Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Indikatoren, Deutschland

WIESBADEN - In der deutschen Industrie geht der Abschwung mit einem schwachen Start ins vierte Quartal weiter.

06.12.2019 - 10:00:24

Deutsche Industrie bleibt im Abschwung. Im Oktober haben die Betriebe ihre Gesamtproduktion erneut deutlich zurückgefahren. Experten erwarten eine Fortsetzung der deutschen Konjunkturflaute in der Industrie. Die gesamte Herstellung sei im Vergleich zum Vormonat um 1,7 Prozent gefallen, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Analysten wurden von der schwachen Entwicklung überrascht. Sie hatten im Schnitt mit einem leichten Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet.

Bereits im Vormonat war die Produktion gesunken. Das Bundesamt meldete für September einen Rückgang um 0,6 Prozent und bestätigte damit vorläufige Ergebnisse. Gegenüber dem Vorjahresmonat fiel die Produktion im Oktober um 5,3 Prozent und damit deutlich stärker als erwartet.

"Die deutsche Industrie wartet weiterhin auf bessere Zeiten", kommentierte Experte Ralph Solveen von der Commerzbank. Er verwies auf die ebenfalls enttäuschenden Daten zum Auftragseingang in der deutschen Industrie. Am Donnerstag hatte das Bundesamt für Oktober einen Rückgang gemeldet, während Analysten ebenfalls einen Anstieg erwartet hatten.

Innerhalb des Industriesektors gab es im Oktober allerdings einige Lichtblicke. So stieg die Produktion von Vorleistungsgütern um 1,0 Prozent und die von Konsumgütern um 0,3 Prozent. Einen deutlichen Dämpfer gab es hingegen bei Investitionsgütern, deren Produktion um 4,4 Prozent schrumpfte.

"Vor allem der deutliche Rückgang der Produktion von Investitionsgütern macht einem fast schon Angst", kommentierte Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Er deutet die Produktionsdaten als Signal, dass in Deutschland "eine Rezession noch nicht abgehakt ist". Außerdem verheißen die Daten nach Einschätzung von Gitzel nichts Gutes für den bisher noch robusten deutschen Arbeitsmarkt: "Man muss deshalb kein Prophet sein, um zu der Erkenntnis zu kommen, dass vermutlich die Arbeitslosenquote steigen wird."

Die deutsche Industrie wird seit längerem durch die schwache Weltwirtschaft und die vielen politischen Risiken belastet. Unter anderem bremsen die Folgen des Handelskonflikts zwischen den USA und China die stark vom Export abhängige deutsche Industrie.

Commerzbank-Experte Solveen sieht die weitere Entwicklung eher pessimistisch: "Eine Wende bei der Industrie und damit der gesamten deutschen Wirtschaft nach oben ist damit weiter nicht in Sicht." Allerdings gibt es seiner Einschätzung nach auch Grund zur Hoffnung auf bessere Zeiten. Solveen verwies auf jüngste Stimmungsdaten aus den deutschen Industriebetrieben, die auf ein Ende der Talfahrt hindeuten, auch wenn die harten Daten aus der Industrie bis zuletzt schwach ausgefallen sind.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Volkswirte: Es geht mit der Konjunktur nur langsam aufwärts. Volkswirte führender Finanzinstitute in Deutschland rechnen nicht mit einer schnellen Rückkehr zu hohen Wachstumswerten in der Bundesrepublik. "Das wird eine Zeit dauern", sagte Katharina Utermöhl von der Allianz-Gruppe in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Sie rechnet mit einem Wachstum von 0,6 Prozent im laufenden Jahr, so wie schon 2019 nach der vorläufigen offiziellen Berechnung. Erst 2021 werde wieder ein Wert über 1,0 Prozent erreicht. NÜRNBERG - Die Talsohle in der deutschen Industrie scheint in Sicht oder sogar schon durchschritten - doch die Konjunktur braucht noch Erholungszeit. (Wirtschaft, 26.01.2020 - 14:46) weiterlesen...

Belgien: Geschäftsklima hellt sich weiter auf. Der Indikator stieg um 1,4 Punkte auf minus 2,0 Zähler, wie die belgische Notenbank (BNB) am Freitag in Brüssel mitteilte. Es ist der mittlerweile fünfte Anstieg in Folge. Volkswirte hatten im Mittel nur mit einem Zuwachs auf minus 3,1 Punkte gerechnet. BRÜSSEL - In Belgien hat sich das Geschäftsklima im Januar stärker als erwartet verbessert. (Wirtschaft, 24.01.2020 - 15:11) weiterlesen...

Großbritannien: Unternehmensstimmung hellt sich überraschend deutlich auf. Wie das Institut Markit am Freitag in London auf Basis vorläufiger Daten mitteilte, stieg der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex (PMI) im Januar gegenüber dem Vormonat um 3,1 Punkte auf 52,4 Punkte. Analysten hatten im Mittel nur einen Anstieg auf 50,7 Punkten erwartet. Mit dem Anstieg über 50 Punkte, signalisiert der Indikator wieder ein wirtschaftliches Wachstum. LONDON - Die Unternehmensstimmung in Großbritannien hat sich zu Beginn des Jahres überraschend deutlich aufgehellt. (Wirtschaft, 24.01.2020 - 11:13) weiterlesen...

EZB-Umfrage: Experten erwarten etwas stärkeres Wachstum für 2020. Wie aus einer am Freitag veröffentlichten Umfrage der EZB hervorgeht, gehen die befragten Experten in diesem Jahr von einem Wachstum von 1,1 Prozent aus. Zuvor war nur eine Zunahme der Wirtschaftsleistung um 1,0 Prozent erwartet worden. Dagegen wurde die Erwartung für 2021 leicht nach unten geschraubt. FRANKFURT - Von der Europäischen Zentralbank (EZB) befragte Fachleute rechnen in diesem Jahr mit einem etwas stärkeren Wirtschaftswachstum in der Eurozone. (Wirtschaft, 24.01.2020 - 11:04) weiterlesen...

Eurozone: Unternehmensstimmung stagniert - Aufhellung in Deutschland. Im Januar hielt sich der vom britischen Forschungsunternehmen Markit erhobene Einkaufsmanagerindex wie im Monat zuvor auf 50,9 Punkten, wie aus den am Freitag veröffentlichten Umfragedaten hervorgeht. Analysten hatten mit einer geringfügigen Aufhellung auf 51,2 Punkte gerechnet. LONDON - In der Eurozone hat sich die Stimmung in den Unternehmen zu Beginn des neuen Jahres nicht verändert. (Wirtschaft, 24.01.2020 - 10:45) weiterlesen...

Deutschland: Bauboom sorgt für volle Auftragsbücher - Rekordzahlen im November. Im November 2019 lagen die Bestellungen mit rund 7,1 Milliarden Euro nominal um 10,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Das war nach Angaben der Wiesbadener Statistiker der höchste jemals gemessene Wert an neuen Aufträgen in einem November. WIESBADEN - Die Baubranche in Deutschland hat weiterhin prall gefüllte Auftragsbücher. (Boerse, 24.01.2020 - 09:25) weiterlesen...