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Haushalt, Steuern

WIESBADEN - Sinkende Steuereinnahmen und steigende Ausgaben: Der historische Konjunktureinbruch in der Corona-Krise hat Folgen für die Staatskasse.

25.08.2020 - 05:48:28

Deutscher Fiskus in den roten Zahlen? - Bundesamt gibt Daten bekannt. Ob der deutsche Fiskus im ersten Halbjahr mehr Geld ausgegeben als eingenommen hat, teilt das Statistische Bundesamt am Dienstag (8.00 Uhr) mit. Zugleich gibt die Wiesbadener Behörde Details zur Wirtschaftsentwicklung im zweiten Quartal bekannt. Nach ersten Daten war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 10,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal eingebrochen. Es war der stärkste Rückgang seit Beginn der vierteljährlichen BIP-Berechnungen im Jahr 1970.

Steuerausfälle, steigende Ausgaben und Rettungspakete werden nach Einschätzung von Ökonomen im Gesamtjahr tiefe Löcher in die öffentlichen Kassen reißen. Die EU-Staaten hatten wegen der Corona-Krise erstmals die Regeln des Stabilitäts- und Wachstumspakts ausgesetzt, wonach das Haushaltsdefizit nicht über drei Prozent und die Gesamtverschuldung nicht über 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen darf. Deutschland hatte zuletzt im Gesamtjahr 2011 gemessen an den Maastricht-Kriterien ein Haushaltsdefizit verbucht.

Im März und April hatten in Folge der Pandemie Teile der deutschen Wirtschaft faktisch stillgestanden. Nach früheren Angaben der Wiesbadener Behörde brachen im zweiten Vierteljahr die Exporte und Importe von Waren und Dienstleistungen massiv ein. Auch die privaten Konsumausgaben und die Investitionen der Unternehmen in Ausrüstungen wie Maschinen waren rückläufig. Bereits zum Jahresanfang war die Wirtschaftsleistung leicht gesunken. Europas größte Volkswirtschaft steckt in einer tiefen Rezession.

@ dpa.de

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