Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Indikatoren, Deutschland

WIESBADEN - Die befürchtete Pleitewelle in der Corona-Krise ist bislang ausgeblieben.

11.02.2021 - 12:57:30

Corona-Ausnahmen wirken weiter - weniger Firmenpleiten. Von Januar bis November 2020 meldeten die deutschen Amtsgerichte 14 621 Firmeninsolvenzen. Das waren 15,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Auch zum Jahreswechsel fiel der befürchtete Anstieg aus. Hauptgrund sind Ausnahmen von der Insolvenzantragspflicht in der Krise.

Für überschuldete Unternehmen war die Pflicht bis Ende Dezember 2020 ausgesetzt. Für solche Firmen, bei denen die Auszahlung von Staatshilfen noch aussteht, gilt sie die Aussetzung bis Ende April. Zahlungsunfähige Unternehmen müssen zwar seit Oktober wieder den Gang zum Amtsgericht antreten. Nach Angaben der Statistiker wird sich dies unter anderem aufgrund der Bearbeitungszeit der Gerichte aber erst später auf die Zahlen auswirken.

Im November sank die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 26 Prozent auf 1046 Fälle. Die Forderungen der Gläubiger beliefen sich auf knapp 1,4 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor hatten rund 3,4 Milliarden Euro im Feuer gestanden.

Normalerweise muss ein Insolvenzantrag spätestens drei Wochen nach Eintritt eines Insolvenzgrunds wie Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit gestellt werden. Experten gingen zuletzt davon aus, dass die Zahl der Firmenpleiten in diesem Jahr steigen wird.

Die Zahl der eröffneten Regelinsolvenzverfahren war vorläufigen Angaben zufolge im November und Dezember erstmals wieder gestiegen. Im Januar 2021 sank sie im Vormonatsvergleich dagegen um 5 Prozent, gegenüber dem Vorjahresmonat wurde ein Rückgang von 34 Prozent verzeichnet.

"34 Prozent weniger eröffnete Unternehmensinsolvenzen als im Vorjahreszeitraum zeigen deutlich die staatlichen Eingriffe in das Insolvenzgeschehen", erläuterte Christoph Niering, Vorsitzender des Berufsverbands der Insolvenzverwalter Deutschlands (VID). Er rechnet auch wegen weiter geltender Ausnahmen nicht mit einer Insolvenzwelle im ersten Halbjahr. "Mehr als einen Angleich der Insolvenzzahlen an das historisch niedrige Niveau von 2019 wird es auch in der erster Jahreshälfte 2021 nicht geben."

Auch das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) erwartet für die kommenden Monate keine hohen Pleitezahlen. Dem IWH-Insolvenztrend zufolge wurden im Januar 689 Personen- und Kapitalgesellschaften als insolvent gemeldet, ein Rückgang von 23 Prozent gegenüber Dezember. Nach Einschätzung der IWH spielt neben staatlichen Hilfsmaßnahmen und der teilweisen Aussetzung der Insolvenzantragspflicht auch die Lage von Firmen vor der Krise eine Rolle. "Viele Unternehmen sind gesund und mit finanziellen Polstern in die Krise gegangen und können bis zum Wiederaufschwung nach der Krise durchhalten", argumentierte IWH-Experte Steffen Müller jüngst.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Stimmung in Chinas Industrie fällt auf Neunmonatstief. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) der Industrie sank auf 50,6 Punkte und damit auf ein Neunmonatstief, wie das Nationale Statistikamt am Sonntag in Peking mitteilte. Im Januar hatte das Barometer bei 51,3 Punkten gelegen. Volkswirte hatten zwar mit einem Rückgang gerechnet, diesen aber mit 51 Punkten als nicht so schwer eingeschätzt. Unter anderem gingen der Behörde zufolge Auftragseingänge aus dem Ausland zurück. In diesem Jahr fiel außerdem das chinesische Neujahrsfest in den Februar - zu dieser Zeit ruhen viele wirtschaftliche Aktivitäten. Zudem hatte auch China regional mit neuen Covid-19-Ausbrüchen zu kämpfen. PEKING - Die Stimmung in Chinas Wirtschaft hat sich im Februar angesichts von Feiertagen und neuen Beschränkungen in der Corona-Pandemie eingetrübt. (Wirtschaft, 28.02.2021 - 12:58) weiterlesen...

