Bluthochdruck: Neuer PET-Tracer soll therapieresistente Fälle präziser erkennen
09.06.2026 - 14:31:50 | boerse-global.de
Der Tracer [??Ga]Ga-PentixaFor soll therapieresistente Bluthochdruck-Patienten präziser klassifizieren.
CXCR4-Bildgebung gegen therapieresistente Hypertonie
Bis zu zehn Prozent aller Bluthochdruck-Patienten leiden an primärem Aldosteronismus. Die Erkrankung führt häufig dazu, dass herkömmliche Medikamente nicht mehr wirken. Der neue Ansatz setzt auf die Darstellung des CXCR4-Rezeptors mittels PET/CT.
Anzeige: Bis zu zehn Prozent aller Bluthochdruck-Patienten leiden an primärem Aldosteronismus – oft unerkannt. Ein neuer PET-Tracer kann den CXCR4-Rezeptor sichtbar machen und so therapieresistente Fälle präzise identifizieren. Unser kostenloser Leitfaden erklärt, wie die Bildgebung funktioniert und für wen sie infrage kommt. Kostenlosen Leitfaden jetzt anfordern
Die multizentrische PANDA-Studie soll den Tracer nun klinisch validieren. Pentixapharm stuft das Verfahren als „First-in-Class“-Diagnostikum ein. Damit ließen sich Patienten mit primärem Aldosteronismus gezielter identifizieren – die Grundlage für personalisierte Behandlungen.
Start in der zweiten Jahreshälfte geplant
Rund 270 Patienten sollen an der Untersuchung teilnehmen. Der Start ist für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen. Die Markteinführung in den USA peilt das Unternehmen für 2030 an.
CEO Dr. Dirk Pleimes betont das Ziel eines raschen Studienstarts. Parallel sucht Pentixapharm nach Partnern für die weitere Kommerzialisierung.
Kapitalerhöhung zur Finanzierung
Für die klinische Phase und die Unternehmensentwicklung ist eine Bezugsrechtskapitalerhöhung von bis zu zehn Millionen Aktien geplant. Das Unternehmen erwartet einen Mitteleingang von mindestens 20 Millionen Euro.
Die Hauptaktionärin Eckert Wagniskapital hält rund 36 Prozent der Anteile und will ihre Bezugsrechte voll ausüben. Parallel läuft eine Bilanzkontrolle des Konzernabschlusses 2024 durch die BaFin – der Vorstand rechnet mit keinen wesentlichen Fehlern.
Weitere Fortschritte in der kardiovaskulären Bildgebung
Auch andere Forschungsgruppen arbeiten an neuen Verfahren. Forscher des Universitätsklinikums Würzburg präsentierten am 8. Juni 2026 Ergebnisse einer First-in-Human-Studie zum PET-Tracer [¹?F]Fluproxadin. Er stellt den Noradrenalin-Transporter (NET) hochauflösend dar – und damit das sympathische Nervensystem. Künftig könnte das Verfahren bei Herz- und Nervenerkrankungen helfen.
Parallel dazu erhielt das Unternehmen Anteris Technologies die Genehmigung der französischen Behörde ANSM für die globale PARADIGM-Pivot-Studie. In der randomisierten Untersuchung mit rund 1.000 Patienten wird ein neues Transkatheter-Herzklappensystem gegen bestehende Lösungen getestet.
Anzeige: Wenn herkömmliche Bluthochdruck-Medikamente nicht mehr wirken, steckt oft ein primärer Aldosteronismus dahinter. Mit dem neuen PET-Tracer [??Ga]Ga-PentixaFor lässt sich die Ursache gezielt aufspüren – die Basis für eine personalisierte Therapie. Unser Experteninterview zeigt, was die CXCR4-Diagnostik leistet. Experteninterview jetzt sichern
Genetik und personalisierte Therapie
Eine Analyse der DECLARE-TIMI 58-Studie in Nature Medicine (8. Juni 2026) zeigt: SGLT2-Hemmer wie Dapagliflozin senken das Risiko für Krankenhausaufenthalte wegen Herzschwäche bei Patienten mit bestimmten genetischen Risikofaktoren deutlich.
Die Entwicklungen unterstreichen den Trend zur personalisierten Medizin in der Kardiologie. Präzise Diagnostik und genetisch informierte Therapie wachsen zunehmend zusammen.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
