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Deloitte

Wirtschaft im Erholungsmodus: Deloitte sieht in seinem CFO Survey deutlichen Wachstumstrend

09.10.2020 - 10:07:23

Wirtschaft im Erholungsmodus: Deloitte sieht in seinem CFO Survey deutlichen Wachstumstrend. M?nchen - - Stimmungslage der CFOs ?berraschend optimistisch: Gesch?ftsaussichten haben sich seit M?rz eindrucksvoll verbessert - Mehr als drei Viertel der Unternehmen erholen sich bereits oder sind zur?ck auf dem Vorkrisen-Wachstumskurs - Gro?e sektorspezifische Unterschiede: Exportbranchen wie die Automobilindustrie oder der ...

M?nchen -

- Stimmungslage der CFOs ?berraschend optimistisch: Gesch?ftsaussichten haben sich seit M?rz eindrucksvoll verbessert - Mehr als drei Viertel der Unternehmen erholen sich bereits oder sind zur?ck auf dem Vorkrisen-Wachstumskurs - Gro?e sektorspezifische Unterschiede: Exportbranchen wie die Automobilindustrie oder der Maschinenbau leiden am st?rksten unter der Krise

Das Schlimmste der Covid19-Krise scheint wirtschaftlich ?berstanden, und dem historisch tiefen Konjunkturtal folgt momentan ein steiler Anstieg. Dies ist das Ergebnis einer Befragung unter 100 Finanzvorst?nden, dem CFO Survey, den Deloitte halbj?hrlich bei deutschen Gro?unternehmen durchf?hrt. Die aktuelle Erhebung - durchgef?hrt zwischen 3. und 30. September - zeigt, dass der Aufschwung tats?chlich in vollem Gange und die Stimmungslage der CFOs ?berraschend optimistisch ist.

"Die Gesch?ftsaussichten haben sich seit dem historischen Tief im M?rz eindrucksvoll verbessert, eine sehr deutliche Mehrheit sieht sich entweder in der Erholungsphase oder sogar bereits zur?ck auf dem Vorkrisen-Wachstumskurs - nat?rlich vorbehaltlich, dass die Lage weiter so stabil bleibt und es keinen zweiten Lockdown gibt", sagt Dr. Alexander B?rsch, Chef?konom bei Deloitte.

"Die CFOs sehen die konjunkturelle Lage in Deutschland wie auch die eigenen Aussichten ?berwiegend positiv. Das zeigt auch die generelle Investitionsbereitschaft, die sich deutlich erholt hat und knapp im positiven Bereich liegt. Investieren wollen die Unternehmen vor allem in die Optimierung von Organisation und Prozessen sowie in die Digitalisierung. ?berhaupt ist zu beobachten, dass generell eher in immaterielle Assets wie Software, Daten oder Branding investiert wird - ein deutlicher Hinweis, dass die Covid19-Krise die wirtschaftliche Transformation in Richtung digitaler Wirtschaft beschleunigt hat. Allerdings sind die sektorspezifischen Unterschiede gro?: Stark exportorientierte Branchen wie die Automobilindustrie oder der Maschinenbau leiden nach wie vor unter der Krise, eher binnenmarktorientierte Branchen wie Konsumg?ter und die Immobilienwirtschaft entwickeln sich hingegen sehr viel erfreulicher."

Gesch?ftsaussichten deutlich positiv

Der j?he Absturz der Konjunkturzahlen nach dem Lockdown h?tte nicht vermuten lassen, dass sich die Gesch?ftsaussichten so rasch und deutlich erholen w?rden: Fiel der Indexwert beim vorangegangenen CFO Survey - erhoben mit dem Beginn der Covid19-bedingten Lockdowns - noch auf einen Indexwert von minus 68 und somit auf den tiefsten Stand seit Beginn des CFO Surveys 2012, so zeigt die im September erhobene aktuelle Umfrage eine sehr dynamische Gegenbewegung: Der Indexwert, der die Differenz zwischen der Anzahl der Unternehmen angibt, die ihre Gesch?ftsaussichten positiver bzw. negativer als vor drei Monaten beurteilen, schnellt auf plus 54 zur?ck. Das hei?t, dass derzeit zwei Drittel positiver gestimmt sind als vor drei Monaten, nur jedes zehnte Unternehmen sieht die Gesch?ftsaussichten negativer.

