Schweiz, Finanzindustrie

Zurich-Chef Mario Greco sieht die Versicherungsbranche vor einem gewaltigen Veränderungsprozess.

06.12.2018 - 08:53:03

Zurich-Chef sieht Versicherungsbranche vor drastischem Wandel

"Es ist der perfekte Sturm, der da auf uns zukommt", sagte der Italiener, der seit 2016 an der Spitze von Europas viertgrößtem Versicherer steht, dem "Handelsblatt". Durch die zunehmende Digitalisierung unterliegen auch die Wünsche der Kunden einem drastischen Wandel.

"Wer sich als Versicherer jetzt nicht wandelt, der wird bald schon um seine Existenz kämpfen müssen", prophezeit er. Verlierer werde der sein, der das Geschäft der Vergangenheit bewahrt. Ein Teil der Schuld liege bei den Versicherern selbst. "Sie haben heute das Problem, dass sie nie richtig den Draht zu ihren Kunden gefunden haben", stellte Greco selbstkritisch fest. Viel zu lange hielten lediglich Vertreter und Makler den direkten Kontakt nach außen. Die neuen Tech-Riesen wie Amazon machten das besser. Die Gefahr einer Übernahme durch einen großen Technologiekonzern sieht der Zurich-Chef dennoch nicht. Für die Versicherungsbranche erwartet er in den kommenden zehn Jahren weit größere Veränderungen als im vergangenen Jahrzehnt. "Nicht alle großen Versicherer werden überleben", glaubt er. Eine große Akquisition, um hier weiter zu den Großen der Branche zu gehören, schließt Greco allerdings aus: "Wir streben keine Übernahme eines großen internationalen Wettbewerbers an." Zuletzt hatte es Gerüchte um eine Fusion mit Generali aus Italien gegeben. Lediglich in lokalen Märkten könne er sich Zukäufe vorstellen.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Aktien Europa Schluss: Sorgen um Weltwirtschaft beenden Erholung. Schwache Konjunkturdaten aus China und Europa hätten die Anleger daran erinnert, dass Wachstum derzeit schwer zu finden sei, schrieb Stephen Innes vom Broker Oanda. Dazu blieben die Aussichten für 2019 schwach. Der deutliche Kursrückgang an der Wall Street trotz besser als erwarteter US-Wirtschaftsdaten verstärkte den Gegenwind für die hiesigen Märkte. Zuvor hatten bereits die Börsen in Asien mit heftigen Kursabschlägen geschlossen. PARIS/LONDON - Die zunehmenden Sorgen um die Weltwirtschaft haben am Freitag eine weitere Erholung der europäischen Aktienmärkte verhindert. (Boerse, 14.12.2018 - 18:53) weiterlesen...

Weltwirtschaftsforum macht Eingliederung von Behinderten zum Thema. "Gemeinsam müssen wir eine integrativere Welt entwickeln, die sich um die aktuellen und künftigen Nöte jedes Einzelnen kümmert", sagte Nico Daswani vom WEF einer Mitteilung vom Freitag zufolge in Cologny. Die Notwendigkeit, stärker auf die Belange der weltweit etwa eine Milliarde Menschen mit Behinderung einzugehen, sei eine Kernbotschaft der Jahrestagung. COLOGNY - Das Weltwirtschaftsforum (WEF) stellt bei seiner kommenden Jahrestagung in Davos die stärkere Einbeziehung von Behinderten in den Mittelpunkt. (Wirtschaft, 14.12.2018 - 12:23) weiterlesen...

Aktien Europa: Anleger treibt Sorge um Weltwirtschaft um. Schwache Konjunkturdaten aus China und Europa sorgten dafür, dass die Investoren vor dem Wochenende lieber kein Risiko mehr eingingen, schrieb Stephen Innes vom Broker Oanda. Der EuroStoxx 50 stand gegen Mittag um 1,02 Prozent tiefer bei 3080,51 Punkten. Zuvor hatten bereits die Börsen in Asien schwach geschlossen. PARIS/LONDON - Zunehmende Sorgen um die Weltwirtschaft haben die Anleger am Freitag aus Anlagen in Aktien getrieben. (Boerse, 14.12.2018 - 12:07) weiterlesen...

Aktien Europa Schluss: Richtung fehlt nach Erholungsrally. Der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) änderte daran nichts, wobei die Währungshüter für die Marktbeobachter keine größeren Überraschungen in petto hatten. Die lustlose Kursentwicklung an der tonangebenden Wall Street gab den hiesigen Börsen ebenfalls keine Impulse. PARIS/LONDON - Europas wichtigste Aktienindizes haben sich nach einer zweitägigen Erholungsrally am Donnerstag mit einer klaren Richtung schwer getan. (Boerse, 13.12.2018 - 18:56) weiterlesen...

Fluglotsen verunsichert: Verspätungen im Luftraum Zürich. Pro Stunde könnten weniger Flugzeuge starten und landen, sagte eine Sprecherin. Auslöser war eine Anweisung der Flugsicherung Skyguide. Sie habe in der ganzen Ostschweiz die Durchlaufquote der Flugzeuge um zehn Prozent gesenkt, bestätigte Skyguide-Sprecher Raimund Fridrich. ZÜRICH - Wegen verunsicherter Fluglotsen hat am Flughafen Zürich am Donnerstag jeder zweite Flug eine Verspätung von mindestens 15 Minuten gehabt. (Boerse, 13.12.2018 - 16:16) weiterlesen...

ANALYSE: Deutsche Bank erwartet Anfang 2019 Erholung europäischer Aktien. Die Stimmung der Industrie dürfte sich aufhellen und Risiken wie der Handelskrieg, Italiens Haushaltspläne und der Brexit begännen nachzulassen, schrieben die Aktienmarktstrategen um Sebastian Raedler in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Vor diesem Hintergrund erschienen die Risiken des globalen Wirtschaftswachstums über Gebühr in die Aktienkurse eingepreist. LONDON - Die europäischen Aktienmärkte haben nach Ansicht der Deutschen Bank im ersten Quartal 2019 deutliches Erholungspotenzial. (Boerse, 13.12.2018 - 14:17) weiterlesen...