Antscan: KIT startet 3D-Datenbank mit 2.200 Ameisenarten
05.06.2026 - 09:42:22 | boerse-global.de
Verbraucherschützer setzen auf Hausmittel und moderne Forschung.
Kühle Lagerung stoppt die Vermehrung
Fruchtfliegen vermehren sich rasant: Ein einziges Paar kann pro Monat bis zu 100.000 Nachkommen zeugen. Die Weibchen legen bis zu 400 Eier auf reifem Obst ab. Die Lösung ist einfach: Lagern Sie Früchte bei unter 10 Grad Celsius für ein bis drei Tage. Das stoppt den Fortpflanzungszyklus zuverlässig.
Anzeige: Hausmittel stoppen Fruchtfliegen und Ameisen oft zuverlässig – doch bei invasiven Arten reichen sie nicht. Dieser Leitfaden zeigt, welche Mittel wirklich helfen, wann Sie auf biologische Fallen umsteigen sollten und wie die neue 3D-Datenbank des KIT bei der Identifikation hilft. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern
Duftbarrieren und biologische Fallen
Ameisen und Fruchtfliegen reagieren empfindlich auf ätherische Öle. Lavendel, Minze, Zitronenschalen, Nelkenöl und Basilikum vertreiben die Plagegeister auf natürliche Weise. Auch physische Barrieren helfen: Dichten Sie Fugen mit Silikon ab oder ziehen Sie Kreidestriche – das behindert die Ausbreitung von Ameisenvölkern.
Eine besondere Alternative zu Klebefallen ist die fleischfressende Pflanze Fettkraut (Pinguicula). Sie lockt Insekten mit einem süßlichen Sekret an und verdaut sie anschließend.
Wenn Hausmittel nicht reichen
Invasive Arten wie die Große Drüsenameise (Tapinoma magnum) stellen eine wachsende Herausforderung dar. Diese ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammende Art bildet Superkolonien mit mehreren Millionen Individuen. Anders als heimische Arten bleibt sie auch im Winter aktiv. Herkömmliche Hausmittel wirken bei diesen Populationen oft nicht.
In Karlsruhe setzen Kommunen auf mobile Heißwasserdampfgeräte, um Nester auf öffentlichen Flächen zu neutralisieren. In Esslingen kommen spezielle Gelköder zum Einsatz. Die Bekämpfung großflächiger Vorkommen – bis zu 70 Hektar – kann Jahre dauern.
Neue Technologie hilft bei der Identifikation
Anfang Juni 2026 startete die Web-Plattform „Antscan“. Das Projekt des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und des Okinawa Institute of Science and Technology (OIST) bietet eine digitale 3D-Datenbank mit rund 2.200 Ameisenarten. Durch die Verknüpfung von morphologischen Daten mit Genomsequenzen wird die Identifizierung von Schädlingen weltweit präziser.
Biologische Gegenspieler im Garten
Gegen den Buchsbaumzünsler hilft das Bakterium Bacillus thuringiensis. Bei Trauermücken und Thripsen kommen Nematoden (Fadenwürmer) zum Einsatz – sie werden über das Gießwasser ausgebracht und bekämpfen die Larven direkt im Substrat.
Die Forschung liefert zudem neue Ansätze für den Ersatz chemischer Pestizide. Eine Studie der Universität Jena und des Leibniz-HKI belegt das Potenzial des Bodenpilzes Mortierella alpina. Dieser produziert Malpinine, welche die Verdauung von schädlichen Nematoden stören. Solche Erkenntnisse könnten langfristig die Entwicklung neuer biologischer Pflanzenschutzmittel ermöglichen.
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Der wichtigste Tipp: Hygiene
Die effektivste Grundmaßnahme bleibt die gründliche Hygiene. Leeren Sie den Biomüll täglich und entfernen Sie Speisereste in der Küche. So vermeiden Sie einen Befall von vornherein.
Achtung: Vor der Bekämpfung sollten Sie Schädlinge richtig identifizieren. Die rundliche Fruchtfliege und die schlankere Trauermücke erfordern unterschiedliche Methoden.
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