Indikatoren, Deutschland

WIESBADEN - Steigende Energiepreise haben die Teuerung in Deutschland den zweiten Monat in Folge über zwei Prozent getrieben.

12.07.2018 - 17:09:42

Deutsche Inflation weiter über zwei Prozent. Im Juni legten die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,1 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit vorläufige Daten. Auch für Lebensmittel mussten die Verbraucher binnen Jahresfrist mehr zahlen.

WIESBADEN - Steigende Energiepreise haben die Teuerung in Deutschland den zweiten Monat in Folge über zwei Prozent getrieben. Im Juni legten die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,1 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit vorläufige Daten. Auch für Lebensmittel mussten die Verbraucher binnen Jahresfrist mehr zahlen.

ROUNDUP: US-Inflationsrate steigt auf den höchsten Stand seit Februar 2012

WASHINGTON - In den USA hat sich die Inflation im Juni weiter verstärkt und den höchsten Wert seit mehr als sechs Jahren erreicht. Die Jahresinflationsrate sei von 2,8 Prozent im Vormonat auf 2,9 Prozent gestiegen, teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten mit diesem Anstieg gerechnet. Zuletzt war die Teuerung im Februar 2012 so hoch gewesen.

Eurozone: Industrieproduktion steigt stärker als erwartet

LUXEMBURG - Die Industrieproduktion in der Eurozone ist im Mai stärker gestiegen als erwartet. Die Gesamtproduktion sei um 1,3 Prozent zum Vormonat geklettert, teilte das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mit. Volkswirte hatten nur mit einem Anstieg um 1,2 Prozent gerechnet. Im April war die Produktion noch um revidierte 0,8 Prozent (zunächst 0,9 Prozent) gefallen.

ROUNDUP 2: Merkel erwägt unter Druck von Trump höhere Militärausgaben

BRÜSSEL - Unter beispiellosem Druck von US-Präsident Donald Trump hat Bundeskanzlerin Angela Merkel weitere Zugeständnisse bei den deutschen Militärausgaben angedeutet. Angesichts der Diskussion in der Nato "müssen wir immer wieder fragen, was können wir gegebenenfalls noch mehr tun", sagte die CDU-Chefin am Donnerstag beim Nato-Gipfel. Zuvor hatte Trump in einer weiteren Brandrede einen Alleingang in Verteidigungsfragen angedroht. Nach einer Krisensitzung zeigte er sich dann aber zufrieden und sicherte seine Bündnistreue zu.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend deutlich gefallen

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche stärker als erwartet gesunken. Sie fiel um 18 000 auf 214 000, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang auf 225 000 neue Anträge gerechnet.

ROUNDUP: Seehofer verhandelt mit EU-Kollegen über Flüchtlingsabkommen

INNSBRUCK - Bundesinnenminister Horst Seehofer diskutiert am Donnerstag erstmals im Kreise seiner EU-Kollegen über die europäische Asylpolitik. Am Rande des Treffens der EU-Innenminister in Innsbruck wird der CSU-Chef mit Ländern wie Griechenland außerdem die Möglichkeiten zur Rücknahme von Flüchtlingen ausloten. Noch vor Beginn des offiziellen Ministertreffens kommt Seehofer mit seinen Kollegen aus Österreich und Italien, Herbert Kickl und Matteo Salvini, zusammen.

IEA: Opec kann Förderausfälle nur mit Mühe ausgleichen

PARIS - Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) kann die Organisation erdölexportiernder Länder (Opec) nur mit Mühe Lieferausfälle in den Mitgliedsstaaten Venezuela und Iran ausgleichen. Länder der Opec müssen möglicherweise an ihre maximale Fördermenge herangehen, um die Defizite auszugleichen, hieß es in dem am Donnerstag in Paris veröffentlichten Monatsbericht des Interessenverbands. In der IEA sind führende Industriestaaten zusammengeschlossen.

Euro-Finanzminister nehmen Euro-Beitritt Bulgariens in den Blick

BRÜSSEL - Der angestrebte Euro-Beitritt Bulgariens nimmt zunehmend Fahrt auf. Die Euro-Finanzminister wollten am Donnerstag über den Beitritt des Landes in den sogenannten Wechselkursmechanismus WKM II beraten, wie EU-Finanzkommissar Valdis Dombrovskis erklärte. Das Thema stand ursprünglich nicht auf der Agenda.

