Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Talanx AG, DE000TLX1005

WIESBADEN - Die Lebenserwartung in Deutschland ist in jüngster Zeit nahezu unverändert geblieben: Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, hat ein neugeborenes Mädchen derzeit eine Lebenserwartung von 83,4 Jahren, während diese bei neugeborenen Jungen laut Sterbetafel 2018 / 2020 nun 78,6 Jahre beträgt.

09.07.2021 - 11:40:26

Lebenserwartung in Deutschland nahezu unverändert. Während die Pandemie einerseits zahlreiche Tode verursacht hat, wurden durch Lockdown, Abstand und Co wohl auch viele Sterbefälle verhindert, wie die Statistiker schildern.

Im Vergleich zur vorangegangen Sterbetafel 2017/2019 ist die Lebenserwartung damit bei den Jungen um 0,01 Jahre, bei Mädchen um 0,04 Jahre gestiegen. Hauptgrund für die nahezu stagnierende Entwicklung seien die außergewöhnlich hohen Sterbefallzahlen zum Jahresende 2020 im Zuge der zweiten Welle der Corona-Pandemie: Zuvor war die Lebenserwartung Neugeborener bei beiden Geschlechtern seit der Berechnung für die Jahre 2007/2009 jeweils um durchschnittlich 0,1 Jahre angestiegen.

Die deutschen Lebensversicherer jedenfalls erwarten angesichts dieser Zahlen keinen Trendwechsel. "Wir gehen weiter von einem Anstieg der Lebenserwartung aus - trotz Corona", sagte Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft, am Freitag. "Jede Generation lebt etwa fünf Jahre länger als die vorangegangene."

Nahezu unverändert ist die Lebenserwartung nach Angaben des Statistischen Bundesamts auch für ältere Menschen. Männer im Alter von 65 Jahren haben danach wie bereits bei der vorangegangenen Sterbetafel eine verbleibende Lebenserwartung von 17,9 Jahren. Bei Frauen im gleichen Alter liegt die sogenannte fernere Lebenserwartung bei 21,1 Jahren.

Erstmals sei mit 2020 ein Jahr in die Berechnung eingeflossen, in dem sich die Corona-Pandemie auf das Sterbegeschehen ausgewirkt habe, hieß es. Die sogenannte allgemeine Sterbeziffer - das ist die Zahl der Gestorbenen je 1000 Einwohnerinnen und Einwohner - ist den Angaben zufolge angestiegen. Der Blick auf einzelne Altersgruppen zeige, dass die Sterblichkeit im Jahr 2020 gegenüber 2019 insbesondere bei über 75-Jährigen anstieg.

So lag die Differenz der Sterbeziffer der Jahren 2019 und 2020 bei den 80- bis 84 Jahre alten Frauen bei 2, während sich die Sterbeziffer bei den Männern dieses Alters 2020 um 0,4 erhöhte. Bei den 85- bis 89-Jährigen lag die Differenz bei einem Anstieg von 4,4 bei den Frauen und 1,2 bei den Männern. Noch deutlicher war es bei den Hochbetagten: In der Altersgruppe der 90- bis 94-Jährigen erhöhte sich die Sterbeziffer bei den Frauen um 13,6 auf 243, bei den Männern um 6,7 auf 198,9.

Im Bundesländervergleich bleibt die Lebenserwartung in Baden-Württemberg am höchsten: Dort geborene Mädchen haben mit 84,2 Jahren, Jungen mit 79,9 Jahren die höchste Lebenserwartung bei der Geburt. Die niedrigsten Werte weisen wie bisher Mädchen im Saarland mit 82,3 Jahren sowie Jungen in Sachsen-Anhalt mit 76,5 Jahren auf, so die Statistiker

Auffällig war die Entwicklung in Sachsen: Im Vergleich zur vorangegangen Sterbetafel 2017/2019 ist die Lebenserwartung dort im Zeitraum 2018/2020 bei beiden Geschlechtern deutlich zurückgegangen. Für neugeborene Mädchen sank sie von 84,0 auf 83,8 Jahre, für neugeborene Jungen von 78,1 auf 77,8 Jahre. Auch hier zeigt die Pandemie ihre Auswirkung auf die Zahlen: Sachsen war von der Corona-Pandemie zum Jahresende 2020 durch eine hohe Sterblichkeit besonders stark betroffen.

Demographische Veränderungen in Deutschland dürften sich den Angaben zufolge künftig noch mehr auf die Sterbetafeln auswirken: Wegen des zunehmenden Anteils älterer Menschen wird von Jahr zu Jahr mit einer steigenden Zahl der Sterbefälle in Deutschland gerechnet. Von 2019 auf 2020 sei sie um etwa 46 000 Fälle angestiegen. Allerdings zeigen die Daten, dass weniger als die Hälfte dieser Fälle, nämlich etwa 20 000, durch den höheren Anteil älterer Menschen zu erklären sind.

