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WIESBADEN - Die deutsche Wirtschaft geht mit kräftigem Rückenwind ins laufende Jahr.

14.02.2018 - 12:25:25

Deutsche Wirtschaft hält Kurs. Getrieben vor allem vom Export-Boom stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal 2017 um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in einer ersten Schätzung mitteilte. Das liefert eine gute Basis für die kommenden Monate, auch wenn sich das Wachstumstempo geringfügig abschwächte. Im dritten Vierteljahr hatte es noch ein Plus von 0,7 Prozent gegeben.

dürfte die Kauflust der Menschen in Deutschland aber auch in diesem Jahr eine wichtige Konjunktur-Stütze bleiben.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist historisch günstig, Sparen wirft wegen der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) kaum noch etwas ab. "Die weiter sinkenden Arbeitslosenzahlen geben den Verbrauchern die notwendige Planungssicherheit für ihre Anschaffungen", sagte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl jüngst.

Hinzu kommt die Aussicht auf steigende Löhne. Commerzbank -Chefvolkswirt Jörg Krämer geht davon aus, dass die Tariflöhne nach dem deutlichen Plus in der Metall- und Elektroindustrie in diesem Jahr in der Gesamtwirtschaft um knapp 3 Prozent und im kommenden Jahr um gut 3 Prozent zulegen werden.

Führende Ökonomen rechnen in diesem Jahr mit einer Fortsetzung des Konjunkturbooms. Die geschäftsführende Bundesregierung ging zuletzt von einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 2,4 Prozent aus. "Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer sehr guten Verfassung", sagte Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) jüngst bei der Vorstellung des Jahreswirtschaftsberichts.

Kratzer könnten nach Einschätzung von ING -Diba-Chefvolkswirt Carsten Brzeski - neben einer scharfen Aufwertung des Euro im Vergleich zu anderen Währungen - politische Spannungen rund um den Globus und das Polit-Chaos in Berlin hinterlassen. "In diesen Tagen zeigt Deutschland zwei Gesichter: Das bekannte einer leistungsstarken Wirtschaft und das unbekannte einer fragilen Politik."

DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben mahnte, stetiges Wachstum sei kein Naturgesetz. "Eine neue Bundesregierung muss daher die Gunst der Stunde nutzen, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu verbessern. Ansonsten droht der Investitionsaufschwung in Deutschland zum Strohfeuer zu werden."

@ dpa.de

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