Zollfreigrenze EU: Ab Juli 2026 neue 3-Euro-Pauschalgebühr statt 150 Euro
03.06.2026 - 02:39:09 | boerse-global.de
Privatreisende können nun zwischen zwei Mehrwertsteuersätzen wählen.
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Bislang galt für die digitale Verzollung vor allem ein pauschaler Einheitssatz. Das ändert sich mit dem Update vom Juni 2026. Nutzer der App können jetzt zwischen dem Normalsatz von 8,1 Prozent und dem reduzierten Satz von 2,6 Prozent wählen. Letzterer gilt für Lebensmittel, alkoholfreie Getränke, Bücher und Medikamente.
Wer es einfacher mag, kann weiterhin die Pauschaloption nutzen. Dabei wird der Standardsatz von 8,1 Prozent auf den Gesamtwert aller Waren angewendet – ohne Unterscheidung der Produktkategorien. Die App bleibt ausschließlich für den privaten Reiseverkehr gedacht. Eine Registrierung ist nicht erforderlich.
Erfolgsgeschichte der digitalen Verzollung
Die Plattform verzeichnet ein beachtliches Wachstum. Die Zahl der Registrierungen stieg von 13.000 im Jahr 2018 auf 192.000 im Jahr 2025. Im selben Jahr wurden über die App rund 13 Millionen Schweizer Franken an Abgaben eingenommen.
Trotz der technischen Neuerungen bleibt die Freigrenze unverändert. Seit 2025 liegt sie bei 150 Franken pro Person und Tag. Erst wenn dieser Wert überschritten wird, müssen Waren angemeldet werden – dann greifen die neuen Steuersätze.
Weitere Zolländerungen im Sommer 2026
Die App-Anpassung ist Teil umfassenderer Reformen im Schweizer und europäischen Zollwesen. Bereits am 1. Mai 2026 trat das EUSPA-Abkommen zwischen der Schweiz und der EU in Kraft. Seitdem gelten aktualisierte BAZG-Richtlinien für die zollfreie Einfuhr von Spezialausrüstung.
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Ab 1. Juli 2026 lockert der Bundesrat zudem die Exportkontrollen für Militärgüter. Dann gelten Erleichterungen für Lieferungen in alle EU- und EFTA-Staaten.
Auch in der Europäischen Union stehen Veränderungen an. Zum 1. Juli 2026 fällt die 150-Euro-Zollfreigrenze für den Versandhandel weg. Stattdessen wird eine Pauschalgebühr von drei Euro pro Artikel eingeführt – festgelegt in der EU-Verordnung 2026/382. Parallel dazu läuft die Modernisierung der IT-Zollverfahren: Das ATLAS-Update 10.2 ermöglicht seit Ende Februar 2026 eine zentralisierte Zollabwicklung innerhalb der EU.
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