Indikatoren, Deutschland

WIESBADEN - Die Inflation in Deutschland ist den zweiten Monat in Folge über zwei Prozent gestiegen.

12.07.2018 - 05:46:25

Inflation erneut über zwei Prozent - Bundesamt legt Details vor. Die genauen Daten für Juni gibt das Statistische Bundesamt am Donnerstag (08.00) in Wiesbaden bekannt. Nach vorläufigen Angaben hatten vor allem steigende Energiepreise die Jahresteuerung auf 2,1 Prozent getrieben. Im Mai lag die Preissteigerung bei 2,2 Prozent. In den Monaten Februar bis April hatte jeweils eine 1 vor dem Komma gestanden.

Die Europäische Zentralbank strebt für den Euroraum insgesamt mittelfristig eine Teuerungsrate knapp unter 2,0 Prozent an. Dieser Wert gilt als Garant für eine stabile wirtschaftliche Entwicklung, weil er weit genug entfernt ist von der Nullmarke. Denn sind Preise dauerhaft niedrig oder sinken gar auf breiter Front, könnte das Unternehmen und Verbraucher verleiten, Investitionen aufzuschieben. Dies könnte dann das Wirtschaftswachstum bremsen.

Weil die Teuerung seit geraumer Zeit nach oben zeigt, hat die Notenbank in Aussicht gestellt, ihre umstrittenen Wertpapierkäufe zum Jahresende zu beenden. Die Zinsen im Euroraum sollen aber bis mindestens "über den Sommer" 2019 auf dem Rekordtief verharren. Im Euroraum lagen die Verbraucherpreise nach Angaben des Statistikamts Eurostat im Juni um 2,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Viele Sparer, die ihr Geld trotz mickriger Zinsen als Tages- oder Festgeld parken, verlieren wegen der tendenziell steigenden Inflation bares Geld. Kreditnehmer hingegen profitieren von dem Zinstief.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

US-Notenbank: Wirtschaftswachstum setzt sich trotz wachsender Handelssorgen fort. In den meisten Notenbankdistrikten habe die wirtschaftliche Aktivität mäßig bis moderat zugelegt, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht der US-Notenbank Fed ("Beige Book"). In allen Regionen seien jedoch Sorgen wegen der Einführung von neuen Zöllen geäußert worden. In vielen Distrikten habe die "neue Handelspolitik" zu höheren Preisen und Störungen der Lieferketten geführt. WASHINGTON - Die Wachstum der US-Wirtschaft hat sich nach Einschätzung der amerikanischen Notenbank Fed trotz wachsender Handelssorgen zuletzt fortgesetzt. (Wirtschaft, 18.07.2018 - 20:49) weiterlesen...

USA: Baubeginne fallen deutlich stärker als erwartet. Die Wohnungsbaubeginne sanken so stark wie seit November 2016 nicht mehr. Wie aus Zahlen des Handelsministeriums vom Mittwoch hervorgeht, sackten die Baubeginne zum Vormonat um 12,3 Prozent auf annualisiert 1,17 Millionen ab. Analysten hatten im Mittel lediglich einen Rückgang um 2,2 Prozent erwartet. Der Anstieg im Mai wurde von 5,0 auf 4,8 Prozent nach unten korrigiert. WASHINGTON - Die US-Bauwirtschaft hat sich im Juni enttäuschend entwickelt. (Wirtschaft, 18.07.2018 - 14:56) weiterlesen...

Eurozone: Inflation steigt auf 2,0 Prozent - Höchster Stand seit Februar 2017. Im Juni habe sich der allgemeine Preisauftrieb den zweiten Monat in Folge verstärkt und die Inflationsrate sei auf 2,0 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat am Mittwoch nach einer zweiten Schätzung mit. Damit ist der Preisauftrieb im Währungsraum so stark wie seit Februar 2017 nicht mehr. LUXEMBURG - Die Inflation im Euroraum hat sich weiter beschleunigt. (Wirtschaft, 18.07.2018 - 11:26) weiterlesen...

DIW sieht nur mäßiges Wachstumspotenzial für Griechenland. Auch in den kommenden Jahren sei kein dynamisches Wachstum zu erwarten, heißt es in einer Studie, die das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am Mittwoch in Berlin vorgestellt hat. Die eingeleiteten Reformen in Griechenland hätten sich weitgehend auf eine Deregulierung des Arbeitsmarktes beschränkt, statt ein attraktives Investitionsklima zu schaffen - etwa durch den Abbau staatlicher Bürokratie und eine bessere Verknüpfung von Forschung und Wirtschaft. BERLIN - Unmittelbar vor dem Ende des Euro-Rettungsprogramms für Griechenland sehen Ökonomen das wirtschaftliche Potenzial des Landes weiter skeptisch. (Wirtschaft, 18.07.2018 - 11:04) weiterlesen...

Großbritannien: Erwarteter Inflationsanstieg bleibt aus - Pfund unter Druck. Im Juni habe die Inflation zum zweiten Mal in Folge bei 2,4 Prozent verharrt, wie die Statistikbehörde ONS am Mittwoch in London mitteilte. Analysten hatten dagegen mit einem Anstieg der Teuerungsrate auf 2,6 Prozent gerechnet. LONDON - Eine unerwartete Stagnation der Inflation in Großbritannien hat das britische Pfund am Mittwoch stark unter Druck gesetzt. (Wirtschaft, 18.07.2018 - 10:50) weiterlesen...

Langzeitarbeitslose sollen staatlich geförderte Jobs bekommen. Das sieht ein Gesetzentwurf von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) vor, den das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin beschloss. Betroffene sollen fünf Jahre lang einen Lohnkostenzuschuss bekommen. In den ersten beiden Jahren soll er sich auf Höhe des Mindestlohns belaufen. Dann soll der Zuschuss um zehn Prozentpunkte jährlich sinken. Voraussetzung ist, dass die Betroffenen mindestens seit sieben Jahren arbeitslos waren. BERLIN - Menschen, die jahrelang ohne Arbeit auf Hartz IV angewiesen sind, sollen künftig staatlich bezuschusste Jobs bekommen können. (Wirtschaft, 18.07.2018 - 10:28) weiterlesen...