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WIESBADEN - Die deutsche Wirtschaft geht mit einem etwas schwächeren Wachstum im Rücken als angenommen in einen schwierigen Herbst und Winter.

25.11.2021 - 17:03:58

Privatkonsum schiebt deutsche Konjunktur an - Lieferengpässe belasten. Angeschoben von der Konsumlust der Verbraucher stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Vierteljahr um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. In einer ersten Schätzung war die Wiesbadener Behörde von einem Plus von 1,8 Prozent ausgegangen. Gegenüber dem vierten Quartal 2019, also dem Niveau vor der Corona-Krise, fiel die Wirtschaftsleistung 1,1 Prozent geringer aus.

WIESBADEN - Die deutsche Wirtschaft geht mit einem etwas schwächeren Wachstum im Rücken als angenommen in einen schwierigen Herbst und Winter. Angeschoben von der Konsumlust der Verbraucher stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Vierteljahr um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. In einer ersten Schätzung war die Wiesbadener Behörde von einem Plus von 1,8 Prozent ausgegangen. Gegenüber dem vierten Quartal 2019, also dem Niveau vor der Corona-Krise, fiel die Wirtschaftsleistung 1,1 Prozent geringer aus.

Frankreich verschärft Corona-Maßnahmen - mehr Booster-Impfungen

PARIS - Frankreich verschärft seine Corona-Maßnahmen angesichts steigender Infektionszahlen und weitet die Möglichkeit für eine Auffrischungsimpfung aus. Zu dieser Booster-Impfung sind nun alle Einwohner ab 18 Jahren aufgerufen, sobald ihre letzte Impfung fünf Monate zurückliegt, sagte Gesundheitsminister Olivier Véran am Donnerstag in Paris.

Merkel fordert mehr Kontaktbeschränkungen in Corona-Krise

BERLIN - Die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel hält die ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der vierten Welle der Corona-Pandemie für unzureichend. "Wir brauchen mehr Beschränkungen von Kontakten", sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag in Berlin. Sie wollte sich nicht hinsichtlich der aus einigen Ländern kommenden Forderung festlegen, die für den 9. Dezember geplanten weiteren Beratungen der Ministerpräsidenten mit der Bundesregierung vorzuziehen. "Inwieweit neue Termine gefunden werden, das hängt auch von den Bundesländern ab. Dazu möchte ich jetzt heute nichts sagen."

Menschen in Türkei gehen wegen Lira-Krise auf die Straße

ISTANBUL - Als Reaktion auf die Lira-Krise sind in der Türkei Menschen in mehreren Städten auf die Straße gegangen. In Istanbul seien in dem Zusammenhang am Vorabend 68 Menschen festgenommen worden, sagte Anwältin Yagmur Kavak von der Anwaltsvereinigung CHD am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Fast alle seien wieder freigelassen worden, gegen sie werde aber ermittelt.

Auch Söder für schnelles Ministerpräsidenten-Treffen

MÜNCHEN - Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will wegen der weiter steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen eine vorgezogene Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundesregierung. "Jede Möglichkeit, die derzeitige Krisenlage zu verbessern, muss genutzt werden", sagte Söder der "Süddeutschen Zeitung". Zuvor hatte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) ein rasches Treffen der Länder-Regierungschefs gefordert, am besten noch in dieser Woche. Eigentlich war der 9. Dezember für das Treffen vorgesehen.

ROUNDUP 2/Deutschland: Trübe Aussichten nach Wachstumssommer - Corona bremst

WIESBADEN - Die deutsche Wirtschaft geht mit weniger Rückenwind als erwartet in den Corona-Herbst. Im Zeitraum Juli bis Ende September 2021 wuchs Europas größte Volkswirtschaft nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 1,7 Prozent gegenüber über dem Vorquartal. In einer ersten Schätzung war die Wiesbadener Behörde noch von einem Plus von 1,8 Prozent ausgegangen. Angesichts der verschärften Corona-Infektionslage und anhaltender Lieferengpässe steht die Wirtschaft nun vor einem schwierigen Herbst und Winter.

ROUNDUP: Bundesbank warnt vor steigenden Risiken auf deutschem Immobilienmarkt

FRANKFURT - Die Bundesbank sieht die auf breiter Front gestiegenen Preise für Häuser und Wohnungen in Deutschland mit wachsender Sorge. "Unseren Berechnungen zufolge liegen die Preise von Wohnimmobilien um 10 bis 30 Prozent über dem Wert, der durch Fundamentaldaten gerechtfertigt ist. Das sehen wir zunehmend auch außerhalb der Ballungsräume", sagte Bundesbank-Vizepräsidentin Claudia Buch bei der Vorstellung des Finanzstabilitätsberichts der Deutschen Bundesbank am Donnerstag in Frankfurt.

Spanien: Herstellerpreise steigen mit Rekordrate von mehr als 30 Prozent

MADRID - Der Preisauftrieb in Spanien bleibt außergewöhnlich hoch. Die Produzentenpreise lagen im Oktober 31,9 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistikamt INE am Donnerstag in Madrid mitteilte. Das ist die höchste Rate seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1976. Schon im September war der Anstieg ungewöhnlich hoch gewesen, mit knapp 24 Prozent fiel er aber wesentlich niedriger aus als im Oktober.

GfK: Inflation und Corona lassen Kauflaune auf Neun-Monats-Tief sinken

NÜRNBERG - Die Forscher des Nürnberger Konsumforschungsunternehmens GfK haben wegen der Einflüsse der vierten Corona-Welle sowie der vergleichsweise hohen Inflation die Aussichten für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft gedämpft. "Das Konsumklima wird gegenwärtig von zwei Seiten in die Zange genommen", sagte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl am Donnerstag in Nürnberg. Die Anschaffungsneigung sei auf ein Neun-Monats-Tief gesunken - ein niedrigeres Niveau sei zuletzt im Februar 2021 festgestellt worden.

Südkoreas Notenbank hebt Leitzins wie erwartet erneut leicht an

SEOUL - Südkoreas Notenbank hat ihren Leitzins wie erwartet zum zweiten Mal in diesem Jahr erhöht. Zentralbankpräsident Lee Ju-yeol begründete den Schritt mit der hohen Inflation und der sich inzwischen wieder verbesserten Lage der Wirtschaft. Der zentrale Zinssatz zur Steuerung der Geldpolitik sei um 0,25 Prozentpunkte auf 1,0 Prozent angehoben worden, teilte die Notenbank am Donnerstag in Seoul mit. Damit liegt der Leitzins des Landes, das zu den zehn größten Wirtschaftsnationen der Welt zählt, fast wieder auf dem Vor-Corona-Niveau. Ende 2019 - also vor Ausbruch der Corona-Pandemie - hatte der Leitzins bei 1,25 Prozent gelegen.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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