USA: Konsumklima der Uni Michigan trübt sich weniger als erwartet ein. Das von der Universität von Michigan erhobene Verbrauchervertrauen fiel gegenüber dem Vormonat um 2,2 Punkte auf 76,8 Zähler, wie die Universität am Freitag laut einer zweiten Erhebung mitteilte. Das ist der niedrigste Stand seit August 2020. In einer ersten Schätzung war noch ein stärkerer Rückgang auf 76,2 Punkte ermittelt worden. Volkswirte hatten mit einer Revision auf 76,5 Punkte gerechnet. MICHIGAN - Das Konsumklima in der USA hat sich im Februar weniger als erwartet eingetrübt. (Wirtschaft, 26.02.2021 - 17:05) weiterlesen...

USA: Chicago-Indikator trübt sich überraschend deutlich ein. Der Indikator fiel um 4,3 Punkte auf 59,5 Zähler, wie die regionale Einkaufsmanagervereinigung am Freitag in Chicago mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur einen Rückgang auf 61,0 Punkte erwartet. Werte über der Marke von 50 Punkten signalisieren wirtschaftliches Wachstum, Werte darunter deuten auf eine Schrumpfung hin. CHICAGO - Das Geschäftsklima in der Region Chicago hat sich im Februar überraschend deutlich eingetrübt. (Wirtschaft, 26.02.2021 - 15:57) weiterlesen...

USA: Private Einkommen steigen deutlich wegen Regierungshilfen. Im Monatsvergleich habe es einen Zuwachs um 10,0 Prozent gegeben, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Dies ist der stärkste Zuwachs seit April 2020. Analysten hatten im Schnitt einen Anstieg um 9,5 Prozent erwartet. Im Vormonat waren die Einkommen nur um 0,6 Prozent gestiegen. WASHINGTON - In den USA sind die Einkommen im Januar nach einer weiteren Runde direkter Finanzhilfen der US-Regierung für amerikanische Bürger zur Abmilderung der Corona-Folgen unerwartet deutlich gestiegen. (Wirtschaft, 26.02.2021 - 15:00) weiterlesen...

Bundesagentur für Arbeit braucht mehr Geld für Kurzarbeit. Der Ansatz von sechs Milliarden Euro für das Jahr 2021 müsse verdoppelt werden, sagte BA-Vorstandsmitglied Christiane Schönefeld der Deutschen Presse-Agentur. "Durch den harten, mehrmonatigen Lockdown sind die Ausgaben für das Kurzarbeitergeld erneut stark gestiegen und die Mittel werden Ende März aufgebraucht sein. Das konnten wir bei der Haushaltsplanung im Herbst nicht vorhersehen", sagte Schönefeld. Der Verwaltungsrat der Bundesagentur sei am Freitag informiert worden. NÜRNBERG - Die Bundesagentur für Arbeit muss wegen des zweiten Lockdowns deutlich mehr Geld für die Zahlung von Kurzarbeitergeld aufwenden als zunächst geplant. (Wirtschaft, 26.02.2021 - 12:29) weiterlesen...

Spanien: Inflation rutscht überraschend in den negativen Bereich. Die nach europäischer Methode erhobenen Verbraucherpreise (HVPI) sanken im Jahresvergleich um 0,1 Prozent, wie das Statistikamt INE am Freitag in Madrid nach einer ersten Schätzung mitteilte. Im Januar hatte die Inflationsrate noch bei plus 0,4 Prozent gelegen. Im Monatsvergleich sanken die Verbraucherpreise um 0,6 Prozent. MADRID - In Spanien ist die Inflationsrate im Februar überraschend stark gesunken und wieder in den negativen Bereich gerutscht. (Wirtschaft, 26.02.2021 - 09:51) weiterlesen...