Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

trading-house Börsenakademie

Gemeinsam erfolgreich

MARKETSX
Indikatoren, Deutschland

WIESBADEN - Gestiegene Energie- und Nahrungsmittelpreise haben die Inflation in Deutschland im Juli angetrieben.

13.08.2019 - 11:14:24

Deutsche Inflation zieht im Juli leicht an. Die Verbraucherpreise lagen um 1,7 Prozent über dem Vorjahresmonat. Das Statistische Bundesamt bestätigte am Dienstag damit vorläufige Daten. In den Vormonaten hatte die jährliche Teuerungsrate 1,6 und 1,4 Prozent betragen. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im Juli um 0,5 Prozent.

Mehr mussten die Menschen in Deutschland für Energie zahlen, die sich binnen Jahresfrist um 2,4 Prozent verteuerte. Fernwärme, Erdgas und Strom kosteten deutlich mehr. Sprit wurde hingegen kaum teurer, leichtes Heizöl im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar geringfügig billiger. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate nur bei 1,5 Prozent gelegen.

Auch für Nahrungsmittel mussten Verbraucher tiefer ins Portemonnaie greifen (plus 2,1 Prozent). Deutlich teurer als ein Jahr zuvor war vor allem Gemüse (plus 11,0 Prozent). Weitere überdurchschnittliche Preiserhöhungen gab es bei Fleisch und Fleischwaren sowie bei Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchten (jeweils: plus 3,6 Prozent).

Die Inflationsrate ist ein wichtiger Gradmesser für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Notenbank strebt für den Euroraum insgesamt mittelfristig eine Jahresteuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an - weit genug entfernt von der Nullmarke. Dauerhaft niedrige oder auf breiter Front sinkende Preise können Unternehmen und Verbraucher verleiten, Investitionen aufzuschieben. Das bremst die Wirtschaft.

Der für europäische Vergleichszwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland lag im Juli lediglich um 1,1 Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats.

Im Euroraum insgesamt hatte sich der Preisauftrieb im Juli spürbar abgeschwächt. Nach Angaben des Statistikamts Eurostat lagen die Verbraucherpreise 1,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Das ist der schwächste Anstieg seit Februar 2018, also seit knapp eineinhalb Jahren.

Angesichts düsterer Wirtschaftsaussichten und schwacher Inflation hatten Europas Währungshüter jüngst eine weitere Lockerung der Geldpolitik angedeutet. Erste Entscheidungen dürfte die EZB bei der Ratssitzung im September treffen, wenn aktuelle Konjunktur- und Inflationsprognosen für den Euroraum vorliegen.

Um die Kreditvergabe und damit die Inflation im Euroraum anzukurbeln, könnte die EZB den Strafzins für Banken verschärfen. Derzeit müssen Kreditinstitute 0,4 Prozent Zinsen zahlen, wenn sie Geld bei der Notenbank parken. Eine weitere Option könnte der Kauf frischer Anleihen durch die EZB sein.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Deutschland: Zahl der Erwerbstätigen wächst nur noch langsam. Zwar lag sie im zweiten Quartal dieses Jahres mit rund 45,2 Millionen noch 1,0 Prozent über dem Vergleichswert aus dem Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden berichtete. Allerdings fiel die übliche Frühjahrsbelebung schwächer aus. Der Anstieg der Erwerbstätigenzahl im Vergleich zum ersten Quartal 2019 machte 324 000 Personen oder 0,7 Prozent aus. In den fünf Vorjahren hatte dieser Wert im Schnitt um 423 000 Menschen zugelegt. WIESBADEN - Im Frühjahr ist die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland nur noch langsam gewachsen. (Wirtschaft, 20.08.2019 - 08:53) weiterlesen...

Deutschland: Erzeugerpreise steigen schwach. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Produzentenpreise 1,1 Prozent höher, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Das war der schwächste Zuwachs seit Dezember 2016. Zum Vormonat stiegen die Preise, die Hersteller für ihre Waren erhalten, um 0,1 Prozent. WIESBADEN - Der Preisauftrieb auf Herstellerebene hat sich im Juli weiter abgeschwächt. (Wirtschaft, 20.08.2019 - 08:18) weiterlesen...

Eurozone: Leistungsbilanz mit geringstem Überschuss seit Anfang 2017. Der Überschuss ging von 30,3 Milliarden auf 18,4 Milliarden Euro zurück, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Montag in Frankfurt mitteilte. Das ist der niedrigste Stand seit Anfang 2017. FRANKFURT - Der Leistungsbilanzüberschuss der Eurozone ist im Juni deutlich gefallen. (Wirtschaft, 19.08.2019 - 11:26) weiterlesen...

Eurozone: Inflation fällt auf tiefsten Stand seit Ende 2016. Die Inflationsrate sei von 1,3 Prozent im Vormonat auf 1,0 Prozent gesunken, teilte das Statistikamt Eurostat am Montag nach einer zweiten Schätzung mit. Damit wurde die erste Erhebung leicht um 0,1 Prozentpunkte nach unten revidiert. Analysten hatten im Schnitt mit einer Rate von 1,1 Prozent und damit mit einer Bestätigung der ersten Schätzung gerechnet. Im Monatsvergleich sanken die Verbraucherpreise um 0,5 Prozent. LUXEMBURG - Die Inflation in der Eurozone hat sich im Juli deutlich abgeschwächt und den tiefsten Stand seit mehr als zweieinhalb Jahren erreicht. (Wirtschaft, 19.08.2019 - 11:02) weiterlesen...

Japans Exporte sinken achten Monat in Folge - Rückgang verlangsamt sich aber. Im Juli gingen die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr zum achten Mal in Folge zurück. Der Wert der Exporte fiel vor allem wegen der Rückgänge bei Ausfuhren der Auto- und Halbleiterbranche um 1,6 Prozent, wie das japanische Finanzministerium am Montag in Tokio mitteilte. Immerhin verlangsamte sich damit der Rückgang im Vergleich zu den Vormonaten - zudem hatten Experten mit einem noch schwächeren Wert gerechnet. TOKIO - Die Handelskriege und die weltweite Konjunkturflaute belasten Japans Exporte weiter. (Wirtschaft, 19.08.2019 - 07:15) weiterlesen...

USA: Michigan-Verbraucherstimmung fällt auf Siebenmonatstief. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima fiel um 6,3 Punkte auf 92,1 Punkte, wie die Universität am Freitag laut einer ersten Schätzung mitteilte. Dies ist der niedrigste Stand seit Januar. Volkswirte hatten mit 97,0 Punkten gerechnet. MICHIGAN - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im August überraschend deutlich eingetrübt. (Wirtschaft, 16.08.2019 - 17:06) weiterlesen...