Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Statistisches Bundesamt

WIESBADEN - ?ffentlicher Gesamthaushalt mit h?chstem Defizit seit der deutschen Vereinigung Die Ausgaben des ?ffentlichen Gesamthaushalts sind im Jahr 2020 gegen?ber 2019 um 12,1 % auf 1 678,6 Milliarden Euro gestiegen.

07.04.2021 - 10:07:56

189,2 Milliarden Euro ?ffentliches Finanzierungsdefizit im Jahr 2020. Gleichzeitig sanken die Einnahmen um 3,5 % auf 1 489,4 Milliarden Euro.

WIESBADEN - ?ffentlicher Gesamthaushalt mit h?chstem Defizit seit der deutschen Vereinigung

Die Ausgaben des ?ffentlichen Gesamthaushalts sind im Jahr 2020 gegen?ber 2019 um 12,1 % auf 1 678,6 Milliarden Euro gestiegen. Gleichzeitig sanken die Einnahmen um 3,5 % auf 1 489,4 Milliarden Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, errechnet sich daraus in Abgrenzung der Finanzstatistiken ein kassenm??iges Finanzierungsdefizit von 189,2 Milliarden Euro. Dieses Ergebnis zeigt deutlich die Folgen der Corona-Krise f?r die ?ffentlichen Haushalte. Es handelt sich um das erste Defizit seit 2013 und das h?chste seit der deutschen Vereinigung. 2019 war noch ein Finanzierungs?berschuss von 45,2 Milliarden Euro erzielt worden. Die Angaben beziehen sich auf vorl?ufige Ergebnisse der Kern- und Extrahaushalte von Bund, L?ndern, Gemeinden und Gemeindeverb?nden, der Sozialversicherung sowie der EU-Anteile im Rahmen der viertelj?hrlichen Kassenstatistik.

Zuweisungen und Zusch?sse treiben die Ausgaben

Die gestiegenen Ausgaben des ?ffentlichen Gesamthaushalts lassen sich haupts?chlich durch die gestiegenen Zuweisungen und Zusch?sse infolge der Corona-Pandemie erkl?ren. So gingen vom Bund an die L?nder rund 17,8 Milliarden Euro, die als Corona-Hilfen an kleine Unternehmen und Soloselbstst?ndige weitergeleitet werden (davon 14,1 Milliarden Euro Soforthilfen und 3,7 Milliarden Euro ?berbr?ckungshilfen). Rund 13 Milliarden Euro gingen als Zuweisungen an den Gesundheitsfonds, aus dem die Krankenkassen Mittel erhalten, um Leistungen f?r ihre Versicherten zu finanzieren.

Sinkende Steuerertr?ge f?hren zu Einnahmenr?ckgang

Der R?ckgang der Einnahmen des ?ffentlichen Gesamthaushalts begr?ndet sich im Wesentlichen durch die geringeren Einnahmen aus Steuern und steuer?hnlichen Abgaben. Diese sind im Jahr 2020 gegen?ber 2019 um 3,8 % auf 1 308,4 Milliarden Euro gesunken. Allein beim Bund sanken die Einnahmen aus Steuern und steuer?hnlichen Abgaben im Jahr 2020 im Vorjahresvergleich um 11,5 % auf 315,8 Milliarden Euro.

Der Bund glich dieses Einnahmendefizit im Wesentlichen durch Schuldenaufnahme aus. Die starken Einnahmenausf?lle der L?nder sowie Gemeinden und Gemeindeverb?nde infolge der Corona-Pandemie konnten zum gro?en Teil durch Zuweisungen vom Bund an die L?nder und von den L?ndern an die Gemeindeebene ausgeglichen werden.

