Indikatoren, Deutschland

WIESBADEN - In deutschen Unternehmen ist die Produktion im August überraschend weiter gefallen und Experten rechnen bis zum Jahresende mit einer anhaltenden Konjunkturflaute.

08.10.2018 - 17:04:41

Deutsche Produktion sinkt dritten Monat in Folge. Im verarbeitenden Gewerbe sei die Fertigung um 0,3 Prozent im Monatsvergleich gesunken, teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit. Außerdem war der Produktionsdämpfer im Vormonat stärker als bisher bekannt ausgefallen. Das Bundesamt revidierte den Rückgang im Juli auf 1,3 Prozent im Monatsvergleich, nachdem zuvor nur ein Minus von 1,1 Prozent gemeldet worden war.

WIESBADEN - In deutschen Unternehmen ist die Produktion im August überraschend weiter gefallen und Experten rechnen bis zum Jahresende mit einer anhaltenden Konjunkturflaute. Im verarbeitenden Gewerbe sei die Fertigung um 0,3 Prozent im Monatsvergleich gesunken, teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit. Außerdem war der Produktionsdämpfer im Vormonat stärker als bisher bekannt ausgefallen. Das Bundesamt revidierte den Rückgang im Juli auf 1,3 Prozent im Monatsvergleich, nachdem zuvor nur ein Minus von 1,1 Prozent gemeldet worden war.

Eurozone: Sentix-Anlegerstimmung sinkt weiter

FRANKFURT - Die Anlegerstimmung in der Eurozone ist durch die Querelen um den Staatshaushalt in Italien und durch Probleme in der deutschen Autoindustrie weiter belastet worden. Der vom Analysehaus Sentix erhobene Konjunkturindikator ging im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Punkte auf 11,4 Zähler zurück, wie Sentix am Montag in Frankfurt mitteilte. Der Rückgang ist der zweite in Folge. Analysten hatten im Mittel einen leichteren Rücksetzer auf 11,6 Punkte erwartet.

China erleichtert Banken die Kreditvergabe weiter - Kapitalanforderungen sinken

PEKING - China hat die heimische Wirtschaft und das Finanzsystem mit einer erneuten Lockerung der Kapitalanforderungen an einige Banken unterstützt. Der Satz für bei der Notenbank zu haltende Reserven wird zum 15. Oktober um einen Prozentpunkt verringert, wie die People's Bank of China (PBOC) am Wochenende in Peking mitteilte.

ROUNDUP 2: US-Forscher Nordhaus und Romer erhalten Nobelpreis für Wirtschaft

STOCKHOLM - Der diesjährige Wirtschafts-Nobelpreis geht an die beiden US-Ökonomen William D. Nordhaus und Paul M. Romer. Sie werden zusammen für ihre Arbeiten rund um Klimawandel und technologische Innovationen ausgezeichnet. Dies gab die Königlich-Schwedische Wissenschaftsakademie am Montag in Stockholm bekannt.

Weltklima: EU-Kommission kündigt weitere Anstrengungen an

BRÜSSEL - Nach der Mahnung des Weltklimarats zum Stopp der Erderwärmung bei 1,5 Grad hat die EU-Kommission weitere Anstrengungen angekündigt. "Die EU wird daran arbeiten, diese Herausforderung anzugehen, und erwartet, dass andere dies ebenfalls tun", erklärten die Kommissare Miguel Arias Cañete und Carlos Moedas am Montag in Brüssel. "Alle Beteiligten müssen die Bemühungen gegenüber den Zusagen im Pariser Abkommen erhöhen."

ROUNDUP: AfD-Vorsitzender Meuthen für steuerfinanzierte Mindestrente

BERLIN - AfD-Chef Jörg Meuthen plädiert für eine Abschaffung der gesetzlichen Rente, die durch Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern finanziert wird. Stattdessen solle das System auf eine steuerfinanzierte Grundrente umgestellt werden, wie ein Vorschlag Meuthens für ein AfD-Rentenkonzept vorsieht, der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt und über den die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Montag) zuerst berichtete.

OECD-Frühindikator CLI gibt weiter nach

PARIS - Das Wirtschaftswachstum im OECD-Raum scheint sich weiter abzuschwächen. Darauf deutet ein am Montag veröffentlichter Frühindikator der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hin. Der Composite Leading Indicator (CLI) fiel im August um weitere 0,1 Punkte auf 99,6 Zähler.

Chinas Dienstleister überraschend zuversichtlich

PEKING - Die Stimmung in den Dienstleistungsunternehmen in China ist überraschend gestiegen. Für September sei der vom Wirtschaftsmagazin Caixin erhobene Stimmungsindikator um 1,6 Punkte auf 53,1 Zähler gestiegen, teilte Caixin am Montag mit. Analysten hatten im Schnitt hingegen mit einem leichten Rückgang um 0,1 Punkte gerechnet. Im August war der tiefste Wert seit Oktober 2017 erreicht worden.

ROUNDUP/Interner Bericht: Jobcenter helfen behinderten Arbeitslosen zu wenig

BERLIN/NÜRNBERG - Arbeitslose mit dauerhaften gesundheitlichen Problemen bekommen laut einem internen Bericht der Bundesagentur für Arbeit (BA) von Jobcentern zu wenig Hilfe bei der Suche nach Arbeit. Bei der Betreuung der in der Regel behinderten Menschen und ihrer Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt handelten die Jobcenter "überwiegend nicht zielführend", heißt es in dem BA-Papier. "Die Bundesagentur für Arbeit bestätigt diesen Innenrevisionsbericht mit den beschriebenen Befunden", teilte eine Sprecherin der Behörde am Montag in Nürnberg mit. Zuerst hatten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe darüber berichtet.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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