Tiere, Buntes

Heiße Bäder sind für Körper und Seele eine Wohltat.

04.04.2018 - 11:38:05

Wie wir Menschen - Planschen zum Stressabbau - auch Affen hilft ein heißes Bad. Auch Japanische Schneeaffen begeben sich vor allem im Winter gerne ins heiße Naturbad. Wie gut ihnen das tut, haben japanische Forscher untersucht. Und Ähnlichkeiten zu uns Menschen entdeckt.

Tokio - Für gestresste Japaner gibt es nichts Erholsameres als ein heißes Bad im Onsen. Doch nicht nur sie lieben ihre von natürlichen heißen Quellen gespeisten Bäder.

Auch wilde Schneeaffen in Japans berühmtem Jigokudani-Affenpark gönnen sich besonders in den Wintermonaten unter den neugierigen Blicken von Touristen ein heißes Bad im Onsen. Das tun sie in erster Linie offenbar nicht, um sich aufzuwärmen, wie man meinen könnte.

Vielmehr scheint den Weibchen unter den japanischen Makaken das Onsen-Bad genau wie Menschen zu helfen, Stress in der kalten Witterung abzubauen. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler um Rafaela Takeshita von der japanischen Kyoto Universität. Dies wirke sich wahrscheinlich auch auf ihre Fortpflanzungs- und Überlebenschancen aus, erläutern die Forscher im Fachjournal «Primates» des Japan Monkey Centre.

Erstmals war im Jahr 1963 ein junges Makaken-Weibchen in einem Freiluft-Onsenbecken eines nahen Hotels beim Baden gesehen worden. Andere Affen-Damen machten es ihr nach, bis die Parkverwaltung aus Hygienegründen den Affen schließlich ein eigenes Becken widmete. Takeshita und ihre Kollegen studierten zwölf erwachsene Affenweibchen im Frühjahr, wenn sie Nachwuchs bekommen, und in der Paarungszeit im Winter. Dabei hielten sie fest, wie viel Zeit die Tiere im heißen Quellwasser verbringen und welche Affen am häufigsten badeten. Zudem sammelten sie während der extremen Kälte Kotproben und analysierten die Konzentration sogenannter Glucocorticoide. Diese Hormone werden durch Stress bei der Regulierung der Körpertemperatur beeinflusst.

Dominante Weibchen verbrachten dank ihres sozialen Status länger im heißen Wasser, waren allerdings auch öfter in aggressive Konflikte verwickelt. Das koste sie mehr Energie als andere Weibchen, erläutern die Forscher. Durch den Besuch des Onsenbeckens verringerte sich die Dosis an Stresshormonen bei ihnen, wie die Forscher herausfanden. «Das deutet darauf hin, dass - wie bei Menschen - die heiße Quelle eine stressreduzierende Wirkung bei Schneeaffen hat», erklärte Takeshita.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Alte Römer prägten die Zucht - Studie: Viele Hengste haben denselben Urahn Berlin/Potsdam - Er lebte wohl vor knapp 3000 Jahren: Von einem Hengst aus der Eisenzeit stammen einer neuen Studie zufolge nahezu alle heute lebenden Hengste ab. (Wissenschaft, 18.04.2018 - 21:54) weiterlesen...

Bestand verändert sich - Auch Springschwänzen wird die Arktis zu warm. Er bringt auch das Leben der Krabbeltiere auf Grönland durcheinander. Der Klimawandel macht nicht nur großen Tieren zu schaffen. (Wissenschaft, 18.04.2018 - 14:10) weiterlesen...

Jagen oder schützen? - Umweltexperten im Bundestag beraten über den Wolf. Fachpolitiker und Experten beraten über Anträge von AfD, Linken, FDP und Grünen. Berlin - Die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland beschäftigt heute den Umweltausschuss des Bundestags. (Politik, 18.04.2018 - 05:04) weiterlesen...

Extremer Klimawandel half - Dinosaurier breiteten sich nach Meteoriteneinschlag aus. Doch auch bei ihrer Ausbreitung spielte ein Meteorit schon eine große Rolle. Ein Meteoriten-Einschlag ließ die Dinosaurier vor 66 Millionen Jahren aussterben. (Wissenschaft, 17.04.2018 - 13:42) weiterlesen...

Tausende tote Pinguine an Neuseelands Küsten. Vermutet wird, dass die Tiere durch einen plötzlichen Anstieg der Wassertemperaturen ums Leben kamen. Der Pinguin-Experte Graeme Taylor verwies allerdings darauf, dass es solche Fälle alle paar Jahrzehnte gibt. Zuletzt sei in Neuseeland 1998 ein vergleichbares Massensterben bekannt geworden. Vermutet wird, dass der Tod der Pinguine mit Temperaturschwankungen durch die Klimaphänomene El Niño und La Niña zusammenhängt. Wellington - An Neuseelands Küsten sind seit Beginn des Jahres mehrere Tausend tote Zwergpinguine angeschwemmt worden. (Politik, 16.04.2018 - 14:16) weiterlesen...