Raumfahrt, USA

Mehr als 40 Jahre ist der bislang letzte bemannte Raumflug zum Mond her - 2018 soll der nächste anstehen.

07.03.2017 - 13:20:05

Letzte Mond-Mission war 1972 - SpaceX plant 2018 eine Mondumrundung mit Weltraumtouristen. Zwei zivile Touristen will das Unternehmen SpaceX um den Mond herum fliegen. Für viel Geld.

Washington - Das private Raumfahrtunternehmen SpaceX will bereits im nächsten Jahr zwei zivile Weltraumtouristen um den Mond fliegen. Die beiden Kandidaten haben schon eine «bedeutende Anzahlung» geleistet und sollen im Laufe des Jahres mit dem Training beginnen, wie SpaceX mitteilte.

Die Namen der beiden Weltraumtouristen wurden nicht genannt. Mehrere Unternehmen haben bereits Touristen ins Weltall gebracht - eine Mondumrundung aber wurde mit Raumfahrt-Laien bisher nicht vorgenommen. Der bislang letzte bemannte Raumflug zum Mond war 1972 die «Apollo 17»-Mission der US-Raumfahrtbehörde Nasa.

«Wie die Apollo-Astronauten vor ihnen werden auch diese beiden Menschen mit den Hoffnungen und Träumen der Menschheit in den Weltraum reisen, angetrieben vom universellen Geist der Entdeckung», hieß es von SpaceX. Demnach gibt es schon Anfragen für weitere Touristenflüge.

Für den Flug solle das «Dragon»-Raumschiff genutzt werden. Mit ihm bringt das vom Technik-Pionier Elon Musk gegründete Unternehmen im Auftrag der Nasa bereits Nachschub und laut Plan demnächst auch Astronauten zur Internationalen Raumstation (ISS). Noch in diesem Jahr soll die für bemannte Transporte angepasste Version des Raumschiffs erstmals getestet werden, zunächst unbemannt.

Die Nasa gratulierte ihrem «Branchenpartner» per Mitteilung. Sie arbeite bei dem Vorhaben eng mit SpaceX zusammen. Man habe ein Interesse an einer starken US-Weltraumindustrie, um den Rücken für weite Weltraumflüge frei zu haben, die über den Mond hinaus gehen.

Ein deutscher Experte hält den SpaceX-Plan für durchaus realistisch, wenn auch nicht in dem vorgelegten Zeitrahmen. «Ob es 2018 soweit sein wird, würde ich eher kritisch einschätzen», sagte Martin Buscher vom Institut für Luft- und Raumfahrt der TU Berlin. Bei den finanziellen Möglichkeiten von Musk sei ein solcher Flug aber zeitnah möglich. «Wie alle Ziele von Musk ist es sehr hochgegriffen, sehr ambitioniert», sagte Buscher.

Der Raumfahrttechnik-Experte sieht Schwierigkeiten insbesondere darin, eine Rakete zu konstruieren, die es bis zum Mond schafft. «Es gibt Erfahrungen aus dem US-Mondprogramm.» Seitdem seien aber mehr als 40 Jahre vergangen. SpaceX will laut Mitteilung im Sommer erstmals die besonders starke Rakete «Falcon Heavy» testen. Auch das Training der Mondflug-Passagiere brauche Zeit, gab Buscher zu bedenken.

Der Mond ist schon seit einiger Zeit wieder in den Fokus von Raumfahrtagenturen gerückt. Buscher erklärt sich das auch damit, dass die staatlichen Institutionen nicht in der dritten Reihe stehen wollen, wenn private Unternehmen zum Mond drängen. Zudem könnte eine Rolle spielen, dass die Zukunft der ISS nur bis 2024 gesichert ist und man nach neuen großen Projekten sucht.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Sternenstädtchen bei Moskau - «Astro-Alex» Gerst übt für zweiten ISS-Flug. Als erster Deutscher darf Alexander Gerst die Raumstation sogar kommandieren. Ein Besuch beim Training im Ausbildungszentrum, wo schon Raumfahrtlegende Gagarin übte. Deutschlands nächster Mann im All arbeitet hart, um sich auf seine zweite ISS-Mission vorzubereiten. (Wissenschaft, 22.01.2018 - 11:06) weiterlesen...

Deutscher Astronaut Gerst sieht kein Problem in US-Crew-Wechsel. «Ich kenne Serena Auñón-Chancellor seit vielen Jahren, sie ist ein tolles Crewmitglied.» Deswegen freue er sich, mit ihr zu fliegen, sagte Gerst am Rande eines Trainings im Sternenstädtchen bei Moskau. Gerst soll voraussichtlich Anfang Juni für gut fünf Monate zur Internationalen Raumstation ISS starten. Ursprünglich gehörte neben dem Russen Sergej Prokopjew auch die US-Astronautin Jeanette Epps zum Team. Auñón-Chancellor ersetzt sie. Swjosdny Gorodok - Der deutsche Astronaut Alexander Gerst sieht kein Problem im kurzfristigen Wechsel eines US-Teammitglieds für seinen geplanten Raumflug. (Politik, 22.01.2018 - 10:18) weiterlesen...

US-Astronautin drittes Crewmitglied von Alexander Gerst. Die 41-jährige US-Astronautin sei ursprünglich für eine spätere Mission eingeteilt gewesen und werde nun vorgezogen, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA in Washington mit. Gerst wird Anfang Juni für die Mission «Horizons» zur ISS starten und die Raumstation auch längere Zeit kommandieren. Mit dabei wird auch der russische frühere Kampfpilot Sergej Prokopjew sein. Washington - Wenn der deutsche Astronaut Alexander Gerst im Juni zu seinem zweiten Aufenthalt auf der internationalen Raumstation ISS aufbricht, wird als drittes Crewmitglied die Ärztin Serena Auñón-Chancellor mitfliegen. (Politik, 19.01.2018 - 10:30) weiterlesen...

Wettbewerbsfähigkeit bewiesen - Japanische Trägerrakete Epsilon-3 bringt Satelliten ins All. Zum Beweis seiner Wettbewerbsfähigkeit brachte die Hightechnation erneut erfolgreich einen kleinen Satelliten mit einer selbstentwickelten Trägerrakete ins All. Sie ist klein, intelligent und kostengünstig. Japan will im globalen Raketengeschäft kräftig mitmischen. (Wissenschaft, 18.01.2018 - 10:26) weiterlesen...

Spuren am Himmel Spuren im Himmel: Kondensstreifen sind nach dem Start der japanischen Trägerrakete Epsilon-3 am Himmel über Japan zu sehen. (Media, 18.01.2018 - 09:56) weiterlesen...

«Orion»-Missio - Esa-Vision: Astronauten auf Raumflügen jenseits der ISS. Für die Zukunft hofft Europas Raumfahrtagentur für ihre Astronauten auch auf Flüge, die weiter weg von der Erde führen. Der Deutsche Alexander Gerst fliegt in diesem Jahr zum zweiten Mal zur Raumstation ISS. (Wissenschaft, 17.01.2018 - 13:42) weiterlesen...