Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Auto, Prozesse

Zum Dieselskandal bei VW gibt es mittlerweile Urteile vom Bundesgerichtshof.

07.09.2020 - 07:20:30

Mammutprozess - Dieselaffäre: VW und Anleger streiten weiter. Viele betroffene Kunden haben durch einen Vergleich aus dem Musterverfahren Schadenersatz bekommen. Das bedeutet aber nicht, dass auch der Anlegerprozess vor dem Ende steht.

Braunschweig - Im Abgasskandal bei Volkswagen sind durch höchstrichterliche Urteile seit diesem Sommer wichtige Fragen geklärt.

Vom Tisch ist «Dieselgate» für den Konzern aber längst noch nicht. Die juristische Aufarbeitung dauert fast fünf Jahre nach dem Auffliegen der Abgasmanipulationen weiter an. In Braunschweig wird in dieser Woche der milliardenschwere Musterprozess von Anlegern fortgesetzt, die Schadenersatz für erlittene Kursverluste verlangen. (Az: 3 Kap 1/16)

In dem Verfahren geht es im Kern um die Frage, ob VW die Märkte rechtzeitig über den Skandal um Millionen von manipulierten Dieselmotoren informiert hat. Die Anleger werfen dem Management des Konzerns und der VW-Dachgesellschaft Porsche SE vor, sie zu spät über die finanziellen Risiken der im September 2015 bekanntgewordenen Abgasmanipulationen informiert zu haben. Aus ihrer Sicht hätten die finanziellen Risiken auch in den Finanzberichten zuvor stehen müssen.

Der Mammutprozess läuft bereits seit fast zwei Jahren. Ein Ende ist auch nach Einschätzung des Gerichts nicht absehbar. Zu komplex und umfangreich ist das Verfahren. Allein die Schriftsätze umfassen laut einer Gerichtssprecherin rund 5500 Blatt Akten. Dazu kommen ihr zufolge zahlreiche Anlagen und mittlerweile 21 Privatgutachten. Die Fronten bleiben verhärtet.

Volkswagen will das Kapitel, das den Konzern bereits rund 32 Milliarden Euro gekostet hat, hinter sich lassen. Das Unternehmen wirft der Klägerseite vor, in diesem Verfahren immer wieder von Kernfragen abzulenken. Anwalt Andreas Tilp, der die Musterklägerin Deka Investment vertritt, sieht das anders. Er gibt sich zuversichtlich, Ansprüche der Investoren durchsetzen zu können. Den aktuellen Streitwert beziffert das Oberlandesgericht Braunschweig auf etwas mehr als 4 Milliarden Euro.

Interessant dürfte für die Verhandlung an diesem Dienstag und Mittwoch die Frage sein, ob die Urteile des Bundesgerichtshofes (BGH) Auswirkungen auf den Prozess in Braunschweig haben werden. Der BGH hatte unter anderem im Mai entschieden, dass VW betroffenen Autobesitzern grundsätzlich zur Zahlung von Schadenersatz verpflichtet ist. Die eingestellten strafrechtlichen Ermittlungen wegen des Verdachts der Marktmanipulation gegen Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch, VW-Konzernchef Herbert Diess und seinen Vorgänger Matthias Müller haben laut einer Gerichtssprecherin bislang keine Auswirkungen.

Mit einem Durchbruch ist in dieser Woche noch nicht zu rechnen. Zunächst soll es erneut um die Beteiligung der VW-Dachgesellschaft Porsche SE gehen. Im Juli hatte der BGH entschieden, dass die Rolle der Holding im Dieselskandal in einem eigenen Musterverfahren in Stuttgart beleuchtet werden soll. Zuvor hatte das Oberlandesgericht dort ein eigenes Verfahren abgelehnt. Die Richter waren der Ansicht, dass sich die Klagen grundsätzlich um denselben Sachverhalt drehten wie jene im schon laufenden Prozess gegen die Volkswagen AG und die Porsche SE in Braunschweig.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

ANALYSE-FLASH: UBS belässt Volkswagen-Vorzüge auf 'Buy' - Ziel 180 Euro. Das Elektrofahrzeuggeschäft der Autobauer sei nun auf der Überholspur, schrieb Analyst Patrick Hummel in einer am Dienstag vorliegenden Studie. ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) auf "Buy" mit einem Kursziel von 180 Euro belassen. (Boerse, 22.09.2020 - 10:26) weiterlesen...

AKTIE IM FOKUS: MAN brechen ein - Kein Squeeze-out durch Traton mehr in 2020. MAN solle sich zunächst auf den jüngst angekündigten Umbau und die Bewältigung der Corona-Krise konzentrieren, hieß es von Traton. 2021 solle MAN ganz in Traton integriert werden. Traton hält über 94 Prozent der MAN-Anteile. Bei der MAN Truck & Bus wollen Volkswagen und Traton wie vergangene Woche mitgeteilt bis zu 9500 der weltweit rund 36 000 Stellen streichen, um die Kosten zu senken. FRANKFURT - Die Aktien von MAN will den Lkw- und Buskonzern im laufenden Jahr doch nicht mehr von der Börse nehmen. (Boerse, 18.09.2020 - 10:17) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Baader Bank belässt Sixt-Stämme auf 'Add' - Ziel 70 Euro. Ein Einstieg der Wolfsburger bei dem Autovermieter mache Sinn, schrieb Analyst Christian Obst in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Zuletzt habe es solche Gerüchte in Verbindung mit Europcar gegeben. MÜNCHEN - Die Baader Bank hat die Einstufung für die Stammaktien von Sixt angesichts eines Medienberichts über das Interesse von Volkswagen an einer Beteiligung auf "Add" mit einem Kursziel von 70 Euro belassen. (Boerse, 17.09.2020 - 18:31) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: JPMorgan hebt Ziel für Knorr-Bremse auf 94 Euro - 'Neutral'. Die Aussagen von Finanzvorstand Frank Weber mit Blick auf die kurzfristige Geschäftsentwicklung hätten positiv geklungen und entsprächen dem, was bereits bei der Vorlage der Quartalszahlen vergangene Woche zu hören gewesen sei, schrieb Analyst Akash Gupta in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Knorr-Bremse nach einer Informationsveranstaltung des Bremsenspezialisten von 93 auf 94 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. (Boerse, 17.09.2020 - 13:03) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Jefferies belässt Sixt-Stämme auf 'Buy' - Ziel 95 Euro. Sollte sich so einen Schritt bestätigen, würde er diesen positiv werten, schrieb Analyst Constantin Hesse in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. NEW YORK - Das Analysehaus Jefferies hat die Einstufung für Sixt angesichts eines Medienberichts über das Interesse von Volkswagen an einer Beteiligung auf "Buy" mit einem Kursziel von 95 Euro belassen. (Boerse, 16.09.2020 - 18:28) weiterlesen...

AKTIE IM FOKUS: Sixt ziehen an wegen Pressebericht über möglichen VW-Einstieg. Ein vom "Manager Magazin" thematisierter Einstieg des Autobauers, um künftig bei Mobilitätskonzepten gemeinsame Sache zu machen, verhalf den zuvor so gut wie unveränderten Aktien plötzlich um etwa vier Prozent nach oben. Mit einem Plus von zuletzt drei Prozent ließ der Schwung aber wieder etwas nach. Sie gehörten damit zur Spitzengruppe im Kleinwerte-Index. FRANKFURT - Die im SDax gelisteten Stammaktien von Sixt haben am Mittwochnachmittag Rückenwind von einem Kreise-Bericht über ein erneutes Interesse von Volkswagen erhalten. (Boerse, 16.09.2020 - 16:21) weiterlesen...