Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Insolvenzantragspflicht-Aussetzung

Wirtschaft und Insolvenzverwalter haben Zweifel an dem Vorhaben von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) geäußert, die Antragspflicht für Firmen-Pleiten bis März 2021 auszusetzen.

10.08.2020 - 16:23:03

Wirtschaft zweifelt an weiterer Insolvenzantragspflicht-Aussetzung

"Eine Verlängerung der Frist würde einseitig zulasten der Gläubiger gehen und damit weitere Unternehmen gefährden", sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer dem "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe). "Wir brauchen stattdessen kurzfristig eine Reform des Insolvenzrechts."

Ein Teil der insolvenzgefährdeten Unternehmen könne mit rechtzeitigen Sanierungsmaßnahmen gerettet werden. Dafür bedürfe es neuer Verfahren außerhalb der klassischen Insolvenz. Der DIHK-Präsident fordert deshalb, die EU-Restrukturierungsrichtlinie rasch umzusetzen, die ohnehin in deutsches Recht überführt werden muss ? allerdings erst bis Juli 2021. "Ziel muss es sein, dass Unternehmen zum Beispiel mit ihren wichtigsten Gläubigern Sanierungsmaßnahmen vereinbaren können", bekräftigte Schweitzer. "Für eine kurze Zeit war die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht als Beruhigungspille für die Wirtschaft vertretbar", sagte Insolvenzverwalter Lucas Flöther dem "Handelsblatt". Diese Pille dürfe aber nur vorübergehend verabreicht werden. Andernfalls würden "Unternehmens-Zombies" geschaffen. Der Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz kann unterdessen eine weitere Aussetzung bis März nächsten Jahres noch nachvollziehen. Viele Unternehmen hätten durch Staatskredite hohe Schulden aufgebaut und bräuchten mehr Zeit, die Schulden durch Verkäufe von nicht betriebsnotwendigem Vermögen abzubauen. "Es muss allerdings dann wieder einen Punkt geben, an dem die Normalität zurückkehrt", sagte Geiwitz der Zeitung. "Deswegen sollte spätestens im Sommer 2021 Schluss mit Sonderregelungen sein."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Arbeitgeberpräsident Kramer tritt vorzeitig ab - Dulger soll folgen Nach sieben Jahren an der Spitze der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) gibt Ingo Kramer das Amt als ihr oberster Interessenvertreter gegenüber der Bundesregierung vorzeitig ab. (Wirtschaft, 18.09.2020 - 20:32) weiterlesen...

Gutachten: Gesetzentwurf für Fleischindustrie grundgesetzkonform Ein wissenschaftliches Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass der Gesetzentwurf der Bundesregierung zu den neuen Regeln für die Fleischindustrie verfassungsrechtlich einwandfrei ist. (Wirtschaft, 18.09.2020 - 05:03) weiterlesen...

Handelsverband gegen neues Sanktionsrecht gegen Unternehmen Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat an die Bundesländer appelliert, das geplante Gesetz zur Stärkung der Integrität in der Wirtschaft an diesem Freitag im Bundesrat abzulehnen. (Wirtschaft, 18.09.2020 - 04:02) weiterlesen...

DB und EVG einigen sich auf Corona-Tarifpaket Die Deutsche Bahn (DB) und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) haben sich nach wochenlangen Verhandlungen auf ein umfassendes Corona-Tarifpaket verständigt. (Wirtschaft, 17.09.2020 - 19:52) weiterlesen...

Fresenius-Chef warnt vor harten Corona-Maßnahmen Stephan Sturm, Chef des Medizintechnik- und Gesundheitstechnologiekonzerns Fresenius, appelliert an die Politik, bei steigenden Infektionszahlen die Maßnahmen aus dem Frühjahr nicht blind zu wiederholen. (Wirtschaft, 17.09.2020 - 19:16) weiterlesen...

Krebshilfe kritisiert Tabakwerbeverbot als unzureichend Die Deutsche Krebshilfe kritisiert das am Freitag auf der Tagesordnung des Bundesrats stehende Tabakwerbeverbot als unzureichend. (Wirtschaft, 17.09.2020 - 14:24) weiterlesen...