Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Gesundheit, Krankheiten

Anders Tegnell kritisiert die WHO, die Schweden zuletzt als besonderes Risikoland eingeschätzt hatte.

26.06.2020 - 10:14:05

Steigende Fallzahlen - Schwedens Staatsepidemiologe wirft WHO Fehldeutung vor. Für die steigenden Fallzahlen gebe es eine einfache Erklärung.

Stockholm - Er ist das Gesicht des schwedischen Corona-Sonderwegs - und mit der Bewertung der Situation in seinem Land durch die Weltgesundheitsorganisation WHO nicht einverstanden.

Staatsepidemiologe Anders Tegnell hat mit Unverständnis auf die Einordnung Schwedens als besonderes Risikoland durch die WHO reagiert. «Das ist leider eine totale Fehldeutung der Daten», sagte Tegnell im schwedischen Fernsehsender SVT.

Schweden habe steigende Fallzahlen, die jedoch darauf beruhten, dass das Land deutlich mehr Tests durchführe als vorher, sagte Tegnell. «Es ist unglücklich, Schweden mit Ländern zu vermischen, die zuvor überhaupt keine Probleme hatten und offenbar erst am Anfang ihrer Epidemie stehen.» Die WHO hätte sich vermutlich einfach in Stockholm melden sollen, dann hätte man ihr ein detaillierteres Bild der schwedischen Situation geben können, sagte Tegnell.

Der Leiter des WHO-Regionalbüros Europa, Hans Kluge, hatte am Donnerstag von erneut steigenden Corona-Zahlen in Europa gesprochen. 30 Länder in der europäischen Region hätten im Laufe der vergangenen beiden Wochen wieder steigende Fallzahlen vermeldet, sagte der WHO-Regionaldirektor auf seiner wöchentlichen Online-Pressekonferenz in Kopenhagen. In elf Ländern habe eine beschleunigte Übertragungsrate zu einem sehr deutlichen Wiederaufleben des Coronavirus geführt - darunter neben Schweden Länder wie Armenien, Aserbaidschan, Albanien und die Ukraine. In diesen Ländern drohten starke Belastungen für das Gesundheitswesen, wenn nicht entschieden gegen die Ausbreitung vorgegangen werde, so Kluge.

In Schweden hat die Corona-Krise ähnlich früh wie zum Beispiel in Deutschland eingesetzt. Das skandinavische EU-Land hat darauf mit deutlich lockereren Maßnahmen reagiert als die meisten anderen Staaten. Bis heute sind die schwedischen Infektions- und Todesfallzahlen um ein Vielfaches höher als im Rest Skandinaviens.

© dpa-infocom, dpa:200626-99-572321/2

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Trump beschwichtigt - Corona-Fälle nehmen in den USA weiter rapide zu. Gesundheitsexperten in den USA mahnen angesichts der Feiern zum Unabhängigkeitstag zur Vorsicht. Dort, wo Präsident Trump erwartet wird, soll in Freiheit gefeiert werden - ohne soziale Distanz. Die dramatische Zunahme an Corona-Infektionen in den USA bricht nicht ab. (Politik, 03.07.2020 - 16:10) weiterlesen...

Ampelbewertung - Führende Videokonferenzsystemen fallen bei Kurztest durch. Leider erfüllen einem Experten zufolge nicht alle den hohen datenschutzrechtlichen Anforderungen. In der Corona-Krise sind Videokonferenzsysteme besonders gefragt. (Wissenschaft, 03.07.2020 - 15:56) weiterlesen...

14,6 Millionen Mal geladen - Spahn: 300 bisher über Corona-Warn-App gemeldete Infektionen Politiker freuen sich über den guten Start der Corona-App, warnen aber davor, die neue Anwendung zu überschätzen. (Wissenschaft, 03.07.2020 - 12:38) weiterlesen...

Arznei Remdesivir erhält europäische Zulassung für Covid-19. Die Entscheidung gab die EU-Kommission am Freitag bekannt. Brüssel - Der Wirkstoff Remdesivir wird in Europa unter Auflagen zur Behandlung schwerer Fälle von Covid-19 zugelassen. (Politik, 03.07.2020 - 12:26) weiterlesen...

Trump beschwichtigt - Neuer drastischer Corona-Anstieg in den USA. Doch die Maßnahmen der Bundesstaaten sprechen eine eindeutige Sprache. Die Feiern zum Unabhängigkeitstag will sich Präsident Trump dennoch nicht nehmen lassen. Die US-Regierung versucht es in der Corona-Pandemie - mal wieder - mit Beschwichtigung. (Politik, 03.07.2020 - 11:38) weiterlesen...

Kehrtwende in Texas - Keine Entspannung der Corona-Krise in den USA in Sicht. Doch die Maßnahmen der Bundesstaaten sprechen eine eindeutige Sprache. Und im Streit um die Maskenpflicht erhöht sich der Druck auf Präsident Trump. Die Regierung versucht es in der Corona-Pandemie - mal wieder - mit Beschwichtigung. (Politik, 03.07.2020 - 04:32) weiterlesen...