Dass die Lebenserwartung trotz Pandemie leicht gestiegen ist und sich die Corona-Sterbezahlen nicht drastischer auswirken, liegt den Statistikern zufolge beispielsweise an den politischen Maßnahmen zur Eindämmung. Diese könnten etwa dafür gesorgt haben, dass nicht nur Todesfälle durch das Coronavirus vermieden wurden, sondern auch, dass weniger Menschen infolge anderer Infektionskrankheiten - wie beispielsweise die Grippe starben. Auch bei Unfällen kamen im Lockdown weniger Menschen ums Leben als in vorigen Jahren. Endgültige Ergebnisse dürfte die im August erwartete Todesursachenstatistik für das Jahr 2020 liefern.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Schäden nach Unwettern im südlichen Oberbayern. Die Integrierte Leitstelle Rosenheim habe 119 Einsätze am Mittwochnachmittag im Landkreis gemeldet, sagte eine Sprecherin des Landratsamts. Besonders die Gemeinde Halfing sei betroffen, dort wurden mehrere abgedeckte Häuserdächer und vollgelaufene Keller gemeldet. ROSENHEIM/TRAUNSTEIN - Unwetter mit Starkregen und Orkanböen haben im südlichen Oberbayern Dächer abgedeckt, Gebäude beschädigt und Straßen überflutet. (Wirtschaft, 28.07.2021 - 16:03) weiterlesen...

Nach Flut: Mehr Eigentümer wollen Elementarschadenversicherung. Das Tiefdruckgebiet "Bernd" habe die Nachfrage nach solchen Policen, die bei Naturereignissen wie Hochwasser und Überschwemmungen einspringen, bei Vertriebspartnern spürbar steigen lassen, berichtete etwa die Ergo-Versicherung in Düsseldorf. Die Debeka aus Koblenz erklärte, die Zahl der Anfragen und Anträge zur Absicherung der weiteren Naturgefahren sei seit der Hochwasserkatastrophe deutlich gewachsen. "Bestehende Verträge werden entsprechend erweitert". FRANKFURT/MÜNCHEN - Nach der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen verzeichnen Versicherungen ein deutlich höheres Interesse an Elementarschadenversicherungen. (Boerse, 28.07.2021 - 06:06) weiterlesen...

Hochwasser kostet Versicherer bis zu 5,5 Milliarden Euro. Fast zwei Drittel der Schäden entstanden in Rheinland-Pfalz, fast ein Drittel in Nordrhein-Westfalen und die restlichen fünf bis zehn Prozent in Bayern und Sachsen, teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Dienstag mit. BERLIN/MÜNCHEN - Die Hochwasserkatastrophe in Deutschland dürfte die Versicherungen in Deutschland nach neuesten Schätzungen zwischen 4,5 und 5,5 Milliarden Euro kosten. (Boerse, 27.07.2021 - 15:17) weiterlesen...

Versicherer sehen Schäden durch Flutkatastrophe bei bis zu 5,5 Milliarden Euro. "Wir gehen jetzt von versicherten Schäden zwischen 4,5 Milliarden und 5,5 Milliarden Euro aus", sagte der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Jörg Asmussen, laut Mitteilung am Dienstag in Berlin. Vergangene Woche hatte der Verband eine Größenordnung von 4 bis 5 Milliarden Euro genannt, die aber nur Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen umfasste. In der neuen Schätzung sind den Angaben zufolge auch Schäden aus den anderen betroffenen Bundesländern enthalten, darunter Bayern und Sachsen. BERLIN - Die deutschen Versicherer rechnen infolge der Flutkatastrophe in Deutschland mit noch höheren Schäden als bisher. (Boerse, 27.07.2021 - 13:51) weiterlesen...

GESAMT-ROUNDUP: Neue Unwetter verschonen die Katastrophengebiete. Neue Unwetter und Überschwemmungen, die befürchtet worden waren, blieben aus. Politiker machen sich unterdessen Gedanken um das Warnsystem in Deutschland: Wie lässt sich verhindern, dass Unwetter so schwerwiegende Folgen haben? Bei der Katastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen starben mindestens 179 Menschen, Dutzende werden noch immer vermisst. OFFENBACH - Rund eineinhalb Wochen nach der verheerenden Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands haben die Menschen in der Region am Wochenende etwas aufatmen können. (Wirtschaft, 25.07.2021 - 16:26) weiterlesen...