Die optimistischere Bewertung zieht sich quer durch alle Branchen und zeigt vor allem deswegen einen so drastischen Anstieg der Gesch?ftsaussichten, weil der abgefragte Vergleichszeitraum (Juni) den absoluten Tiefpunkt der Krise markierte. Das sicher st?rkste Anzeichen f?r eine Trendwende ist jedoch, dass schon sehr viele Unternehmen die Krise in ihrer eigenen Einsch?tzung weitgehend hinter sich gelassen haben. Nur bei 23 Prozent herrscht noch der Krisenmanagement-Modus, w?hrend sich 39 Prozent bereits in der Erholungsphase und weitere 38 Prozent schon zur?ck auf ihrem Vorkrisen-Wachstumskurs sehen. Somit sind ?ber drei Viertel der Unternehmen mindestens in der Erholungsphase.

Umsatzverluste der Krise zum Teil schon ausgeglichen

Die H?lfte der Unternehmen glauben, die krisenbedingten Verluste in diesem Jahr wieder wettzumachen: Mehr als ein Viertel der Unternehmen (28%) sehen ihren Umsatz bereits aktuell wieder auf Vorkrisenniveau, jedes F?nfte hofft, dieses Niveau im Laufe des Jahres 2020 wieder zu erreichen. Knapp ein F?nftel der Firmen erreichen diese Zielmarke nach eigener Einsch?tzung erst 2022 oder sp?ter. Vor allem die Immobilienindustrie und die Konsumg?terbranche rechnen mit einer raschen R?ckkehr auf das Vorkrisenniveau, wohingegen die Automobil- und die Maschinenbaubranche sehr viel pessimistischer sind: Hier erwartet ungef?hr jeweils ein Drittel diese R?ckkehr erst in 2022 oder sp?ter. Somit sind trotz des insgesamt positiven Bildes Teile der f?r die deutsche Wirtschaft wichtigen Sektoren weiterhin von der Krise stark beeintr?chtigt.

Die positiven Aussichten f?r das eigene Unternehmen gehen einher mit einigem Optimismus f?r die Konjunktur: So bewerten nur ein F?nftel der Befragten die derzeitige konjunkturelle Lage in Deutschland als schlecht, 45 Prozent hingegen sehen einen positiven Konjunkturtrend, und mehr als zwei Drittel erwarten eine Verbesserung auf Sicht von 12 Monaten f?r Deutschland. International ergibt sich ein eher durchwachsenes Bild: W?hrend die konjunkturelle Lage in der restlichen Eurozone und vor allem in den USA von den befragten CFOs sehr negativ gesehen wird, bewerten sie global betrachtet nur China ?hnlich optimistisch wie ihr Heimatland.

Investiert wird vor allem in Digitalisierung und Optimierung

Der Absturz der Investitionsbereitschaft infolge der Krise im Fr?hjahr (Indexwert minus 47) hat sich wieder gedreht, aktuell knapp in den positiven Bereich (Indexwert plus 6) - das hei?t, die Zahl der investitionsbereiten Unternehmen ?bersteigt die Zahl derer, die ihre Investitionen senken wollen. Hier zeigen sich jedoch ebenfalls starke branchenspezifische Unterschiede: So ist die Investitionsbereitschaft vor allem in der Automobilindustrie sowie beim Maschinenbau negativ, w?hrend vor allem der Chemiesektor seine Investitionsplanung deutlich positiv sieht.

Bei den Investitionsbereichen differenzieren die Unternehmen sehr stark: Klassische Investitionen (Maschinen, Anlagen, Geb?ude) stehen hier weit hinter Themen wie Optimierung von Organisation und Prozessen sowie Investitionen in Digitalisierung. Die Investitionen in immaterielle Verm?genswerte sind sehr dominant, was nahelegt, dass die Transformation in Richtung digitale Wirtschaft durch die Covid19-Krise stark beschleunigt wurde.

Wurzelzeichen statt V-Verlauf?

