Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Gesundheit, Krankheiten

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen geht nicht so weit herunter, wie von Politik und Wissenschaft gewünscht.

16.01.2021 - 10:02:10

Pharmazie-Professor warnt - Covid-19-Simulation: Lockdown bis Ende Januar reicht nicht. Ein Experte aus Saarbrücken mahnt eine weitere «Reduktion des Infektionsgeschehens» an und verweist auf seinen «Covid-Simulator».

Saarbrücken - Der von Politikern verfolgte Zielwert bei Corona-Neuinfektionen für ein Lockdown-Ende wird nach Berechnungen des Saarbrücker Pharmazie-Professors Thorsten Lehr Ende Januar wohl nicht erreicht.

«Die Chance ist extremst gering bis nicht vorhanden», sagte Lehr der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken. Er ging davon aus, dass die angestrebte Rate von 50 bei Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen frühestens Mitte Februar möglich sei. «Und das wäre eine optimistische Vorhersage.»

Der Professor für Klinische Pharmazie an der Universität des Saarlandes hat mit seinem Forscherteam einen «Covid-Simulator» entwickelt, der das Infektionsgeschehen in Deutschland berechnet und Prognosen liefert: für ganz Deutschland, die einzelnen Bundesländer bis hin auf Landkreisebene. Er kann auch online genutzt werden: In den vergangenen zwei Monaten wurde die Seite fast eine Million Mal aufgerufen, wie er sagte.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag am Freitag bundesweit laut Robert Koch-Institut bei 146. «Momentan ist eigentlich kein Absinken in Sicht», sagte Lehr. «Es stagniert vielmehr.» Wegen Nachmeldungen aufgrund der Feiertage gebe es immer noch gewisse Unklarheiten bei den Zahlen. Festzustellen sei aber, dass die derzeitigen Maßnahmen «nicht so greifen».

Dabei brauche es auch angesichts der neuen drohenden Virusvarianten, die durch Mutationen entstanden und hochansteckend sind, «dringend eine Reduktion des Infektionsgeschehens», sagte er. Die neuen Mutante zum Beispiel aus Großbritannien könnte den R-Wert sprunghaft um 0,5 nach oben schnellen lassen. «Dann würden viele Maßnahmen auf einen Schlag weggewischt. Und da zeigt sich dann: Je weiter wir unten sind, desto besser können wir die Ausbreitung bremsen.»

Lehr tritt für einen Wert von 25 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche ein, ab dem Lockerungen möglich werden könnten. Die Politik orientiert sich bisher an der Marke von 50.

Eine Rückkehr zum Schulalltag sieht Lehr kritisch. «In den Schulen finden Infektionen statt.» Viele Kinder durchliefen die Krankheit asymptomatisch. «Wir sehen an unseren Daten, dass Schulschließungen einen großen Effekt haben.» Das liege aber nicht nur daran, dass die Institution zumache, sondern auch weil der Weg dorthin in Bus, Bahn oder zu Fuß wegfalle.

© dpa-infocom, dpa:210116-99-47852/2

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Corona-Kurs der Regierung - Kritik an Gesundheitsminister Spahn wächst Erst war es die Opposition, dann auch die SPD, nun die CSU: Für Fehler in der Corona-Krise werden vor allem der Gesundheitsminister und sein Ressort verantwortlich gemacht. (Politik, 06.03.2021 - 15:58) weiterlesen...

Pandemie - Ticket-Käufe lassen Server von Kölner Museum zusammenbrechen Der Run auf Eintrittskarten ins coronabedingt wochenlang geschlossene Museum Ludwig war am Samstag so groß, dass zeitweise gar nichts mehr ging. (Unterhaltung, 06.03.2021 - 13:02) weiterlesen...

Corona - Erstes Großkonzert in Barcelona binnen Stunden ausverkauft. Eine in Barcelona für Ende März angekündigtes Popkonzert war zumindest schnell ausverkauft. Musikfans dürsten offenbar nach Live-Erlebnissen. (Unterhaltung, 06.03.2021 - 12:26) weiterlesen...

Corona-Pandemie - Weil schreibt Osterurlaub nicht ab. Andere Länderchefs äußerten sich weniger pessimistisch. Stephan Weil schließt sich diesen nun an. Was passiert mit dem Osterurlaub? Sachsens Ministerpräsident Kretschmer erteilte ihm bereits vor Wochen eine Absage. (Politik, 06.03.2021 - 09:44) weiterlesen...

RKI-Fallzahlen - 9557 Corona-Neuinfektionen und 300 neue Todesfälle. Die Inzidenz steigt an - wenn auch nur leicht. Im Vergleich zur Vorwoche stagnieren die Neuinfektionen auf dem selben Niveau. (Politik, 06.03.2021 - 06:28) weiterlesen...

Corona-Pandemie - Paraguay: Schwere Krawalle bei Demo gegen Regierung. Gesundheitsminister Julio Mazzoleni trat bereits zurück. Nun ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen. In Paraguay steht das Gesundheitswesen wegen der Corona-Pandemie vor dem Kollaps. (Politik, 06.03.2021 - 05:10) weiterlesen...