Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Gesundheit, Hamburg

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat den verbreiteten Eindruck zurückgewiesen, dass die Länder bei der Ministerpräsidentenkonferenz Mitte Oktober ein früheres und härteres Durchgreifen in der Coronakrise verhindert haben.

07.02.2021 - 17:45:45

Hamburg unterstellt Kanzleramt Legendenbildung

So hatte Kanzleramtsminister Braun bereits am nächsten Tag geäußert, dass die Beschlüsse wohl nicht ausreichten. "Da wird auch Legendenbildung betrieben", sagte Tschentscher der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montagsausgabe).

"Sehen Sie sich die Beschlussvorlage des Kanzleramtes vom 14. Oktober an. Das haben wir fast wortgleich so beschlossen", äußerte er. "Wir sind also der Vorlage des Kanzleramtes gefolgt. An manchen Stellen wurde natürlich diskutiert, ich habe mich an einzelnen Stellen auch für strengere Maßnahmen ausgesprochen, vielleicht haben einzelne Länder ihre Situation auch unterschätzt", fügte Tschentscher an. "Von einem härteren Lockdown war damals aber nicht die Rede, auch wenn später dieser Eindruck erweckt wurde." Tschentscher verteidigt auch den Föderalismus in der Coronakrise und kritisierte die Bundesregierung. "Die Erfahrung zeigt eher, dass die zentral organisierten Dinge schlechter und langsamer funktioniert haben", sagte er. "Die Zulassung der Schnelltests in Deutschland oder die Einführung einer zuverlässigen Quarantäneregelung bei Einreisen aus Risikogebieten - das hätte der Bund früher klären und umsetzen müssen", äußerte Tschentscher. Kritik äußerte Tschentscher auch mit Blick auf die Impfstoffversorgung. Der Impfgipfel habe Klarheit darüber gebracht, dass die Impfstoffversorgung in den nächsten Wochen sehr kritisch sei, sagte er. Und Ernüchterung, "weil deutlich geworden ist, dass jede einzelne Lieferzusage unter dem großem Vorbehalt steht, dass nichts mehr schief geht", fügte er an. "Jedes kleine Problem kann zu Verzögerungen führen: in der Zulieferung, in der Produktion, bei der behördlichen Freigabe der Chargen. Größere Impfstoffmengen können wir im ersten Quartal nicht mehr erwarten. Dafür waren die Bestellungen der EU einfach zu gering. Das heißt, wir haben in den nächsten Wochen beim Impfen vor allem Mangelverwaltung." Tschentscher wie auch darauf hin, dass es vom zweiten Quartal an einen neuen Flaschenhals bei der Impfstrategie geben könnte. "Im zweiten und dritten Quartal können wir mit mehr Impfstoff rechnen und müssen aufpassen, dass die Impfzentren dann nicht plötzlich überfordert sind", sagte Tschentscher. Deshalb sollte man jetzt schon prüfen, "ob und wann wir unsere Impfkapazitäten in den Ländern noch erhöhen müssen".

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Corona-Pandemie - RKI: Inzidenzanstieg vor allem bei Jüngeren Vor allem bei Jugendlichen und jüngeren Erwachsenen gibt es laut RKI einen Anstieg der Corona-Fälle. (Politik, 23.07.2021 - 16:00) weiterlesen...

Corona-Pandemie - Delta-Variante dominiert in großen Teilen Europas. Vor allem Jüngere seien betroffen, teilt die EU-Gesundheitsbehörde ECDC mit. In 19 von 28 EU-Ländern ist die Delta-Mutante vorherrschend. (Wissenschaft, 23.07.2021 - 15:36) weiterlesen...

Schleswig-Holstein entbindet geimpfte Schüler von Testpflicht Zehn Tage vor dem Ende der Sommerferien hat Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) Schulbeschäftigte sowie Schüler über 18 Jahre aufgefordert, sich impfen zu lassen. (Wissenschaft, 23.07.2021 - 05:02) weiterlesen...

Corona-Pandemie - RKI: Inzidenzanstieg vor allem bei 15- bis 34-Jährigen Junge Infizierte, niedrige Werte in den Krankenhäusern und die Delta-Variante, die weiter um sich greift: Das Robert Koch-Institut veröffentlicht viele Pandemie-Daten auf einen Schlag. (Politik, 23.07.2021 - 03:14) weiterlesen...

Impfdurchbrüche - Warum man trotz Impfung an Corona erkranken kann. Vor allem Pflegeheime kann es treffen. Vollständig geimpft - und trotzdem mit Corona infiziert: In Deutschland sind rund 5400 Fälle von sogenannten Impfdurchbrüchen registriert. (Wissenschaft, 22.07.2021 - 16:34) weiterlesen...

Online-Umfrage - Erwachsene allen Alters weniger glücklich im Lockdown. Unterschiede gibt es hingegen bei den Zukunftserwartungen. Der erste Lockdown 2020 hat sich auf die Zufriedenheit der Erwachsenen in Deutschland ausgewirkt - in jeder Altersgruppe. (Wissenschaft, 22.07.2021 - 11:58) weiterlesen...