Finanzierungsdefizit bei Bund, L?ndern und Sozialversicherung, Finanzierungs?berschuss bei Gemeinden und Gemeindeverb?nden

Im Jahr 2020 sind die Ausgaben des Bundes gegen?ber dem Vorjahr um 28,9 % auf 511,7 Milliarden Euro gestiegen, w?hrend die Einnahmen um 7,3 % auf 381,8 Milliarden Euro sanken. Daraus ergibt sich ein Finanzierungsdefizit f?r den Bund von 129,9 Milliarden Euro im Vergleich zu einem Finanzierungs?berschuss von 14,8 Milliarden Euro im Jahr 2019.

Obwohl die L?nder im Gegensatz zum Bund einen Anstieg der Einnahmen (+4,6 % auf 453,8 Milliarden Euro) verzeichneten, f?hrte der hohe Zuwachs bei den Ausgaben (+16,8 % auf 487,2 Milliarden Euro) zu einem Finanzierungsdefizit von 33,5 Milliarden Euro im Jahr 2020. Im Vorjahr konnte noch ein Finanzierungs?berschuss von 16,6 Milliarden Euro realisiert werden.

Bei den Gemeinden und Gemeindeverb?nden stiegen die Ausgaben um 5,9 % auf 293,2 Milliarden Euro und die Einnahmen um 4,5 % auf 295,2 Milliarden Euro. Daraus ergibt sich f?r 2020 ein Finanzierungs?berschuss von 2,0 Milliarden Euro (2019: 5,6 Milliarden Euro). Der Anstieg der Einnahmen begr?ndet sich in erster Linie durch die Zuweisungen und Zusch?sse von den L?ndern. Diese ?berstiegen die Mindereinnahmen bei den Steuern und steuer?hnlichen Abgaben infolge der Corona-Pandemie deutlich. Die um rund 6,0 Milliarden Euro gesunkenen Einnahmen aus Steuern und steuer?hnlichen Abgaben konnten durch die um 23,2 Milliarden Euro auf 183,9 Milliarden Euro gestiegenen laufenden Zuweisungen, Zusch?sse und Schuldendiensthilfen - ?berwiegend von den L?ndern - kompensiert werden.

Die Sozialversicherung verzeichnete im Jahr 2020 ein Finanzierungsdefizit von 27,9 Milliarden Euro, nachdem sie 2019 einen ?berschuss von 8,1 Milliarden Euro realisiert hatte. Ihre Ausgaben erh?hten sich um 10,1 % auf 748,6 Milliarden Euro, ihre Einnahmen um 4,7 % auf 720,7 Milliarden Euro. Ma?geblich f?r den Anstieg der Einnahmen war auch hier der Zuwachs bei den laufenden Zuweisungen und Zusch?ssen sowie Schuldendiensthilfen aus den unterschiedlichen Ebenen des ?ffentlichen Gesamthaushalts um 7,5 % (+28,8 Milliarden Euro) auf 414,3 Milliarden Euro. Auch bei den Beitragseinnahmen der Sozialversicherung, die zu den Einnahmen aus Steuern und steuer?hnlichen Abgaben z?hlen, war ein leichter Zuwachs um 1,5 % (+8,2 Milliarden Euro) auf 566,0 Milliarden Euro zu verzeichnen.

Abweichungen zum Finanzierungssaldo der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen sind in methodischen Unterschieden begr?ndet.

Weitere Informationen:

Weitere Ergebnisse f?r den ?ffentlichen Gesamthaushalt f?r das Jahr 2020 werden in der Fachserie 14, Reihe 2 "Viertelj?hrliche Kassenergebnisse des ?ffentlichen Gesamthaushalts" voraussichtlich im April 2021 ver?ffentlicht.

Die vollst?ndige Pressemitteilung sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter https://www.destatis.de/pressemitteilungen zu finden.

Weitere Ausk?nfte:

?ffentlicher Gesamthaushalt,

Telefon: +49 (0) 611 / 75 36 38

www.destatis.de/kontakt

Pressekontakt:

R?ckfragen an obigen Ansprechpartner oder an: Statistisches Bundesamt

Pressestelle

Telefon: +49 611-75 34 44 www.destatis.de/kontakt

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/32102/4882664 Statistisches Bundesamt

@ presseportal.de