Kreatin, Alzheimer

Kreatin gegen Alzheimer: 30% weniger kognitiver Abbau in 12 Wochen

04.06.2026 - 01:05:30 | boerse-global.de

Aktuelle Forschung zeigt: Kognitives Training, Bewegung und Stressreduktion sind entscheidend für die geistige Gesundheit im Alter.

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Kognitives Training, Stressabbau und Bewegung – die Forschung liefert immer klarere Antworten, wie wir unsere geistige Fitness bis ins hohe Alter bewahren können. Gleich mehrere aktuelle Studien beleuchten die verschiedenen Faktoren, die unsere Denkfähigkeit beeinflussen.

Alltagstaugliches Training für den Kopf

Forscher der Université de Montréal haben im Juni 2026 untersucht, wie sich gezieltes kognitives Training im Alltag auswirkt. Die Ergebnisse sind konkret: Wer seine grauen Zellen fordert, verbessert nicht nur Gedächtnis und Aufmerksamkeit. Die Übungen zeigen sich auch beim Autofahren, beim Terminmanagement und in Gesprächen. Besonders ältere Menschen profitieren messbar davon.

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Wer seine geistige Fitness gezielt fördern möchte, findet in diesem Ratgeber 11 praktische Übungen, die Demenz vorbeugen und die Konzentration im Alltag nachhaltig stärken. Diese 11 Alltagsübungen halten Ihr Gehirn bis ins hohe Alter fit

Auch in Deutschland wächst das Angebot. Die hkk-Krankenkasse setzt auf Suchrätsel und geleitete Trainingseinheiten. In Regensburg plant der Seniorenbeirat für Mitte Juni ein spezielles Angebot, das geistige Fitness mit sozialem Austausch verbindet. Und das öffentliche Interesse ist groß: Eine TV-Produktion Anfang Juni widmet sich der Cleverness der Bevölkerung in einem groß angelegten Quiz-Format.

Stress killt den Überblick

Stress ist der Feind des Lernens – das zeigt eine aktuelle Studie der Universität Hamburg und der University of Texas. Veröffentlicht in der Fachzeitschrift Science Advances, untersuchten die Forscher mit 121 Probanden, wie akuter Stress die Gedächtnisbildung beeinflusst.

Das Ergebnis: Gestresste Teilnehmer konnten sich zwar an Einzelbilder erinnern. Aber sie hatten große Schwierigkeiten, diese in einen Gesamtzusammenhang einzuordnen. Der Hippocampus – unser Gedächtniszentrum – wurde unter Stress schwächer aktiviert. Interessant: Positive Reize litten stärker unter der Beeinträchtigung als negative Informationen.

Kreatin fürs Gehirn: Hoffnung mit Haken

Kann ein Nahrungsergänzungsmittel das Gehirn stärken? Eine Metaanalyse von 16 kontrollierten Studien mit 492 Teilnehmern untersuchte die Wirkung von Kreatin. Die Substanz überwindet die Blut-Hirn-Schranke und versorgt Nervenzellen mit Energie.

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Ob Kreuzworträtsel oder spezielle Wirkstoffe wirklich gegen geistigen Abbau helfen, ist oft umstritten – erfahren Sie hier, welche Methoden Experten zur Stärkung des Gedächtnisses tatsächlich empfehlen. Was Kreuzworträtsel und Nahrungsergänzungsmittel wirklich gegen Demenz bringen

Besonders vielversprechend: In der CABA-Studie mit 20 Alzheimer-Patienten führten täglich 20 Gramm Kreatin über acht Wochen zu einer signifikanten Verbesserung von Arbeitsgedächtnis und Aufmerksamkeit. Eine weitere placebokontrollierte Studie mit 240 Teilnehmern über zwölf Wochen berichtete von einem Rückgang des kognitiven Abbaus um 30 Prozent. Diese Ergebnisse müssen aber noch unabhängig bestätigt werden. Die EU-Kommission lehnte 2026 einen spezifischen Health Claim für Kreatin ab.

Nasenspray gegen Altersdemenz?

Einen anderen Ansatz verfolgen Forscher der Texas A&M University. Eine im Juni veröffentlichte Studie an Mäusen zeigt: Ein Nasenspray mit extrazellulären Vesikeln reduziert altersbedingte Entzündungen im Gehirn und stellt die Nervenzellfunktion wieder her. Ein Patent für die Technologie liegt bereits vor.

Bewegung ist der beste Schutz

In Deutschland leben rund 1,8 Millionen Demenzkranke. Nach Angaben des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) gilt über ein Drittel der Fälle als vermeidbar. Zu den Risikofaktoren zählen Depressionen, Schwerhörigkeit, niedriges Bildungsniveau, Übergewicht und Diabetes.

Ein aktueller Ratgeber von Harvard Health Publishing identifiziert die kardiorespiratorische Fitness als einen der wichtigsten Faktoren für Lebenserwartung und kognitive Gesundheit. Die Empfehlung: etwa 7.000 Schritte pro Tag plus eine Kombination aus Kraft-, Ausdauer- und Gleichgewichtstraining. Für Multivitaminpräparate oder Omega-3-Fettsäuren zur Lebensverlängerung liefert der Bericht hingegen keine Belege. Und Bewegung schützt auch das Gehör: Eine gute Durchblutung des Innenohrs senkt das Risiko für Hörprobleme im Alter.

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