Heilmittel-Kosten: GKV-Ausgaben springen auf 14,7 Mrd. Euro
09.06.2026 - 19:33:50 | boerse-global.de
Steigende Kosten, Fachkräftemangel und die digitale Transformation zwingen Kliniken und Leistungsträger zum Umdenken.
Um langwierige Reha-Aufenthalte zu vermeiden, setzen Experten verstärkt auf gezielte Prävention für zuhause. Der Orthopäde Prof. Dr. Wessinghage zeigt in diesem kostenlosen Ratgeber 17 einfache Übungen, die in nur 3 Minuten täglich Beschwerden vorbeugen und Muskeln aufbauen. 17 effektive Wunderübungen kostenlos anfordern
Fachtagung in Bad Driburg: Neue Strategien für die Zukunft
Im Juni 2026 trafen sich Experten im Reha-Zentrum Bad Driburg. Ihr Ziel: Konzepte für eine zukunftsfähige Rehabilitation entwickeln. Im Fokus standen das digitale Überleitungsmanagement und spezialisierte Reha-Formen.
Die Klinik Berlin der Deutschen Rentenversicherung Bund setzt mit ihren 288 Betten auf Orthopädie, Kardiologie und Diabetologie. Ein Programm für pflegende Angehörige verzeichnet bereits über 1.100 Nutzer.
Post-COVID-Rehabilitation und Präventionsangebote wie „rv-fit“ gewinnen an Bedeutung. Die Branche reagiert damit auf die laufende Krankenhausreform.
Heilmittel-Report 2026: Kosten explodieren
Die wirtschaftliche Entwicklung ist dramatisch. Der Heilmittel-Report 2026 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt: Die GKV-Ausgaben für Heilmittel stiegen von 6,1 Milliarden Euro (2015) auf 13,3 Milliarden Euro (2024).
Für Ende 2025 prognostizieren Experten 14,7 Milliarden Euro – ein Plus von 10,4 Prozent. Im ersten Quartal 2026 setzte sich der Trend mit 8,7 Prozent Wachstum fort.
Die Blankoverordnung treibt die Kosten. Seit 2024 ist sie bei Physiotherapie für Schulterbeschwerden möglich. Im vierten Quartal 2025 wurde jede zweite Verordnung so ausgestellt. Die Kosten pro Fall: 714 Euro statt 214 Euro bei Regelverordnungen. Physiotherapie macht mit 69,7 Prozent den größten Umsatzanteil aus.
Da die Kosten für professionelle Physiotherapie drastisch steigen, wird die eigenständige Gesundheitsvorsorge in den eigenen vier Wänden immer wichtiger. Erfahren Sie in diesem Gratis-Leitfaden eines renommierten Sportmediziners, wie Sie mit minimalem Aufwand und einfachen Mitteln Ihr persönliches Training effizient gestalten. Kostenlosen Ratgeber für das Heim-Training sichern
Infrastruktur: Neue Kliniken und Akademisierungsdebatte
Die stationäre Versorgung wandelt sich. In Nordrhein-Westfalen entsteht die LWL-Maßregelvollzugsklinik Rheine. Sie soll bis 2026 als forensische Fachklinik für suchtkranke Menschen mit 68 Plätzen öffnen.
In Hövelhof eröffnete im Juni 2026 eine Intensivpflegestation. Sie kann bis zu zehn Schwerstkranke versorgen – mit starkem Reha-Fokus.
Bei der Personalausstattung wird die BdDebatte schärfer. 82 Prozent der europäischen Länder verlangen einen Bachelor für Therapeuten. Deutschland nicht. Experten fordern eine Voll-Akademisierung.
Kurzfristige Engpässe sollen Förderprogramme überbrücken. Sachsen-Anhalt konnte die Zahl der Ausbildungsanfänger steigern. Ab 2027 kommt eine bundeseinheitliche, 18-monatige Pflegefachassistenzausbildung.
Digitale Verwaltung: FHIR-Integration gegen Bürokratie
Die Effizienz der Rehabilitation hängt an der Bürokratie. Kooperationen zwischen Klinikgruppen wie Korian und Dienstleistern wie dem Verbund Pflegehilfe zielen auf vollständig digitalisierte Aufnahmeprozesse.
FHIR-basierte Integrationen sollen Medienbrüche vermeiden. Ende-zu-Ende-verschlüsselte Systeme beschleunigen die Kommunikation zwischen Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen.
Digitalminister Karsten Wildberger forderte im Juni 2026 eine schnellere Staatsmodernisierung. Projekte wie die Deutschland-App und der Glasfaserausbau müssten schneller laufen – als Basis für eine vernetzte Gesundheitswirtschaft.
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