Autonomes, Fahren

Autonomes Fahren: Stufe-4-Robotaxis kommen noch 2026 in Dutzend Städte

18.06.2026 - 01:30:46 | boerse-global.de

Stellantis, Wayve und Uber bündeln Kräfte für autonome Taxis. Die kartenlose KI von Wayve soll eine schnelle Markteinführung ermöglichen.

Stellantis, Wayve und Uber: Gemeinsam für Robotaxis der Stufe 4
Autonomes - A futuristic robotaxi with glowing sensors drives on a city street at dusk, representing autonomous mobility. 18.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Drei Branchengrößen schließen sich zusammen, um fahrerlose Taxis auf die Straße zu bringen.

Der Autokonzern Stellantis, der KI-Spezialist Wayve und die Mobilitätsplattform Uber haben am gestrigen Dienstag eine strategische Partnerschaft bekannt gegeben. Ziel ist die Entwicklung und der weltweite Einsatz von Robotaxis der Stufe 4 – also Fahrzeugen, die unter bestimmten Bedingungen vollständig ohne menschlichen Fahrer auskommen. Die Absichtserklärung wurde auf der Fachmesse MOVE 2026 in London unterzeichnet.

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Wer macht was?

Das Bündnis verteilt die Aufgaben klar: Stellantis liefert die „L4-Ready"-Fahrzeugplattformen mit integrierter Sensorik. Wayve steuert seine eigene KI-Software für das autonome Fahren bei. Uber wiederum soll die Fahrzeuge in sein weltweites Netzwerk für Fahrdienste einbinden. Die ersten Zielmärkte sind Europa und Nordamerika, eine Ausweitung auf weitere Regionen ist geplant.

Die neue Kooperation baut auf bestehenden Verbindungen auf. Stellantis und Wayve arbeiteten bereits an Fahrerassistenzsystemen der Stufe 2++. Wayve und Uber hatten zudem vereinbart, ab 2026 autonome Fahrdienste in London, Tokio und zehn weiteren Städten anzubieten.

Kartenlose KI als Trumpf

Ein entscheidender Vorteil des Projekts ist Wayves „kartenlose" KI-Technologie. Anders als herkömmliche Systeme benötigt sie keine extrem detaillierten, stadt-spezifischen digitalen Karten. Das soll eine schnellere Skalierung in unterschiedlichen urbanen Umgebungen ermöglichen.

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Wayve-CEO Alex Kendall zeigte sich auf der Messe zuversichtlich: Die regulatorischen Hürden seien nicht länger das größte Hindernis für den Ausbau des autonomen Fahrens. Ned Curic, Technologievorstand bei Stellantis, betonte die zunehmende technische Reife der Systeme für den kommerziellen Einsatz.

Wann kommen die ersten Robotaxis?

Einen konkreten Zeitplan für den breiten Rollout oder genaue Produktionszahlen gibt es noch nicht. Die ersten Einsätze dürften aber noch in diesem Jahr im Rahmen der bestehenden Wayve-Uber-Vereinbarung in rund einem Dutzend Städten starten.

Die Börse reagierte verhalten: Stellantis-Aktien schwankten – je nach Bericht zwischen einem Plus von einem Prozent und einem Minus von rund 1,6 Prozent auf 5,88 Euro. Auch Uber-Papiere gaben um 1,3 Prozent nach. Die Absichtserklärung dient nun als Grundlage für endgültige Verträge über die Beschaffung und den Betrieb der Robotaxi-Flotten.

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