Putin verlängert russische Gegensanktionen bis Ende 2019

MOSKAU - Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Gegensanktionen gegen wirtschaftliche Strafmaßnahmen des Westens bis Ende 2019 verlängert. Dem am Donnerstag veröffentlichten Erlass nach bleibt unter anderem die Einfuhr von Fleisch- und Milchprodukten, Obst und Gemüse aus der EU, den USA oder Kanada verboten. Das meldete die Agentur Tass in Moskau. Bei Moskau wurden nach Angaben des Zolls dieser Tage 200 Tonnen polnischer Äpfel vernichtet.

Deutscher Außenhandel warnt vor Trumps Eskalationsbereitschaft

BERLIN - Der Außenhandelsverband BGA befürchtet angesichts des handelspolitischen Konfrontationskurses der USA weitere Eskalationsstufen, die auch deutsche Firmen treffen könnten. Verbandspräsident Holger Bingmann sieht bereits deutliche Vorboten: "Das Vorgehen der US-Regierung gegen China bedeutet nichts Gutes für die EU, denn es lässt auf die Eskalationsbereitschaft Präsident (Donald) Trumps schließen", sagte Bingmann der "Rheinischen Post" (Donnerstag).

Chaos im britischen Parlament bei Vorstellung des neuen Brexit-Plans

LONDON - In einer turbulenten Parlamentssitzung hat der neue Brexit-Minister Dominic Raab die Pläne Londons für die künftigen Beziehung mit der EU nach dem Brexit vorgestellt. Oppositionsabgeordnete beschwerten sich am Donnerstag massiv, weil sie vorab keine Kopien des 100 Seiten starken Weißbuchs erhalten hatten, die Sitzung musste kurzzeitig unterbrochen werden. Zudem veröffentlichten eine konservative Webseite fast zeitgleich alternative Pläne, die angeblich noch unter Federführung des Vorgängers Raabs, David Davis, entworfen wurde. Davis und auch Außenminister Boris Johnson hatten im Streit um die neuen Pläne am Montag ihr Amt niedergelegt. Sie fürchten, dass Großbritannien mit der neuen Strategie zu eng an die EU gebunden bleibt.

ROUNDUP: EU-Kommission erwartet wegen Trump schwächeres Wirtschaftswachstum

BRÜSSEL - Wegen der wachsenden Spannungen mit US-Präsident Donald Trump rechnet die EU-Kommission mit einem schwächeren Wirtschaftswachstum in Europa als ursprünglich angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt werde im laufenden Jahr in den 19 Ländern der Eurozone und auch in der gesamten EU lediglich um 2,1 Prozent zunehmen, teilte die Brüsseler Behörde am Donnerstag mit. Im Frühjahr war sie noch von 2,3 Prozent ausgegangen.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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Japan: Preisentwicklung hinkt Notenbankziel weiter deutlich hinterher. Die Verbraucherpreise seien im Juni im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent gestiegen, teilte die Regierung am Freitag in Tokio mit. Damit verharrte der Wert auf dem Mai-Niveau - Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 0,8 Prozent gerechnet. Die Kernrate, bei der schwankungsanfällige Preise für Nahrungsmittel herausgerechnet werden, stieg um 0,8 Prozent und damit etwas stärker als noch im Mai. Dies war von Ökonomen erwartet worden. Sie liegt weiter deutlich unter dem Zielwert der japanischen Zentralbank von zwei Prozent. TOKIO - In Japan bleibt die Inflation weiter deutlich hinter dem Notenbankziel zurück. (Wirtschaft, 20.07.2018 - 06:56) weiterlesen...

USA: Frühindikatoren steigen stärker als erwartet. Er stieg zum Vormonat um 0,5 Prozent, wie das private Forschungsinstitut Conference Board am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Plus von 0,4 Prozent gerechnet. Im Mai hatte der Indikator laut revidierten Daten stagniert. Zunächst war ein Anstieg von 0,2 Prozent ermittelt worden. WASHINGTON - In den USA hat der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren im Juni etwas stärker als erwartet zugelegt. (Wirtschaft, 19.07.2018 - 16:15) weiterlesen...