Deutschland, Volkswirtschaft

Xi Jinpings vage Versprechen beruhigen Märkte

10.04.2018 - 17:04:23

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 10.04.2018

BO'AO - Mit dem Versprechen einer weiteren Öffnung Chinas hat Staats- und Parteichef Xi Jinping die Sorgen über eine Eskalation des Handelskonflikts mit den USA dämpfen können. In einer mit Spannung erwarteten Rede auf dem asiatischen Wirtschaftsforum in Bo'ao in Südchina machte Xi Jinping am Dienstag zwar keine größeren Zugeständnisse, verschärfte den Streit aber auch nicht. Ohne den Konflikt mit US-Präsident Donald Trump überhaupt zu erwähnen, stellte Xi Jinping allgemein mehr Marktzugang, geringere Zölle auf Autoimporte und bessere Investitionsbedingungen in Aussicht.

USA: Erzeugerpreise steigen stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA hat sich der Preisauftrieb auf Herstellerebene im März verstärkt. Die Erzeugerpreise erhöhten sich zum Vorjahresmonat um 3,0 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Im Vormonat hatte die Jahresrate 2,8 Prozent betragen. Analysten hatten einen Zuwachs um 2,9 Prozent erwartet.

Bundesfinanzministerium will Neuregelung zu Grundsteuer zügig angehen

BERLIN - Das Bundesfinanzministerium will die erforderliche Neuregelung der Grundsteuer gemeinsam mit den Ländern zügig angehen. Die parlamentarische Staatssekretärin Christine Lambrecht sagte am Dienstag nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts, dabei komme es darauf an, das derzeitige Aufkommen zu sichern. Das Hebesatzrecht der Gemeinden müsse beibehalten werden. Außerdem müsse eine rechtssichere Bemessungsgrundlage geschaffen werden. "Ziel ist nicht eine Verbreiterung der Bemessungsgrundlage." Die vom Bundesverfassungsgericht gesetzte Frist für eine gesetzliche Neuregelung bis Ende 2019 sei eine Herausforderung. "Diese nehmen wir an", erklärte Lambrecht.

Start-ups in Europa sollen einfacher an Risikokapital kommen

BRÜSSEL - Angesichts mangelnder privater Investitionen sollen Start-ups und kleine Firmen in Europa künftig einfacher an Kapital gelangen. Dazu sollen 410 Millionen Euro an EU-Geldern als Startsumme zur Verfügung gestellt werden, wie die zuständige EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mitteilte. Vielversprechende Firmen sollten damit davon abgehalten werden, etwa in die USA abzuwandern.

Lettlands Justiz verteidigt Vorgehen gegen EZB-Ratsmitglied Rimsevics

RIGA - Mit dem Amtsausübungs- und Ausreiseverbot gegen den in eine Korruptionsaffäre verstrickten Zentralbankchef Ilmars Rimsevics hat Lettland nach Ansicht von Generalstaatsanwalt Eriks Kalnmeiers nicht gegen EU-Recht verstoßen. Lettland habe eine souveräne Gerichtsbarkeit und das Recht, über die Suspendierung eines hohen Beamten zu entscheiden, wenn ein begründeter Korruptionsverdacht bestehe, sagte Kalnmeiers am Dienstag im lettischen Fernsehen.

Hälfte der erwerbsfähigen Hartz-IV-Empfänger hat ausländische Wurzeln

NÜRNBERG - Mehr als die Hälfte der erwerbsfähigen Hartz-IV-Empfänger in Deutschland haben inzwischen ausländische Wurzeln. Hauptgrund dafür ist der starke Flüchtlingszuzug der vergangenen Jahre, wie eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Nürnberg erklärte. Nach den aktuellsten Zahlen vom September 2017 haben von den 4,3 Millionen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten 55,2 Prozent einen Migrationshintergrund. 2013 waren es noch 43 Prozent. Über die Zahlen hatte zuerst die Zeitung "Die Welt" berichtet.

Italien: Industrie schwächelt weiter

ROM - Die italienische Industrie hat sich nach einem Fehlstart in das neue Jahr auch im Februar von der schwachen Seite gezeigt. Im Monatsvergleich sei die Gesamtproduktion um 0,5 Prozent gefallen, teilte das nationale Statistikamt am Dienstag mit. Der erneute Rückgang kam überraschend. Analysten hatten mit einem Anstieg der Produktion um 0,8 Prozent rechnet.

Frankreich: Industrieproduktion schwächer als erwartet gestiegen

PARIS - Die französische Industrie hat einen etwas geringeren Produktionszuwachs verzeichnet als erwartet. Nach Angaben des Statistikamts Insee vom Dienstag lag die Gesamtproduktion im Februar 1,2 Prozent höher als im Vormonat. Analysten hatten mit einem noch deutlicheren Zuwachs um 1,4 Prozent gerechnet. Im Januar war die Produktion noch um revidierte 1,8 (zuvor: 2,0) Prozent gesunken. Im Jahresvergleich stieg die Produktion im Februar um 4,0 Prozent.

Deutschland bleibt als Touristenziel beliebt

WIESBADEN - Der Tourismus-Boom in Deutschland hat sich auch im Februar fortgesetzt. Hotels und andere Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Betten zählten in dem Monat 27,4 Millionen Übernachtungen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden berichtete. Das war ein Plus von sechs Prozent gegenüber Februar 2017. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg sogar um 7 Prozent auf 22,1 Millionen.

OECD sieht schwächeres Wachstum im Euroraum

PARIS - Die OECD sieht Anzeichen für ein schwächeres Wirtschaftswachstums im Euroraum. Es gebe Hinweise, dass das Wachstum im Währungsraum an Dynamik verliere, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung am Dienstag in Paris mit. Ausdrücklich nannte sie die drei größten Volkswirtschaften des Währungsverbunds: Deutschland, Frankreich und Italien.

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