"Auf den ersten Blick scheint alles f?r einen V-f?rmigen Aufschwung zu sprechen, doch das ist keinesfalls auch f?r die Zukunft ausgemacht", gibt B?rsch zu bedenken: "Zum einen beruht die positive Tendenz vor allem auf dem vergleichsweise milden Pandemie-Verlauf in Deutschland; ein Wiederaufflammen der Infektionszahlen und entsprechende Lockdowns w?rden dies nat?rlich konterkarieren. Zudem ist durch den Einbruch im zweiten Quartal das Niveau der Wirtschaftsleistung sehr viel niedriger, weswegen die kr?ftige Aufw?rtsbewegung einige Quartale anhalten m?sste, um nahtlos an das Ausgangsniveau anzukn?pfen. Die gro?en sektorspezifischen Unterschiede bei der Erholung in Kombination mit den anhaltenden Restriktionen in einigen Sektoren wie dem Gastgewerbe, welche nicht im CFO Survey abgebildet sind, lassen dies zumindest fraglich erscheinen."

B?rsch weiter: "Der wichtigste Faktor aber d?rfte sein, wie sich der Exportsektor entwickelt, der f?r eine ungebremste Fortsetzung des Aufschwungs in 2021 unerl?sslich ist. Wichtige Exportm?rkte wie USA, Frankreich, Spanien oder Gro?britannien stecken aber durch die Corona-Krise in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Hinzu kommen Risiken wie der Brexit, dessen Auswirkungen ab Januar 2021 zu sp?ren sein k?nnten. Daher d?rfte nach der ersten, jetzt ermittelten Dynamik ein langsameres Wachstum realistisch werden, und der Aufschwung w?rde weniger wie ein V verlaufen als vielmehr an die Form des mathematischen Wurzelzeichens erinnern. Im Vergleich zu den sehr d?steren Prognosen aus der ersten Jahresh?lfte w?re eine zun?chst dynamische, V-artige Aufw?rtsbewegung und dann ein langsamerer Konjunkturverlauf in 2021 aber auch schon eine gute Nachricht."

Den kompletten CFO Survey Fr?hjahr 2020 finden Sie hier (https://www2.deloitte.c om/de/de/blog/economic-trend-briefings/2020/economic-trend-briefing-die-zeichen- stehen-auf-wachstum.html)

Inhaltlich verantwortlich f?r den CFO Survey sind die Deloitte-Experten Dr. Alexander B?rsch (Chef?konom und Director Research), Rolf Epstein (Partner CFO Program) und Markus Seeger (Director CFO Program).

Anmerkung der Autoren:

Der CFO Survey von Deloitte befragt zweimal im Jahr die Finanzvorst?nde deutscher Gro?unternehmen. An der aktuellen Ausgabe haben 100 CFOs teilgenommen, die Umfrage wurde zwischen dem 3. und dem 30. September 2020 durchgef?hrt.

Die vollst?ndigen Ergebnisse, die au?erdem Fragen zu den langfristigen Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf die Unternehmensstrategien sowie Einsch?tzungen der CFOs zum Ma?nahmenpaket der Regierung und zur allgemeinen Risikolage beinhalten, werden Mitte November ver?ffentlicht.

?ber Deloitte

Deloitte erbringt Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftspr?fung, Risk Advisory, Steuerberatung, Financial Advisory und Consulting f?r Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen; Rechtsberatung wird in Deutschland von Deloitte Legal erbracht. Mit einem weltweiten Netzwerk von Mitgliedsgesellschaften in mehr als 150 L?ndern verbindet Deloitte herausragende Kompetenz mit erstklassigen Leistungen und unterst?tzt Kunden bei der L?sung ihrer komplexen unternehmerischen Herausforderungen. Making an impact that matters - f?r die rund 312.000 Mitarbeiter von Deloitte ist dies gemeinsames Leitbild und individueller Anspruch zugleich.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited ("DTTL"), eine "private company limited by guarantee" (Gesellschaft mit beschr?nkter Haftung nach britischem Recht), ihr Netzwerk von Mitgliedsunternehmen und ihre verbundenen Unternehmen. DTTL und jedes ihrer Mitgliedsunternehmen sind rechtlich selbstst?ndig und unabh?ngig. DTTL (auch "Deloitte Global" genannt) erbringt selbst keine Leistungen gegen?ber Mandanten. Eine detailliertere Beschreibung von DTTL und ihren Mitgliedsunternehmen finden Sie auf http://www.deloitte.com/de/UeberUns .

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