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Industrie, Forscher

Der geplante Rohstoffabbau in der pazifischen Tiefsee stößt auf Kritik.

20.11.2019 - 13:18:34

Forscher und Politiker warnen vor Tiefseebergbau

Die Verteilung der entsprechenden Lizenzen sei ein absurder Wettlauf, sagte die Grünen-Bundestagsabgeordnete Steffi Lemke der Wochenzeitung "Die Zeit". Zudem sei die Vergabe der Schürfrechte völlig intransparent.

"Abgeordnete werden nur bruchstu?ckhaft u?ber den Verlauf der Verhandlungen (...) informiert", so Lemke. Bisher sind 30 Lizenzen von der zuständigen Internationalen Meeresbodenbeho?rde (IMB) vergeben worden ? auch an Deutschland. Die Bundesregierung beteiligt sich mit zahlreichen Forschungsprojekten. Die in Jamaika ansässige IMB berechtigt mit ihren Lizenzen Staaten und Konzerne zum Abbau der gigantischen Rohstoffvorkommen auf dem Meeresgrund zwischen Mexiko und Hawaii. Die Stoffe, darunter Mangan, Kobalt, Kupfer oder Metalle der Seltenen Erden, werden etwa für den Bau von Elektroautos benötigt. Forscher warnen zudem vor den o?kologischen Folgen. Matthias Haeckel vom Geomar Helmholtz-Zentrum fu?r Ozeanforschung in Kiel hat die Auswirkungen eines möglichen Tiefseebergbaus erforscht. Seine Bilanz: "Wo man die Manganknollen abbaut, wird die komplette Flora zerstört." Er schätzt, dass es Jahrzehnte bis Hunderte Jahre dauern wird, bis sich die Tiefsee von den Schäden erholen wird.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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