Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Internet, Medien

Der Bund plant eine Novellierung des Jugendschutzgesetzes.

26.03.2020 - 15:50:05

Alterskennzeichnung im Netz - Medienanstalten: Jugendschutz auf Betriebssysteme ausweiten. Die Landesmedienanstalten finden, dass eine Alterskennzeichnung für Spiele und Filme im Internet nicht ausreicht und machen einen Vorschlag.

Berlin - Eine Alterskennzeichnung im Internet für Filme und Spiele zum Jugendschutz halten die Landesmedienanstalten für nicht ausreichend.

Eine solche Regelung ist in einem Entwurf des geplanten novellierten Jugendschutzgesetzes von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) aufgeführt. Der Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten, Wolfgang Kreißig, sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Da bin ich mir nicht sicher, ob der Ansatz der Alterskennzeichnung im Netz noch so gut trägt wie bei Trägermedien wie der CD oder DVD. Hier sind Mechanismen gefragt, die in Richtung Technik gehen.» Die Medienanstalten beaufsichtigen den privaten Rundfunk und Medieninhalte im Internet.

Kreißig nannte als gelungene Beispiele bereits von der Kommission für Jugendmedienschutz geprüfte Lösungen in sogenannten geschlossenen Systemen wie Spielkonsolen von Firmen, bei denen Eltern Voreinstellungen vornehmen können, um den Medienkonsum ihrer Kinder zu regulieren. Er sprach sich für eine Ausweitung entsprechender Vorgaben im bereits bestehenden Jugendmedienschutzstaatsvertrag aus. Dort werden bislang speziell Anbieter in die Pflicht genommen, mit technischen oder anderen Mitteln dafür Sorge zu tragen, dass Kinder keinen Zugang zu bestimmten Medieninhalten haben.

«Man könnte auch daran denken, dass Zugänge zum Netz wie Betriebssysteme so etwas vorhalten müssen. Das wäre in Kombination mit den bewährten Altersangaben deutlich wirksamer», betonte Kreißig. «Sie spielen dann eine zeitgemäße Rolle, indem sie technisch ausgelesen werden und nicht nur sichtbar sind.»

Google und Apple als Entwickler der beiden meistverbreiteten Smartphone-Betriebssysteme geben auf freiwilliger Basis Eltern bereits seit mehreren Jahren die Möglichkeit, die Nutzung der Geräte durch ihre Kinder einzuschränken. Sie können zum Beispiel die Verwendung einiger Apps sowie den Aufruf nicht jugendfreier Inhalte verhindern sowie die erlaubte Bildschirmzeit festlegen.

Eine Sprecherin des Bundesfamilienministeriums reagierte am Donnerstag so: Man begrüße, dass die Landesmedienanstalten vor dem Hintergrund des Gesetzentwurfs erste Ideen zur Verbesserung des Kinder- und Jugendmedienschutzes entwickelten. «Möglicherweise können die Vorschläge der Länder geeignet sein, das neue Jugendschutzgesetz des Bundes durch entsprechende Maßnahmen auf Landesebene zu ergänzen.»

Zugleich betonte das Ministerium zu Kreißigs Vorschlag: «Diese für die Novellierung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags der Länder in den kommenden Jahren vorgeschlagenen technischen Identifikations- und Filterlösungen dürften jedoch nur unter ausreichender Wahrung von Netzfreiheit, Datenschutz und europarechtlicher Vorgaben umgesetzt werden.»

@ dpa.de

Weitere Meldungen

VIRUS/Maas: Desinformation in Corona-Krise 'auch aus der russischen Sphäre'. Die EU müsse sich mit vorsätzlich und organisiert verbreiteten Desinformationen - "auch aus der russischen Sphäre" - auseinandersetzen, sagte der SPD-Politiker am Freitag nach einer Videoschalte mit seinen EU-Kollegen. BRÜSSEL - Fake-News-Kampagnen gegen die EU rund um das Coronavirus kommen nach Ansicht von Bundesaußenminister Heiko Maas auch aus Russland. (Boerse, 03.04.2020 - 16:19) weiterlesen...

Apple hebt 30-Prozent-Abgabe für einige Videodienste auf SEATTLE/CUPERTINO - Apple machte von der Möglichkeit Gebrauch und erlaubt Nutzern nun, Filme und Serien direkt in den Apps auf Apple-Geräten zu kaufen und zu mieten, ohne dafür den bisher nötigen Umweg über eine Website nehmen zu müssen. (Boerse, 02.04.2020 - 19:20) weiterlesen...

VIRUS: Google fördert Faktenchecker zu Covid-19 mit Millionen. Das Förderprogramm soll ein Volumen von über 6,3 Millionen US-Dollar (5,8 Mio. Euro) haben, teilte der Internetkonzern am Donnerstag in Mountain View mit. Ziel des Förderprogramms sei es, vorhandene Expertise breiter zu nutzen, Erfahrungen zu teilen und so insgesamt die Verbreitung falscher Informationen zu verringern. In Deutschland werde das Recherchezentrum "Correctiv" unterstützt, um ein Programm weiter auszubauen, mit dem es Bürgerinnen und Bürger im Kampf gegen Desinformation einbeziehen will. MOUNTAIN VIEW - Google will 20 Faktencheck-Organisationen weltweit finanziell unterstützen, die sich dem Kampf gegen Desinformation, insbesondere im Zusammenhang mit dem Coronavirus, verschrieben haben. (Boerse, 02.04.2020 - 16:04) weiterlesen...

Live-Streams - Wegen Corona: Viele Kirchenleute suchen Weg ins Netz. Viele probieren jetzt einen anderen Weg - mit Live-Streaming. Normalerweise sind solche Zulassungen mit längeren Verfahren verbunden - derzeit läuft es anders. Leere Kirchenbänke, Konzertsäle und Clubs - Abstand ist in den Zeiten des Coronavirus Pflicht. (Wissenschaft, 02.04.2020 - 14:56) weiterlesen...

'Bild' bekommt Rundfunklizenz für Livestream-Angebote. Die zuständige Kommission habe dem bundesweit verbreiteten, linearen Streaming-Angebot "Bild Digital Live TV" die Lizenz erteilt, teilten die Medienanstalten am Donnerstag in Berlin mit. Die Bild GmbH hatte demnach Ende Januar einen Zulassungsantrag gestellt. BERLIN - Die "Bild"-Zeitung des Axel-Springer-Konzerns bekommt für ihre digitalen Livestream-Angebote eine Rundfunklizenz. (Boerse, 02.04.2020 - 10:17) weiterlesen...

Videokonferenz-Dienst Zoom schließt Sicherheitslücken nach Kritik. Mehrere von Sicherheitsforschern aufgedeckte Sicherheitslücken seien gestopft worden, schrieb Firmenchef Eric Yuan in einem Blogeintrag am Donnerstag. Zudem entfernte Zoom die Funktion, die dem Organisator einer Videokonferenz erlaubte, zu kontrollieren, welche Teilnehmer die App im Vordergrund haben und welche sich mit anderen Dingen beschäftigen. SAN FRANCISCO - Der Videokonferenz-Dienst Zoom, dessen Nutzung in der Coronavirus-Krise explodierte, gelobt Besserung nach Kritik an seinen Datenschutz-Vorkehrungen. (Boerse, 02.04.2020 - 10:03) weiterlesen...