das Unternehmen am Donnerstag eine Zusammenarbeit mit dem Regionalanbieter NetCologne. Beide Unternehmen wollen in den kommenden Jahren in das schnelle Datenübertragungsnetz investieren und sich gegenseitig Zugang verschaffen. Auf der Bilanz-Pressekonferenz an diesem Freitag (9.00 Uhr) will sich Telekom-Chef Tim Höttges zu den Glasfaserplänen für 2021 und die Zeit danach äußern. BONN - Beim Glasfaserausbau will die Deutsche Telekom in diesem Jahr deutlich vorankommen. (Boerse, 26.02.2021 - 05:48) weiterlesen...

Digitalverband - Berechnungen: 56 Millionen Smartphone-Nutzer in Deutschland. Und damit nimmt auch die Bedeutung des mobilen Geräts zu, denn die meisten können sich ein Leben ohne Smartphone gar nicht mehr vorstellen. Die Zahl der Smartphone-Nutzer in Deutschland wächst weiter. (Wissenschaft, 25.02.2021 - 11:48) weiterlesen...

Freenet mit schwachen Zahlen und enttäuschendem Ausblick - Aktie fällt BÜDELSDORF - Nach einem schwachen Schlussquartal im Corona-Jahr schaut der Telekommunikationsanbieter Freenet notierte Aktie gab deutlich nach. (Boerse, 25.02.2021 - 10:43) weiterlesen...

Freenet schaut trotz schwachem Schlussspurt optimistisch auf 2021. So will er ein operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 415 bis 435 Millionen Euro schaffen und einen freien Mittelzufluss in Höhe von 200 bis 220 Millionen Euro erreichen, wie der MDax -Konzern am Mittwoch nach Xetra-Schluss in Büdelsdorf mitteilte. 2020 hatte der Mobilfunk-Anbieter ohne eigenen Netz ein um regulatorische Effekte bereinigtes Ebitda von 425,9 Millionen Euro sowie einen Mittelzufluss ohne Sunrise-Beitrag von 201,3 Millionen Euro erzielt. HAMBURG - Trotz eines schwachen Schlussspurtes im Corona-Jahr schaut der Telekommunikationsanbieter Freenet vorsichtig optimistisch auf 2021. (Boerse, 24.02.2021 - 19:17) weiterlesen...

KORREKTUR: Freenet schaut trotz schwachem Schlussspurt optimistisch auf 2021 (Im ersten Absatz wurde im 3. Satz das Ebitda korrigiert: 445,9 rpt 445,9.) (Boerse, 24.02.2021 - 19:14) weiterlesen...